Köderfisch
Köderfisch im Kanton Freiburg
eingeschränkt — Lebende Köderfische sind für die Angelfischerei verboten; als toter Köder darf nur eine abschliessende Liste von Arten verwendet werden — mit Ausnahme für die Berufsfischerei am Murtensee.
Was der Erlass sagt
Art. 15 OPêche ist eindeutig: «Die Verwendung lebender Köderfische ist verboten» (al. 1), ebenso «die Verwendung natürlicher oder künstlicher Fisch- oder Amphibieneier» (al. 2). Als toter Köder dürfen nur bestimmte Arten dienen: «Ukelei, Brachsme, Alet, Rotauge, Gründling, Egli, Rotfeder, Schleie, Elritze oder Hasel» (al. 3). Art. 24 al. 1 LPêche verbietet zudem das Anfüttern zum Anlocken von Fischen. Der Fang lebender Elritzen mit Flasche oder Reuse bleibt jedoch für den Eigenbedarf als Köder zulässig (art. 14 OPêche); das steht dazu nicht im Widerspruch, da der gefangene Fisch anschliessend als toter Köder dient — ausser am Murtensee, wo eine Ausnahme die Verwendung lebender Köderfische ausschliesslich der Berufsfischerei vorbehält, nur in von Wasserpflanzen überwucherten Zonen und mit bestimmtem Fanggerät (fil dormant, torchon – im Murtensee-Konkordat definierte Fanggeräte) — art. 56 Concordat Morat. Für die Angelfischerei an Murten- und Neuenburgersee verbietet art. 28 beider Konkordate «lebende Fische» als Köder ausdrücklich, mit der zusätzlichen Auflage, dass der Köderfisch aus dem betreffenden See stammen muss.
Fundstelle: art. 15 OPêche; art. 24 al. 1 LPêche; art. 28 Concordat Morat; art. 28 Concordat Neuchâtel; art. 56 Concordat Morat (exception pêcheurs professionnels)
Im Einzelnen
| Lebende Köderfische | verboten |
| Tote Köderfische | eingeschränkt |
Was sonst gilt
Köderfisch ist nur eine von mehreren Ausübungsregeln. Unverändert gelten daneben die Schonzeiten und Fangmasse Freiburg, die Vorgaben des Bundes nach VBGF sowie die tierschutzgerechte Ausübung der Fischerei. Ob du überhaupt ein Patent brauchst, steht unter Fischereipatent Freiburg und Freiangelrecht Freiburg.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Loi sur la pêche (RSF 923.1)
- Fassung
- du 15.05.1979, version en vigueur depuis le 01.01.2022
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Ordonnance sur l'exercice de la pêche à permis en 2025, 2026 et 2027 (RSF 923.12)
- Fassung
- en vigueur depuis le 01.01.2026 (adoption du 15.12.2025)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 3
- Règlement d'exécution du concordat sur la pêche dans le lac de Morat en 2025, 2026 et 2027 (RSF 923.61)
- Fassung
- en vigueur depuis le 01.01.2025 (adoption du 21.06.2024)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 4
- Règlement d'exécution du concordat sur la pêche dans le lac de Neuchâtel en 2025, 2026 et 2027 (RSF 923.51)
- Fassung
- en vigueur depuis le 01.01.2025 (adoption du 21.06.2024)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 5
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Sind im Kanton Freiburg lebende Köderfische erlaubt?
Art. 15 OPêche ist eindeutig: «Die Verwendung lebender Köderfische ist verboten» (al. 1), ebenso «die Verwendung natürlicher oder künstlicher Fisch- oder Amphibieneier» (al. 2). Als toter Köder dürfen nur bestimmte Arten dienen: «Ukelei, Brachsme, Alet, Rotauge, Gründling, Egli, Rotfeder, Schleie, Elritze oder Hasel» (al. 3). Art. 24 al. 1 LPêche verbietet zudem das Anfüttern zum Anlocken von Fischen. Der Fang lebender Elritzen mit Flasche oder Reuse bleibt jedoch für den Eigenbedarf als Köder zulässig (art. 14 OPêche); das steht dazu nicht im Widerspruch, da der gefangene Fisch anschliessend als toter Köder dient — ausser am Murtensee, wo eine Ausnahme die Verwendung lebender Köderfische ausschliesslich der Berufsfischerei vorbehält, nur in von Wasserpflanzen überwucherten Zonen und mit bestimmtem Fanggerät (fil dormant, torchon – im Murtensee-Konkordat definierte Fanggeräte) — art. 56 Concordat Morat. Für die Angelfischerei an Murten- und Neuenburgersee verbietet art. 28 beider Konkordate «lebende Fische» als Köder ausdrücklich, mit der zusätzlichen Auflage, dass der Köderfisch aus dem betreffenden See stammen muss.
Gilt das auch beim Freiangelrecht?
Das Freiangelrecht befreit von der Patentpflicht, nicht vom übrigen Fischereirecht — Köderfisch eingeschlossen. Oft ist es dort sogar strenger geregelt. Details unter Freiangelrecht im Kanton Freiburg.
Wie halten es die anderen Kantone?
Köderfisch ist über die 26 Kantone unterschiedlich geregelt. 24 weitere Kantone regeln es gleich wie Freiburg. Der vollständige Vergleich steht auf der Übersichtsseite.
Köderfisch in anderen Kantonen
- Köderfisch Zürich (eingeschränkt)
- Köderfisch Bern (eingeschränkt)
- Köderfisch Luzern (eingeschränkt)
- Köderfisch Uri (eingeschränkt)
- Köderfisch Schwyz (eingeschränkt)
- Köderfisch Obwalden (eingeschränkt)
- Köderfisch Nidwalden (eingeschränkt)
- Köderfisch Glarus (eingeschränkt)
- Köderfisch Zug (eingeschränkt)
- Köderfisch Solothurn (eingeschränkt)
- Köderfisch Basel-Stadt (eingeschränkt)
- Köderfisch Basel-Landschaft (eingeschränkt)
- Köderfisch Schaffhausen (eingeschränkt)
- Köderfisch Appenzell Ausserrhoden (nicht geklärt)
- Köderfisch Appenzell Innerrhoden (eingeschränkt)
- Köderfisch St. Gallen (eingeschränkt)
- Köderfisch Graubünden (eingeschränkt)
- Köderfisch Aargau (eingeschränkt)
- Köderfisch Thurgau (eingeschränkt)
- Köderfisch Waadt (eingeschränkt)
- Köderfisch Wallis (eingeschränkt)
- Köderfisch Neuenburg (eingeschränkt)
- Köderfisch Genf (eingeschränkt)
- Köderfisch Jura (eingeschränkt)
- Köderfisch Tessin (eingeschränkt)