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Beiss-Index · Schweiz

Angelwetter und Beiss-Index

Lohnt sich der Weg ans Wasser? Der Beiss-Index verrechnet für 124 Schweizer Gewässer echte Messwerte — Luftdruck-Trend, Wassertemperatur, Mondphase, Pegel-Trend sowie Wind und Bewölkung. Die Gewichtung steht offen, und wo ein Faktor fehlt, sagen wir es.

Die Gewichtung, offengelegt

FaktorPunkteWarum
Luftdruck-Trend35 Fallender Druck vor einer Front gilt als die verlässlichste Phase erhöhter Aktivität.
Wassertemperatur20 Steuert den Stoffwechsel. 12–20 °C ist die aktivste Zone; ab 23 °C deckelt sie den Gesamtwert.
Mondphase20 Neu- und Vollmond gelten als die aktivsten Phasen.
Pegel-Trend15 Ein stabiler Pegel ist das beste Zeichen; rasche Änderungen bringen Trübung und verteilen die Fische neu.
Wind & Bewölkung10 Leichter Wind mit bedecktem Himmel schlägt Windstille bei praller Sonne.

An Seen misst der Bund keine Wassertemperatur — dort beruht der Wert auf 80 statt 100 Punkten und wird darauf normiert. Jede Gewässerseite weist das aus.

Beiss-Index je Kanton

Gefischt wird nach Kantonsrecht — deshalb hier der Einstieg über den Kanton. Jede Seite bündelt die Gewässer des Kantons, zeigt den Index für das grösste davon und verlinkt die Rechtslage.

Für Tessin führen wir bislang kein Gewässer — dort liegt keine der 124 erfassten BAFU-Messstationen. Statt einer leeren Seite sagen wir das hier. Das Fischereirecht dieser Kantone ist vollständig erfasst.

Gewässer mit Wassertemperatur

An diesen 52 Flüssen liefert die BAFU die Wassertemperatur — hier trägt der Index alle fünf Faktoren:

Seen

Pegel, Luftdruck, Mond, Wind — ohne Wassertemperatur, weil der Bund sie an Seen nicht misst:

Häufige Fragen

Wie entsteht der Beiss-Index?

Aus fünf Faktoren mit offengelegtem Gewicht: Luftdruck-Trend über sechs Stunden (35 Punkte), Wassertemperatur (20), Mondphase (20), Pegel-Trend (15) sowie Wind und Bewölkung (10). Der Wert wird auf die tatsächlich verfügbaren Faktoren normiert — an Seen fehlt die Wassertemperatur, dort beruht er auf 80 statt 100 Punkten, und das steht dabei.

Warum ist der Wert bei warmem Wasser gedeckelt?

Weil ein guter Luftdruck warmes Wasser nicht wettmacht. Ab 23 °C wird der Index auf „Mässig" begrenzt, über 25 °C auf „Schwach" — unabhängig davon, wie gut die übrigen Faktoren stehen. Bei diesen Temperaturen überstehen gedrillte Fische die Belastung schlecht, und Kantone verhängen regelmässig Hitze-Fischereiverbote. Ein Ratgeber, der dann „Top-Bedingungen" meldet, wäre schlicht falsch.

Ist das eine Fangprognose?

Nein. Der Index verrechnet Messwerte, die erfahrungsgemäss mit der Fischaktivität zusammenhängen. Er ersetzt weder Gewässerkenntnis noch die Wahl der richtigen Stelle — und er sagt nichts darüber, ob eine Art am gewählten Tag überhaupt entnommen werden darf. Das klärt der Checker „Darf ich fischen?".

Wie aktuell sind die Werte?

Die BAFU-Hydrologie liefert im Zehn-Minuten-Takt, unser Zwischenspeicher hält die Werte 15 bis 30 Minuten und wird per Cron vorgewärmt. Auf jeder Gewässerseite steht, wann die Messung erhoben wurde.

Weiter

Der Index sagt, ob die Bedingungen stimmen — nicht, ob du entnehmen darfst. Das klärt der Checker „Darf ich fischen?". Alle Gewässer stehen unter Gewässer.