So wird gemessen — schweizweit gleich
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Regel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF. Sie ist der einzige Teil des Fangmasses, den der Bund vollständig vereinheitlicht hat — und der, an dem im Grenzfall alles hängt: Zwischen der Messung bis zur Flossengabel und bis zu den Flossenspitzen liegt je nach Art rund ein Zentimeter.
Spannen je Fischart
Salmoniden
| Art | Kantonale Spanne | Kantone mit eigenem Mass | Untergrenze Bund |
|---|---|---|---|
| Bachforelle | 22–38 cm · 2× Fangfenster | 24 von 26 | 35 cm / 22 cm |
| Seeforelle | 22–60 cm | 20 von 26 | — |
| Regenbogenforelle | 22–25 cm | 7 von 26 | — |
| Seesaibling | 22–30 cm | 12 von 26 | 22 cm |
| Bachsaibling | 22–24 cm | 4 von 26 | — |
| Felchen | 25–30 cm | 18 von 26 | 25 cm |
| Äsche | 30–40 cm | 16 von 26 | 28 cm |
| Lachs | — | 0 von 26 | — |
Raubfische
| Art | Kantonale Spanne | Kantone mit eigenem Mass | Untergrenze Bund |
|---|---|---|---|
| Hecht | 45–60 cm | 19 von 26 | — |
| Egli | 15–18 cm | 14 von 26 | — |
| Zander | 40–45 cm | 10 von 26 | — |
| Trüsche | 50 cm | 1 von 26 | — |
| Wels | 50 cm | 2 von 26 | — |
Weissfische
| Art | Kantonale Spanne | Kantone mit eigenem Mass | Untergrenze Bund |
|---|---|---|---|
| Karpfen | 20–60 cm | 5 von 26 | — |
| Schleie | 20–25 cm | 5 von 26 | — |
| Alet | — | 0 von 26 | — |
| Rotauge | — | 0 von 26 | — |
| Brachsme | — | 0 von 26 | — |
| Barbe | 30–35 cm | 7 von 26 | — |
| Nase | — | 0 von 26 | — |
Übrige Arten
| Art | Kantonale Spanne | Kantone mit eigenem Mass | Untergrenze Bund |
|---|---|---|---|
| Aal | 50 cm | 3 von 26 | — |
Häufige Fragen
Wie wird ein Fisch in der Schweiz gemessen?
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt schweizweit einheitlich, unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Wer bis zur Flossengabel misst, liegt je nach Art rund einen Zentimeter zu tief.
Warum unterscheiden sich die Fangmasse zwischen den Kantonen?
Weil Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze setzt. Nach Abs. 4 dürfen die Kantone die Masse erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Am weitesten liegen die Werte bei Karpfen auseinander: 20 bis 60 Zentimeter.
Was ist ein Fangfenster?
Ein Fangfenster hat neben dem Mindest- auch ein Höchstmass: Entnommen werden darf nur, was dazwischenliegt. Grosse Laichtiere bleiben damit im Bestand. In der Deutschschweiz arbeiten Kantone bei Bachforelle mit einem Fangfenster.
Zählt das Fangmass oder die Vorschrift meines Vereins?
Immer die strengere Regel. Kantonsrecht ist die Untergrenze; Pächter, Vereine und die Fischereiaufsicht dürfen grössere Masse festlegen. Verbindlich ist, was zu deinem Patent gehört.
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Wann welche Art geschont ist, steht unter Schonzeiten. Für ein konkretes Datum antwortet der Checker „Darf ich fischen?".
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