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See · TG · SH

Fischen im Bodensee-Untersee

Eigenes Regime: die Untersee- und Rheinfischereiordnung, ein Staatsvertrag mit Baden-Württemberg.

Bodensee-Untersee — See
Foto: Hansueli Krapf Diese Datei wurde mit Commonist hochgeladen. · CC BY-SA 3.0 · via Wikimedia Commons

Karte © Mapbox © OpenStreetMap · Marker auf der BAFU-Messstation · Tiefen/Seezeichen © OpenSeaMap-Mitwirkende (ODbL), auf Schweizer Seen nur stellenweise erfasst.

Beiss-Index Bodensee-Untersee

Wie stehen die Bedingungen gerade? Der Index verrechnet den Luftdruck-Trend der letzten sechs Stunden, die Wassertemperatur auf 1 m Tiefe, die Mondphase, den Pegel-Trend sowie Wind und Bewölkung. Welche Faktoren eingeflossen sind, steht darunter. Der Bund misst an Seen keine Wassertemperatur — für Bodensee-Untersee rechnet sie das Seemodell Alplakes der Eawag. Dazu kommen die Sprungschicht und ein Blick in die Tiefe: Im Sommer steht der Fisch nicht dort, wo das Wasser am wärmsten ist.

Messwerte werden geladen …

Wassertemperatur und Tiefenprofil dieses Sees: Alplakes (Eawag), Modell simstrat, Lizenz CC BY 4.0. Das Modell rechnet einmal täglich; die Werte sind eine Simulation, keine Messung an einer Boje.

Wer hier Recht setzt

Der Bodensee-Untersee berührt 2 Kantone. Massgeblich ist jeweils das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du stehst — bei Konkordatsgewässern zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Das ist kein Detail: Am selben See können je nach Ufer andere Schonzeiten und Fangmasse gelten.

Wer die Fangberechtigung ausgibt

Ohne Patent fischen?

Das Freiangelrecht gilt hier kantonsweise: Thurgau gewährt es ausdrücklich. Massgeblich ist das Recht des Kantons, an dessen Ufer du stehst; für die übrigen Anliegerkantone steht es auf deren Freiangelrecht-Seite.

Das Freiangelrecht nimmt die Patentpflicht ab — mehr nicht. Schonzeiten, Fangmasse, Schongebiete und die Regeln zu Köder und Haken gelten unverändert; welche das sind, steht auf der Freiangelrecht-Seite des Kantons mit Fundstelle.

Geregelte Arten am Bodensee-Untersee

Diese Arten sind in mindestens einem Anliegerkanton mit Schonzeit geführt. Die Werte gelten für den jeweiligen Kanton.

Art TGSH
Bachforelle 01.10.–28.02.
25 cm
01.10.–28.02.
22 cm
Seeforelle 01.10.–28.02.
25 cm
01.10.–28.02.
30 cm
Regenbogenforelle nicht abschliessend geklärt
nicht abschliessend geklärt
01.10.–28.02.
22 cm
Felchen nur Bundesvorgabe
nur Bundesvorgabe
15.11.–31.12.
25 cm
Äsche 01.02.–20.04.
35 cm
01.02.–30.04.
30 cm
Hecht 16.02.–15.04.
50 cm
01.03.–30.04.
45 cm
Zander im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
01.04.–31.05.
40 cm

Obere Zeile Schonzeit, darunter das Fangmass. Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Ohne Gewähr.

Achtung bei 5 Arten: Die Anliegerkantone regeln Regenbogenforelle, Felchen, Äsche, Hecht, Zander unterschiedlich. Wer am Bodensee-Untersee die Kantonsgrenze überquert, fischt unter anderen Vorschriften.

Messstation

StationBerlingen (2043)
BetreiberBundesamt für Umwelt BAFU, Hydrologie
GemessenPegel
Höhe über Meerrund 395 m
Koordinaten47.6755, 9.0176

Für dieses Gewässer misst der Bund keine Wassertemperatur — an Seen erfasst die BAFU nur den Pegel. Wir übertragen deshalb keine Temperatur von einem Zufluss: Ein See schichtet sich, ein Fluss nicht, und eine übernommene Zahl wäre schlicht falsch. Die Temperatur oben im Beiss-Index kommt aus dem Seemodell simstrat der Eawag und ist als Simulation ausgewiesen.

Häufige Fragen

Welche Regeln gelten am Bodensee-Untersee?

Der Bodensee-Untersee grenzt an 2 Kantone: Thurgau, Schaffhausen. Massgeblich ist das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du fischst; bei Konkordatsgewässern gilt zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Die Werte stehen auf den verlinkten Kantonsseiten.

Darf ich am Bodensee-Untersee ohne Patent fischen?

Ja, vom Ufer aus. Thurgau gewährt hier ein Freiangelrecht. Es befreit von der Patentpflicht, sonst von nichts: Schonzeiten, Fangmasse, Schongebiete und die Vorgaben zu Rute, Köder und Haken gelten weiter. Sie stehen mit Fundstelle auf der Freiangelrecht-Seite des Kantons.

Brauche ich am Bodensee-Untersee ein Patent?

Für alles, was über die Freiangelei hinausgeht, ja. Das Freiangelrecht deckt hier nur das Fischen vom Ufer mit einfachem Gerät ab; wer mehr Ruten führen, vom Boot fischen oder anderes Gerät einsetzen will, braucht eine Fangberechtigung. Welche Patentarten es gibt und was sie kosten, steht auf der Patentseite des jeweiligen Kantons.

Wie warm ist das Wasser im Bodensee-Untersee?

Die Temperatur steht oben im Beiss-Index. Sie stammt nicht von der BAFU — der Bund misst an Seen nur den Pegel, seine 83 Temperaturstationen liegen an Flüssen. Gerechnet wird sie vom Seemodell simstrat der Eawag (Alplakes), einmal täglich, als Simulation und nicht als Messung an einer Boje. Es nennt neben der Oberfläche auch die Sprungschicht: Im Sommer steht der Fisch nicht dort, wo das Wasser am wärmsten ist.

Woher stammen die Messwerte?

Von der Messstation Berlingen der BAFU-Hydrologie (Stations-ID 2043), ergänzt um Luftdruck, Wind und Bewölkung von Open-Meteo. Beide Quellen sind auf jeder Seite genannt und verlinkt.

Weiter

Ob du heute entnehmen darfst, klärt der Checker „Darf ich fischen?". Die Bundesvorgaben stehen unter Schonzeiten, die Berechtigung — inklusive Patentpreisen — unter Patent Thurgau, Patent Schaffhausen. Ob du hier ohne Patent fischen darfst, steht unter Freiangelrecht Thurgau, Freiangelrecht Schaffhausen.

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