Typisch Schweiz
Alle Methoden
| Methode | Wofür | Zielfische |
|---|---|---|
| Hegene | Die Schweizer Methode auf Felchen und Egli: mehrere kleine Nymphen an Seitenarmen, senkrecht über tiefem Wasser geführt. | Felchen, Egli, Seesaibling |
| Echolot | Kein Köder, sondern das Werkzeug, das aus Suchen Finden macht — vor allem im Freiwasser der grossen Seen. | Felchen, Egli, Seeforelle, Zander |
| Spinnfischen | Kunstköder aktiv führen — die vielseitigste Methode auf Raubfisch, vom Bergbach bis zum Seeufer. | Hecht, Egli, Bachforelle, Seeforelle, Zander, Alet |
| Drop-Shot | Köder über dem Blei, an einem Seitenarm — die feinste Art, Egli und Zander direkt am Grund anzubieten. | Egli, Zander, Hecht |
| Wobbler | Tauchende Kunstköder mit Eigenaktion — der Klassiker auf Hecht, Forelle und Zander. | Hecht, Seeforelle, Bachforelle, Zander |
| Streamer | Fliegenfischen auf Raubfisch: ein Köderfisch-Imitat aus Haar und Feder, aktiv geführt. | Bachforelle, Seeforelle, Hecht, Alet |
| Nymphenfischen | Die produktivste Fliegenmethode auf Forelle und Äsche — unter der Oberfläche, wo die Fische den Grossteil ihrer Nahrung aufnehmen. | Bachforelle, Äsche, Regenbogenforelle |
| Blinker und Löffel | Der einfachste Kunstköder überhaupt — ein gewölbtes Metallblatt, das beim Einholen taumelt und blitzt. | Hecht, Bachforelle, Seeforelle, Egli |
| Carolina Rig | Ein frei laufendes Blei vor einem langen Vorfach — bringt den Köder grundnah, ohne den Anhieb zu bremsen. | Zander, Egli, Hecht |
| Baitcaster | Die Multirolle für schwere Kunstköder — präziser Wurf und direkte Kraftübertragung im Hechtdrill. | Hecht, Zander, Wels |
| Perlmuttspange | Der Schweizer Klassiker aus echtem Perlmutt — gezupft oder geschleppt auf Felchen und Seeforellen, oft in Handarbeit gefertigt. | Felchen, Seeforelle |
| Jerkbait | Hartköder ohne Tauchschaufel, der erst durch harte Schläge in der Rute zum Leben erwacht — eine der fängigsten Methoden auf grosse Hechte. | Hecht |
Erst das Recht, dann die Technik
Eine Methode kann noch so gut passen — ob sie zulässig ist, steht im kantonalen Erlass. Die Kantone regeln Widerhaken, lebende Köderfische, die Zahl der Ruten und das Fischen bei Nacht sehr unterschiedlich, und einzelne Erlaubnisse hängen am Sachkundenachweis: Nach Art. 5b VBGF dürfen nur Personen mit SaNa in Seen und Stauhaltungen Angeln mit Widerhaken verwenden, wo der Kanton das überhaupt zulässt.
Was in deinem Kanton gilt, steht auf der Patentseite; die Schonzeiten stehen unter Schonzeiten.
Häufige Fragen
Welche Methode ist typisch schweizerisch?
Die Hegene. Mehrere kleine Nymphen an Seitenarmen, senkrecht über tiefem Wasser geführt — im Alpenraum die Standardmethode auf Felchen und Egli, in deutschen Angelratgebern kaum zu finden. Wer an einem Schweizer See auf Felchen fischen will, kommt an ihr nicht vorbei.
Ist jede Methode überall erlaubt?
Nein, und das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite. Die Kantone regeln, ob Widerhaken zulässig sind, ob lebende Köderfische verwendet werden dürfen, wie viele Ruten erlaubt sind und ob nachts gefischt werden darf. Manche Regeln hängen sogar am Sachkundenachweis: Nach Art. 5b VBGF dürfen nur Personen mit SaNa in Seen Angeln mit Widerhaken verwenden, wo der Kanton das zulässt.
Braucht man ein Echolot?
Am Ufer nicht. Im Freiwasser der grossen Seen verkürzt es die Suche erheblich — Felchen stehen in einem engen Tiefenband, und ohne Echolot verbringt man den halben Tag damit, es zu finden. Der Vierwaldstättersee ist stellenweise über 200 Meter tief.
Woher stammt die Auswahl dieser Methoden?
Aus der Marktanalyse zum Schweizer Suchverhalten, nicht aus dem Bauchgefühl. Aufgenommen sind die Methoden, nach denen im CH-Markt tatsächlich gesucht wird und auf die dort gerankt wird.
Weiter
Welche Art wo lebt und wie man sie fängt, steht unter Fischarten. Wie die Bedingungen gerade stehen, zeigt der Beiss-Index.