Schonzeiten
Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Uri
Alle Arten, die das Fischereirecht des Kantons Uri führt — mit Schonzeit, Fangmass und Fundstelle im amtlichen Erlass. Die Werte stehen über der Untergrenze des Bundes, die für die ganze Schweiz gilt.
| Art | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Bachforelle +5 | 01.10.–14.04. | 22 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c FiR UR |
| Seeforelle +1 | 01.10.–14.04. | 35 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e FiR UR |
| Regenbogenforelle +3 | 01.10.–14.04. | 24 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe d FiR UR |
| Namaycush-Forelle (Namaycush) +1 | 01.10.–31.05. | 24 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe e i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe h FiR UR |
| Bachsaibling +1 | 01.10.–14.04. | 24 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe f i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe j FiR UR |
| Seesaibling (Rötel) +1 | 01.10.–25.12. | 22 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe g i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe k FiR UR; gleichlautend Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe b und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe b AB VWS |
| Balchen (Felchen) | 15.10.–25.12. | 30 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe l i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe o FiR UR; gleichlautend Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe d und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe d AB VWS |
| Albeli | 01.10.–25.12. | 22 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe k i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe n FiR UR; gleichlautend Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe c und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe c AB VWS |
| Blaufelchen | 15.10.–25.12. | 30 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe m i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe p FiR UR |
| Edelfisch (sommerlaichender Felchen) +1 | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | Artikel 3 Absatz 2 FiR UR |
| Äsche +1 | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | Artikel 3 Absatz 2 FiR UR |
| Hecht +2 | 15.03.–30.04. | 50 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe i i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe m FiR UR; gleichlautend Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe g und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe h AB VWS |
| Barsch (Egli) | keine Schonzeit | 15 cm | Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe q FiR UR; gleichlautend Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe k AB VWS |
| Zander +1 | 15.04.–31.05. | 40 cm | Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe h und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe i AB VWS; Fangmindestmass zusätzlich Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe r FiR UR |
| Aal +1 | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | Artikel 3 Absatz 2 FiR UR |
| Alle Krebsarten | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | Artikel 3 Absatz 2 FiR UR; gleichlautend Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe k AB VWS |
| Nase +1 | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Trüsche | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Karpfen | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Schleie | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Wels | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Alet (Döbel) | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Rotauge (Schwal) | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Brachsme | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Barbe | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Lachs | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
„+n" heisst: In n Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Werte — Konkordatsseen, Grenzstrecken, Bergseen. Details auf der jeweiligen Artseite. Ohne Gewähr.
Besonderheiten im Kanton Uri
- Uri hat kein eigenes Fischereigesetz; oberster kantonaler Erlass ist die Verordnung über die Fischerei (RB 40.3211, Landrat). Die konkreten Schonzeiten, Fangmindestmasse und Fangzeiten stehen im Fischereireglement (RB 40.3215). Für den Urnersee gilt zusätzlich das Vierwaldstättersee-Konkordat (UR/LU/SZ/OW/NW) mit seinen Ausführungsbestimmungen (RB 40.3231/40.3233); der Kanton darf dort strengere Regeln erlassen (Artikel 6 AB VWS).
- FANGZEITEN (Artikel 1 FiR)Fliessgewässer 15.04.–30.09. · Berg- und Stauseen (ohne Göscheneralpstausee) 01.06.–30.09. · Göscheneralpstausee 01.06.–31.10. · Seelisbergersee 01.06.–31.12. · Urnersee 01.01.–31.12. Ausserhalb der Fangzeit ist das Fischen im betreffenden Gewässer verboten.
- TAGESZEITEN (Merkblatt Angelfischerei, Stand 01.12.2025; für den Urnersee Artikel 20 AB VWS): In allen Patentgewässern ausser dem Urnersee 04.00–23.00 Uhr. Urnersee: 01.03.–31.10. verboten von 22.00–04.00 Uhr, 01.11.–Ende Februar verboten von 20.00–06.00 Uhr. Schleppfischerei nur bei Tageslicht. Nachtfischerei auf Trüschen (und Aale) von öffentlich zugänglichen Ufern aus erlaubt.
- TAGESFANGBESCHRÄNKUNG (Artikel 5 FiR)höchstens 6 Fische pro Tag insgesamt aus Forelle in Fliessgewässern, Forelle im Urnersee, Forelle in Bergseen, Namaycush, Bachsaibling und Seesaibling in Bergseen; höchstens 25 Fische pro Tag insgesamt aus Albeli, Balchen und Blaufelchen (gleichlautend Artikel 21 AB VWS: 25 Felchenartige). Für den Seesaibling im Urnersee besteht laut Merkblatt keine Fangmengenbeschränkung.
- GANZJÄHRIGES FANGVERBOT (Artikel 3 Absatz 2 FiR)alle Krebsarten, Äsche, Edelfisch (sommerlaichender Felchen) und Aal — uneingeschränkt und ganzjährig.
- CATCH & RELEASEDer Fang von Fischen mit der Absicht, sie wieder freizulassen, ist grundsätzlich verboten (Merkblatt Angelfischerei). Untermassige und geschonte Tiere sind sofort und sorgfältig zurückzuversetzen (Artikel 17c FiV, Artikel 10 Absatz 2 AB VWS).
- WIDERHAKEN (Artikel 7 FiR)In Fliessgewässern, Berg- und Stauseen sind Angeln mit Widerhaken verboten; ganz angedrückte Widerhaken sind widerhakenlosen Angeln gleichgestellt. Im Urnersee sind Widerhaken für Personen mit Sachkunde-Nachweis zugelassen (Artikel 7 Absatz 5 Buchstabe e FiR).
- KÖDERFISCHE (Artikel 6 Absatz 6 Buchstabe i FiR)Lebende Köderfische sind überall verboten; tote Köderfische sind nur im Urnersee erlaubt (Artikel 12 AB VWS: nur solche aus dem Vierwaldstättersee).
- RUTENZAHLGrundsatz eine Handrute pro Patent (Artikel 6 FiR). Im Urnersee zwei Ruten (Juckerfischerei nur eine Rute), Schleppfischerei 10 Anbissstellen pro Boot, Boot mit weissem Ball kennzeichnen (Artikel 7 Absatz 5/6 FiR, Artikel 15 AB VWS). Im Seelisbergersee zusätzlich eine einfache Rute vom öffentlichen Ufer aus.
- LIVE-SONARDas Mitführen oder Verwenden von Echolotgebern mit Live-Sonar-Technologie ist im Seelisbergersee (Artikel 7 Absatz 3 FiR, seit 01.12.2024) und im ganzen Vierwaldstättersee/Urnersee (Artikel 13 Absatz 2 AB VWS, seit 01.09.2023) verboten.
- SCHONGEBIETE (Artikel 2 FiR)u. a. Urnersee südlich der Linie Bootsbetrieb Kaufmann Flüelen bis Einfahrt Bootshafen Bolzbach vom 15.03.–30.04.; 50-m-Mindestabstand mit Fischerbooten vor den Reussmündungen und dem Gebiet «Mississippi» vom 15.03.–31.07.; ganzjährig u. a. Reussdelta-Naturschutzzonen, Dorfbach, Giessen, Klostergraben, Stille Reuss, Schützenbrunnen, Männigenreussli, Polenschachen, Bätzgraben, Dürstelenbach, Fleischackergraben, Fischgraben sowie das Innere der Bootshafenanlagen Bolzbach, Flüelen und Sisikon.
- PRIVATGEWÄSSER (Artikel 8 FiR)Oberalpsee (Andermatt), Arnisee (Gurtnellen) und Schweigmatt (Isenthal) sind Privatgewässer — dort ist nur mit Erlaubnis der Eigentümerschaft bzw. Pächterschaft zu fischen; das Urner Patent gilt dort nicht.
- GWÜESTSEELEIN (Artikel 7 Absatz 7/9 FiR)Im vorderen und hinteren Gwüestseelein (Göscheneralp) und im dazwischenliegenden Bachlauf ist ausschliesslich Fliegenfischen mit maximal einer Fliege/Nymphe/Streamer ohne Schwimmkörper erlaubt; das Gewässer darf während des Fischens nicht betreten werden.
- KIESSOHLE (Artikel 7 Absatz 8 FiR)Vom 01.08.–30.09. darf im Dorfbach, Giessen, in der Stillen Reuss und im Walenbrunnen die benetzte Kiessohle nicht betreten werden.
Wie gemessen wird
Gemessen wird von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse (Artikel 4 Absatz 1 Fischereireglement; gleichlautend Artikel 19 Absatz 1 AB VWS und Artikel 5 Vereinbarung UR/GL Fätschbach).
Erlasse, auf denen diese Seite fusst
Für den Kanton Uri wurden 6 Erlasse im Volltext ausgewertet, dazu das Bundesrecht. Jeder Wert in der Tabelle trägt seine Fundstelle.
- Rechtsgrundlage 1
- Verordnung über die Fischerei (40.3211)
- Fassung
- Vom 14. Juni 1978, in Kraft seit 1. Januar 1979 (Stand 1. Januar 2015)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Fischereireglement (40.3215)
- Fassung
- Vom 20. Oktober 2009, in Kraft seit 1. Januar 2010 (Stand 1. Dezember 2024)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 3
- Interkantonale Vereinbarung über die Fischerei im Vierwaldstättersee (40.3231)
- Fassung
- Vom 29. September 1978, in Kraft seit 12. Dezember 1979
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 4
- Ausführungsbestimmungen zur Vereinbarung über die Fischerei im Vierwaldstättersee (40.3233)
- Fassung
- Vom 4. Juni 2008, in Kraft seit 1. Januar 2009 (Stand 1. September 2023)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 5
- Interkantonale Vereinbarung zwischen den Kantonen Uri und Glarus über die Ausübung der Fischerei im Staubecken des Fätschbachwerks auf dem Urnerboden (40.3235)
- Fassung
- Vom 20. Dezember 2005, in Kraft seit 1. Januar 2006
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 6
- Reglement über den Fischereifonds (40.3217)
- Fassung
- Vom 8. März 2022, in Kraft seit 1. April 2022
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 7
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Was wir offen lassen
Ein Rechtsportal ist nur so viel wert wie seine ehrlichen Lücken. Diese Punkte liessen sich aus dem amtlichen Erlass nicht abschliessend klären — wir nennen sie, statt einen Wert zu raten:
- Konkordatsrecht Vierwaldstättersee — abweichende Publikationsstände in den Konkordatskantonen: Uri publiziert die Ausführungsbestimmungen als RB 40.3233 «vom 4. Juni 2008 (Stand 1. September 2023)». Luzern publiziert denselben Erlass als SRL Nr. 724b, ebenfalls mit Stand 1. September 2023 — inhaltlich in Schonzeiten und Fangmassen deckungsgleich, aber mit zwei Zusatzbestimmungen, die im Urner Text fehlen: § 18 Absatz 1 Buchstabe gbis «Hecht Alpnachersee: keine» und § 19 Absatz 1 Buchstabe gbis «Hecht Alpnachersee: keine». Umgekehrt führt der Urner Text in Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe f ein Fangmindestmass von 30 cm für den Edelfisch (sommerlaichender Felchen), das im Luzerner Text fehlt; dadurch verschiebt sich die Buchstabenzählung (UR: f Edelfisch, g Äsche, h Hecht, i Zander, k Egli, l Aal — LU: f Äsche, g Hecht, gbis Hecht Alpnachersee, h Zander, i Egli, k Aal). Für Uri sind diese Abweichungen ohne praktische Folge (der Alpnachersee liegt in Obwalden), die Zitierstellen unterscheiden sich aber je nach Kanton. Quellen: https://rechtsbuch.ur.ch/app/de/texts_of_law/40.3233 und https://srl.lu.ch/app/de/texts_of_law/724b (PDF: https://srl.lu.ch/api/de/versions/4122/pdf_file_with_annexes).
- Konkordatsrecht Vierwaldstättersee — Schwyz publiziert einen materiell überholten Stand: Die Schwyzer Erlasssammlung führt unter SRSZ 842.21 noch die Fassung «vom 8. August 1994» mit abweichenden Werten (Hecht 1. März – 15. Mai statt 15. März – 30. April; Edelfisch 1. Juli – 31. Dezember statt ganzjährig; Nase und Krebsarten fehlen ganz; lebende Köderfische unter Bedingungen erlaubt). Massgebend für Urner Gewässer ist die Urner Publikation (Stand 1. September 2023). Diese Abweichung wurde bewusst nicht stillschweigend aufgelöst. Quelle Schwyz: https://www.lexfind.ch/tolv/63476/de.
- Der Göscheneralpstausee: Das Fischereireglement nennt für ihn nur eine Fangzeit (01.06.–31.10., Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe c FiR), aber keine ausdrückliche Schonzeit. Die in dieser Datei gesetzte Schonzeit 01.11.–31.05. ist die Kehrseite der Fangzeit (ausserhalb der Fangzeit ist das Fischen verboten) und kein wörtlicher Reglementstext. Ob Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe d FiR («Forelle, in Bergseen: 1. Oktober bis 31. Mai») den Göscheneralpstausee mitumfasst, lässt der Wortlaut offen, weil Artikel 1 den Stausee ausdrücklich von den «Berg- und Stauseen» ausnimmt. Amtliche Merkblätter geben für den Göscheneralpstausee ebenfalls nur die Fangzeit an.
- Das Preisblatt «Preise Fischereipatente» der Urner Fischereiverwaltung trägt keine Jahres- oder Standesangabe. Die Beträge decken sich rechnerisch vollständig mit Anhang 1 und Anhang 2 des Fischereireglements (Stand 1. Dezember 2024); ein förmlicher Preisstand «2026» ist damit nicht belegt, sondern nur der Abrufzeitpunkt.
- Das Preisblatt und der Online-Shop führen ein 3-Tagespatent und Ersatzpatente, die das Fischereireglement in Artikel 12 nicht als eigene Patentarten nennt. Das 3-Tagespatent lässt sich auf Artikel 13 Absatz 2 FiR (drei Eintagespatente mit ununterbrochener Gültigkeitsdauer) zurückführen; für die Ersatzpatentgebühren wurde keine Rechtsgrundlage im Reglement gefunden.
- Für Trüsche, Karpfen, Schleie, Wels, Alet, Rotauge, Brachsme, Barbe und Lachs enthalten weder das Urner Fischereireglement noch die Vierwaldstättersee-Ausführungsbestimmungen Schonzeiten oder Fangmindestmasse. Ob im Einzelfall Artikel 2a VBGF (Fangverbot für gefährdete Arten ohne Schonzeit/Fangmass) greift, wurde nicht artweise geprüft.
- Die Vereinbarungen für die weiteren in Artikel 4 FiV genannten Grenzgewässer (Stierenbach Surenen, Ruosalp Muotathal, Riemenstalderbach Sisikon) sind im Urner Rechtsbuch nicht als eigene Erlasse publiziert; einzig die Vereinbarung UR/GL für das Fätschbach-Staubecken (RB 40.3235) und das Vierwaldstättersee-Konkordat sind veröffentlicht.
- Die Zuständigkeit für private Gewässer (Oberalpsee, Arnisee, Schweigmatt) liegt bei der Eigentümer- bzw. Pächterschaft; deren Schonzeit- und Fangmassregeln sind nicht amtlich publiziert und daher nicht erfasst.
Häufige Fragen
Wo stehen die Schonzeiten für den Kanton Uri?
Massgeblich ist Verordnung über die Fischerei (Vom 14. Juni 1978, in Kraft seit 1. Januar 1979 (Stand 1. Januar 2015)). Diese Seite gibt die Werte daraus wieder, jeweils mit Fundstelle. Verbindlich ist immer der amtliche Erlass in seiner geltenden Fassung.
Was gibt der Bund vor?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur Mindestdauern in Wochen — Forellen 16 Wochen in fliessenden Gewässern und 12 in stehenden, Seesaibling 8, Felchen 6, Äsche 10. Beginn und Ende legen die Kantone fest. In Art. 2 VBGF stehen Fangmindestmasse, die die Kantone erhöhen, aber nicht unterschreiten dürfen.
Gelten die Werte im ganzen Kanton Uri?
Nein. Für 12 Arten gibt es Gewässer mit eigenen Werten — typischerweise Konkordatsseen, Grenzstrecken und Bergseen. Die Abweichungen stehen auf der jeweiligen Artseite unter „Abweichende Regeln".
Brauche ich für den Kanton Uri ein Patent?
Die Fangberechtigung heisst hier Fischerpatent. Welche Arten es gibt, was sie kosten und wo du sie beziehst, steht auf unserer Patent-Seite für diesen Kanton.
Gewässer im Kanton Uri
2 Seen und 3 Flüsse im Kanton Uri haben je eine eigene Gewässerseite — mit den Schonzeiten und Fangmassen aller Anliegerkantone nebeneinander und, wo der Bund misst, dem Beiss-Index. Bei 2 davon führt Uri eigene Werte, die der Grundregel oben vorgehen — unten gekennzeichnet.
- Fischen im Vierwaldstättersee eigene Regeln
- Fischen im Göscheneralpsee
- Fischen in der Reuss eigene Regeln
- Fischen im Grosstalbach
- Fischen im Schächen
Weiter
Fischereipatent im Kanton Uri — welche Berechtigung du brauchst, was sie kostet und wo du sie beziehst. Der Checker „Darf ich fischen?" beantwortet die Frage für ein konkretes Datum. Zum SaNa-Sachkundenachweis.
Trag dir diese Schonzeiten in den Schonzeit-Kalender ein — als Abo für Uri, das sich jährlich wiederholt. Welche Ausübungsregeln daneben gelten (Nachtfischen, Widerhaken, Köderfisch, Fangstatistik), steht unter Fischereiregeln im Vergleich.
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