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Köderfisch

Köderfisch im Kanton Jura

eingeschränkt — Zugelassen sind nur tote Köderfische von vier genau bestimmten Arten; lebende Köderfische stehen nicht auf der abschliessenden Liste der zulässigen Köder.

Was der Erlass sagt

Art. 28 al. 3 règlement zählt die im Doubs, in der Allaine, der Sorne und der Birse zugelassenen Köder abschliessend auf, darunter: «tote Cypriniden der folgenden Arten: Elritze, Rotauge, Rotfeder und Alet». Lebende Köderfische werden nirgends als zulässiger Köder genannt. Art. 29 let. h verbietet zudem ausdrücklich, «nach Artikel 28 Absätze 3 und 4 nicht zugelassene Köder zu besitzen, namentlich Lachseier, Mais, Mehlwürmer, Maden usw.» — eine Formulierung, die den abschliessenden Charakter (numerus clausus) der Liste der zulässigen Köder bestätigt. Larven und andere wirbellose Wassertiere, die am Fischereiort vorkommen, dürfen zudem von der Patentinhaberin oder vom Patentinhaber zum Eigenbedarf als Köder gefangen werden (art. 20 al. 2 règlement).

Fundstelle: art. 28 al. 3 let. d et art. 29 let. h Règlement pêche JU 2026-2029

Im Einzelnen

Lebende Köderfischeverboten
Tote Köderfischeerlaubt

Was sonst gilt

Köderfisch ist nur eine von mehreren Ausübungsregeln. Unverändert gelten daneben die Schonzeiten und Fangmasse Jura, die Vorgaben des Bundes nach VBGF sowie die tierschutzgerechte Ausübung der Fischerei. Ob du überhaupt ein Patent brauchst, steht unter Fischereipatent Jura und Freiangelrecht Jura.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage 1
Loi sur la pêche (RSJU 923.11)
Fassung
du 28 octobre 2009, état au 1er juillet 2020 (dernière modification : loi du 29 janvier 2020)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Ordonnance portant exécution de la loi du 26 octobre 1978 sur la pêche (RSJU 923.111)
Fassung
du 6 décembre 1978, état actuel (références mises à jour depuis la LPêche du 28 octobre 2009)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 3
Règlement sur l'exercice de la pêche durant la période 2026-2029
Fassung
du 3 février 2026, en vigueur du 1er mars 2026 au 28 février 2030
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 4
Accord entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République française concernant l'exercice de la pêche et la protection des milieux aquatiques dans la partie du Doubs formant frontière entre les deux Etats (RS 0.923.22)
Fassung
du 29 juillet 1991
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 5
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Sind im Kanton Jura lebende Köderfische erlaubt?

Art. 28 al. 3 règlement zählt die im Doubs, in der Allaine, der Sorne und der Birse zugelassenen Köder abschliessend auf, darunter: «tote Cypriniden der folgenden Arten: Elritze, Rotauge, Rotfeder und Alet». Lebende Köderfische werden nirgends als zulässiger Köder genannt. Art. 29 let. h verbietet zudem ausdrücklich, «nach Artikel 28 Absätze 3 und 4 nicht zugelassene Köder zu besitzen, namentlich Lachseier, Mais, Mehlwürmer, Maden usw.» — eine Formulierung, die den abschliessenden Charakter (numerus clausus) der Liste der zulässigen Köder bestätigt. Larven und andere wirbellose Wassertiere, die am Fischereiort vorkommen, dürfen zudem von der Patentinhaberin oder vom Patentinhaber zum Eigenbedarf als Köder gefangen werden (art. 20 al. 2 règlement).

Gilt das auch beim Freiangelrecht?

Das Freiangelrecht befreit von der Patentpflicht, nicht vom übrigen Fischereirecht — Köderfisch eingeschlossen. Oft ist es dort sogar strenger geregelt. Details unter Freiangelrecht im Kanton Jura.

Wie halten es die anderen Kantone?

Köderfisch ist über die 26 Kantone unterschiedlich geregelt. 24 weitere Kantone regeln es gleich wie Jura. Der vollständige Vergleich steht auf der Übersichtsseite.

Köderfisch in anderen Kantonen

Andere Ausübungsregeln im Kanton Jura