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Ausübungsregeln · Deutschschweiz

Wie darf in der Schweiz gefischt werden?

Schonzeit und Fangmass sagen, was und wann. Hier geht es ums Wie: Nachtfischen, Widerhaken, Köderfische und die Fangstatistik. Das regelt der Bund kaum — es liegt bei den Kantonen, und die Unterschiede sind gross. Alle 26 im Vergleich, mit Fundstelle.

Die fünf Bereiche

Nachtfischen Darf ich nachts fischen? Ob und wann in der Nacht gefischt werden darf, regeln die Kantone über die Fangzeit — meist gebunden an Sonnenauf- und -untergang, oft mit Ausnahmen für Aal und Trüsche. 22× eingeschränkt · 2× verboten · 2× nicht geregelt Widerhaken Sind Haken mit Widerhaken erlaubt? Der Widerhaken ist ein Tierschutzthema: Viele Kantone verlangen widerhakenlose Haken, einige lassen sie nur mit Sachkundenachweis oder nur an bestimmten Gewässern zu. 18× eingeschränkt · 7× verboten · 1× offen Köderfisch Sind lebende Köderfische erlaubt? Lebende Köderfische sind fast überall verboten. Für tote Köderfische gelten oft Herkunftsregeln — sie müssen aus demselben Gewässer stammen, um keine Krankheiten zu verschleppen. 25× eingeschränkt · 1× offen Fangstatistik Muss ich meine Fänge melden? Die meisten Kantone verlangen eine Fangstatistik — ein Fangbuch oder eine Meldung bis zu einer festen Frist. Wer sie versäumt, bekommt im Folgejahr oft kein Patent. 26× eingeschränkt Private Gewässer Darf ich in privaten Gewässern ohne Patent fischen? Der kommerzielle Angelteich ist der häufigste Einstieg ins Fischen — und die Frage, ob dort ein Kantonspatent nötig ist, hängt am Geltungsbereich des kantonalen Rechts. Die meisten Kantone nehmen künstlich angelegte Gewässer aus, in die aus offenen Gewässern kein Fisch auf natürliche Weise gelangt. Vier tun das nicht, und zwei lösen es über einen ganz anderen Mechanismus — deshalb steht die Antwort hier je Kanton mit Fundstelle. 19× erlaubt · 3× eingeschränkt · 4× nicht geregelt

Was der Bund vorgibt — und was nicht

Beim Wie hält sich der Bund zurück. VBGF knüpft in Art. 5b die Verwendung lebender Köderfische und von Haken mit Widerhaken an Bedingungen; die tierschutzgerechte Ausübung gilt über die Tierschutzgesetzgebung schweizweit. Fangzeiten, Hakenregeln im Detail und die Meldepflichten dagegen bestimmt jeder Kanton selbst — deshalb dieser Vergleich.

Häufige Fragen

Was sind Ausübungsregeln?

Alles, was das Wie des Fischens betrifft — nicht welche Art wann geschont ist, sondern ob nachts gefischt werden darf, ob Widerhaken erlaubt sind, was als Köder dienen darf und ob die Fänge gemeldet werden müssen. Anders als Schonzeit und Fangmass regelt das der Bund kaum; es liegt fast ganz bei den Kantonen.

Warum sind die Regeln von Kanton zu Kanton so verschieden?

Weil das Fischereiregal bei den Kantonen liegt. Der Bund setzt in der VBGF nur wenige Leitplanken — etwa in Art. 5b für Widerhaken und lebende Köderfische. Beginn und Ende der Fangzeit, die Hakenregeln und die Meldepflichten bestimmt jeder Kanton selbst.

Sind die Angaben verbindlich?

Sie geben den amtlichen Erlass wieder, jeweils mit Fundstelle und Stand. Verbindlich ist immer der Erlass in seiner geltenden Fassung, dazu die Vorschriften deines Gewässers und deines Patents. Wir arbeiten sorgfältig, aber ohne Gewähr.

Direkt zum Kanton

Alle fünf Bereiche auf einen Blick, je Kanton verlinkt in den Vergleichstabellen oben.