Schonzeiten
Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Zürich
Alle Arten, die das Fischereirecht des Kantons Zürich führt — mit Schonzeit, Fangmass und Fundstelle im amtlichen Erlass. Die Werte stehen über der Untergrenze des Bundes, die für die ganze Schweiz gilt.
| Art | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Forelle / Bachforelle +5 | 16.10.–15.03. | 28 cm | § 26 und § 27 FiR ZH (Fangmass 28 cm gilt in F-Revieren) |
| Forelle / Seeforelle +2 | 01.10.–25.12. | 40 cm | § 21 FiR ZH («Bach-/Seeforelle») |
| Forellen (Sammelbegriff) | nicht abschliessend geklärt | nicht abschliessend geklärt | — |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Seesaibling +1 | 01.10.–25.12. | 25 cm | § 4 und § 5 AB Zürichsee/Obersee |
| Felchen / Felche / Felchenartige +3 | 20.11.–31.12. | 25 cm | § 26 und § 27 FiR ZH (Fangmass 25 cm in F- und G-Revieren sowie im Rhein) |
| Äsche +4 | ganzjährig geschont | 35 cm | Verfügung ALN vom 31. März 2026 (Ziff. I), gestützt auf Art. 5 Abs. 2 BGF, Art. 1 Abs. 3 VBGF und § 43 FiG ZH; daneben § 26 und § 27 FiR ZH |
| Hecht +3 | 01.03.–30.04. | 45 cm | § 26 und § 27 FiR ZH (Fangmass 45 cm in F- und G-Revieren sowie im Rhein) |
| Egli | keine Schonzeit | kein Fangmass | § 20 FiR ZH (Tagesfanglimite 50 Egli); § 14 AB Zürichsee/Obersee (50 Stück) |
| Zander +3 | 01.04.–31.05. | 40 cm | § 26 und § 27 FiR ZH (Fangmass 40 cm in F- und G-Revieren sowie im Rhein) |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Aal | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | § 14 Abs. 1 FiR ZH i. V. m. Anhang 1 VBGF |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| — | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Barbe +2 | keine Schonzeit | 30 cm | § 27 FiR ZH (30 cm in F- und G-Revieren sowie im Rhein); § 26 FiR ZH führt die Barbe nicht auf |
| Nase | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | § 14 Abs. 1 FiR ZH i. V. m. Anhang 1 VBGF |
| — | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | § 14 Abs. 1 FiR ZH i. V. m. Anhang 1 VBGF |
| Edelkrebs +2 | 01.10.–15.07. | 12 cm | § 26 und § 27 FiR ZH (12 cm in allen Revierkategorien und im Rhein) |
| Steinkrebs | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | § 14 Abs. 2 FiR ZH |
| Dohlenkrebs | ganzjährig geschont | im Kantonsrecht nicht geführt | § 14 Abs. 2 FiR ZH |
| Roter Sumpfkrebs, Signal-, Kamber- und Galizierkrebs u. a. | keine Schonzeit | kein Fangmass | § 6 Abs. 4 FiR ZH i. V. m. Anhang 3 VBGF |
„+n" heisst: In n Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Werte — Konkordatsseen, Grenzstrecken, Bergseen. Details auf der jeweiligen Artseite. Ohne Gewähr.
Besonderheiten im Kanton Zürich
Der Kanton Zürich kennt vier Gewässer-Regime mit je eigenen Schonzeiten und Fangmassen: (1) Zürichsee und Obersee nach den interkantonalen Ausführungsbestimmungen des Konkordats Zürichsee/Linthkanal/Walensee (§§ 2–19 AB); (2) Greifensee und Pfäffikersee sowie die Pacht- und Privatgewässer Türlersee, Katzensee, Hüttnersee, Egelsee, Lützelsee, Bichelsee, Mettmenhaslisee, Husemersee und die Kleingewässer der Gemeinde Ossingen (§§ 15–21 FiR ZH); (3) alle übrigen Pachtgewässer und Gewässer mit Sonderrechten, unterteilt in die Revierkategorien F (Flussreviere), G (Forellengewässer mit gemischtem Bestand und/oder Weiher) und B (Fliessgewässer mit vorwiegendem Forellenbestand) (§§ 22–28 FiR ZH); (4) der Rhein als eigene Spalte im Fangmindestmass-Katalog (§ 27 FiR ZH). Weitere Kernpunkte: Tagesfanglimiten (§ 20 FiR ZH bzw. § 14 AB Zürichsee); ganzjähriger Schutz aller Fischarten mit Gefährdungsstatus 0 oder 1 nach Anhang 1 VBGF sowie von Steinkrebs und Dohlenkrebs (§ 14 FiR ZH); Angeln mit der Absicht des Zurücksetzens ist nach Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchV verboten, die Hälterung lebender Fische ist untersagt (§ 11 Abs. 3 FiR ZH, § 15 Abs. 2 AB Zürichsee); Widerhaken sind nur als Einzelhaken und nur für Personen mit Sachkundeausweis erlaubt (§ 19 FiR ZH, § 12 lit. c AB Zürichsee); nur tote Köderfische aus demselben Gewässer (§ 12 FiR ZH, § 8 AB Zürichsee); künstliche Fischaufstiegshilfen sind Schongebiet und dürfen nicht befischt werden (§ 25 FiR ZH); in Fliessgewässern der Revierkategorien G und B darf nur während der Forellenfangsaison gefischt werden, stehende Gewässer aller Kategorien ganzjährig (§ 24 FiR ZH); im Zürichsee/Obersee ist die Angelfischerei zeitlich begrenzt (Sommerzeit 04.00–23.00, übrige Zeit 05.00–22.00, § 16 AB); Fischereiverbot im Radius von 100 m um 13 Bachmündungen des Zürichsees vom 16. November bis 31. Januar zum Schutz der Seeforellen (Anhang V AB Zürichsee); Pächterinnen und Pächter dürfen mit Zustimmung der FJV strengere Schon- und Fangbestimmungen erlassen (§ 28 FiR ZH) — die Revierregeln können also über den kantonalen Katalog hinausgehen.
Wie gemessen wird
§ 21 und § 27 FiR ZH: Fangmindestmasse werden «von der Kopf- bis zur Schwanzspitze» gemessen, bei Krebsen «vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende». Für Zürichsee und Obersee: § 5 AB Zürichsee/Obersee — «von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse».
Erlasse, auf denen diese Seite fusst
Für den Kanton Zürich wurden 8 Erlasse im Volltext ausgewertet, dazu das Bundesrecht. Jeder Wert in der Tabelle trägt seine Fundstelle.
- Rechtsgrundlage 1
- Gesetz über die Fischerei (923.1)
- Fassung
- vom 5. Dezember 1976, in Kraft seit 1. Januar 1978; Fassung 079 der Zürcher Gesetzessammlung (LS 923.1)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Fischereiverordnung (923.11)
- Fassung
- vom 18. Juni 2008, Fassung OS-Band 63 (in Kraft seit 1. Januar 2009); Änderung § 12 in Kraft seit 1. November 2012 (RRB 11.7.2012)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 3
- Fischereireglement (923.12)
- Fassung
- vom 22. September 2008, Fassung gemäss Änderung vom 18. Dezember 2025, vom UVEK genehmigt am 28. Januar 2026, rückwirkend in Kraft seit 1. Januar 2026 (OS Band 81, ABl 2026-01-09)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 4
- Ausführungsbestimmungen über die Fischerei im Zürichsee und Obersee (923.721)
- Fassung
- vom 13. Juli 2007, Fassung gemäss Änderung vom 16. Juni 2025 (Beschluss der Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee), nach UVEK-Genehmigung in Kraft seit 1. Januar 2026
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 5
- Fischereivorschriften gültig ab 1.1.2026 (Auszug für die Angelfischerei) (—)
- Fassung
- Amtliche Zusammenstellung des Amts für Landschaft und Natur (ALN), Stand März 2026, gültig ab 1.1.2026
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 6
- Verfügung: Befristetes Äschenfangverbot für alle Zürcher Gewässer bis Ende September 2029 (—)
- Fassung
- Verfügung des Amts für Landschaft und Natur vom 31. März 2026, Fangverbot vom 1. Oktober 2026 bis 30. September 2029; nahtlose Fortsetzung der Verfügung vom 2023 (Fangverbot 1.10.2023–30.9.2026)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 7
- Verfügung: Anerkennung von Fischerei-Sachkundeausweisen und Regelung von Fischerei-Sachkundekursen im Kanton Zürich (—)
- Fassung
- Verfügung des Amts für Landschaft und Natur vom 21. Januar 2015
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 8
- Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei (VBGF) (SR 923.01)
- Fassung
- vom 24. November 1993, Stand 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 9
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Was wir offen lassen
Ein Rechtsportal ist nur so viel wert wie seine ehrlichen Lücken. Diese Punkte liessen sich aus dem amtlichen Erlass nicht abschliessend klären — wir nennen sie, statt einen Wert zu raten:
- Der Kanton Zürich hat keinen Anteil am Walensee — der See liegt vollständig in den Kantonen St. Gallen und Glarus. Zürich ist zwar Mitglied des Konkordats «Zürichsee, Linthkanal und Walensee» (Übereinkunft vom 10. September 1993, LS 923.72) und führt dessen Sekretariat, hat aber kein eigenes Walensee-Ufer. Eine Walensee-Variante entfällt daher.
- Volltexte der Grenzgewässer-Übereinkünfte nicht ausgewertet: Übereinkunft ZH/SH über die Fischerei in den zürcherisch-schaffhausischen Grenzabschnitten des Rheins vom 2./22. Dezember 1998 (LS 923.75); Übereinkunft ZH/SG über die zürcherisch-sanktgallischen Grenzgewässer vom 14./22. März 1946 (LS 923.73); Übereinkunft ZH/ZG über den zürcherisch-zugerischen Grenzabschnitt der Sihl vom 24./29. April 1947 (LS 923.74) samt Ausführungsbestimmungen vom 20. Oktober 1977 (LS 923.741); Übereinkunft ZH/SZ betreffend die Fischereiverhältnisse im Zürichsee vom 2./11. März 1887 (LS 923.71). Diese Erlasse sind über ZH-Lex referenziert, ein maschinenlesbarer Volltext liess sich nicht abrufen. Für die Sihl ist immerhin gesichert, dass das Äschenfangverbot die zürcherisch-zugerische Grenzstrecke ausdrücklich einschliesst.
- Die Töss wird in den Zürcher Erlassen nicht als eigenes Regime geführt; sie ist Pachtgewässer und fällt damit unter §§ 22–28 FiR ZH mit der im Pachtvertrag und Revierverzeichnis festgelegten Revierkategorie (F, G oder B). Welche Kategorie für welchen Töss-Abschnitt gilt, geht aus dem Revierverzeichnis der FJV hervor und wurde nicht abschliessend ermittelt. Gleiches gilt für Sihl, Thur und Glatt.
- Regenbogenforelle: Ob sie unter den Sammelbegriff «Forellen» der §§ 21, 26 und 27 FiR ZH fällt, ist aus dem Wortlaut nicht eindeutig ableitbar; kein belegter Wert.
- Die Tabelle in § 27 FiR ZH lässt in der Spalte «B-Reviere» die Felder für Äsche, Felche, Hecht, Zander und Barbe leer, ohne Legende. Ob damit «kein kantonales Mindestmass» oder «Art kommt dort nicht vor» gemeint ist, bleibt offen — diese Zellen sind als «nicht abschliessend geklärt» erfasst.
- § 28 FiR ZH erlaubt Pächterinnen, Pächtern und Inhaberinnen und Inhabern privater Fischereirechte, mit Zustimmung der FJV strengere Fang- und Schonbestimmungen zu erlassen. Revierindividuelle Verschärfungen sind daher möglich und in dieser Datei nicht abgebildet.
- Für den Seesaibling sowie die Äsche in Greifensee, Pfäffikersee und den kleinen Pacht-/Privatseen fehlt eine kantonale Schonzeit-Festlegung. Der Bund gibt in Art. 1 VBGF nur Mindestdauern in Wochen vor (Seesaibling 8, Äsche 10) und überlässt Beginn und Ende dem Kanton — eine solche Festlegung ist für diese Gewässer nicht auffindbar.
- Erlass-URLs: Für das Gesetz über die Fischerei (LS 923.1) liess sich kein direkter amtlicher Volltext-Link auf zh.ch/ZH-Lex abrufen. Die zitierten Paragraphen (§§ 5, 7, 9, 16, 22, 23, 24, 32, 42, 43) stammen aus der amtlichen ALN-Zusammenstellung «Fischereivorschriften gültig ab 1.1.2026» und aus den Ingressen der Fischereiverordnung sowie der Verfügung Äschenfangverbot. Das Erlassdatum «5. Dezember 1976» ist über das amtliche Register zur Zürcher Gesetzessammlung (Ausgabe 2022) bestätigt.
Häufige Fragen
Wo stehen die Schonzeiten für den Kanton Zürich?
Massgeblich ist Fischereiverordnung (vom 18. Juni 2008, Fassung OS-Band 63 (in Kraft seit 1. Januar 2009); Änderung § 12 in Kraft seit 1. November 2012 (RRB 11.7.2012)). Diese Seite gibt die Werte daraus wieder, jeweils mit Fundstelle. Verbindlich ist immer der amtliche Erlass in seiner geltenden Fassung.
Was gibt der Bund vor?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur Mindestdauern in Wochen — Forellen 16 Wochen in fliessenden Gewässern und 12 in stehenden, Seesaibling 8, Felchen 6, Äsche 10. Beginn und Ende legen die Kantone fest. In Art. 2 VBGF stehen Fangmindestmasse, die die Kantone erhöhen, aber nicht unterschreiten dürfen.
Gelten die Werte im ganzen Kanton Zürich?
Nein. Für 9 Arten gibt es Gewässer mit eigenen Werten — typischerweise Konkordatsseen, Grenzstrecken und Bergseen. Die Abweichungen stehen auf der jeweiligen Artseite unter „Abweichende Regeln".
Brauche ich für den Kanton Zürich ein Patent?
Die Fangberechtigung heisst hier Fischereipatent oder Fischereikarte. Welche Arten es gibt, was sie kosten und wo du sie beziehst, steht auf unserer Patent-Seite für diesen Kanton.
Gewässer im Kanton Zürich
4 Seen und 7 Flüsse im Kanton Zürich haben je eine eigene Gewässerseite — mit den Schonzeiten und Fangmassen aller Anliegerkantone nebeneinander und, wo der Bund misst, dem Beiss-Index. Bei 5 davon führt Zürich eigene Werte, die der Grundregel oben vorgehen — unten gekennzeichnet.
- Fischen im Zürichsee eigene Regeln
- Fischen im Greifensee eigene Regeln
- Fischen im Pfäffikersee eigene Regeln
- Fischen im Türlersee eigene Regeln
- Fischen im Rhein eigene Regeln
- Fischen in der Limmat
- Fischen in der Thur
- Fischen in der Sihl
- Fischen in der Töss
- Fischen in der Glatt
- Fischen in der Lorze
Weiter
Fischereipatent im Kanton Zürich — welche Berechtigung du brauchst, was sie kostet und wo du sie beziehst. Der Checker „Darf ich fischen?" beantwortet die Frage für ein konkretes Datum. Zum SaNa-Sachkundenachweis.
Trag dir diese Schonzeiten in den Schonzeit-Kalender ein — als Abo für Zürich, das sich jährlich wiederholt. Welche Ausübungsregeln daneben gelten (Nachtfischen, Widerhaken, Köderfisch, Fangstatistik), steht unter Fischereiregeln im Vergleich.
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