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See · LU · UR · SZ · OW · NW

Fischen im Vierwaldstättersee

Fünf Kantone, ein Konkordat — und mit dem Alpnachersee ein Becken mit eigener Hechtregel.

Vierwaldstättersee — See
Foto: Jvanree · CC0 · via Wikimedia Commons

Karte © Mapbox © OpenStreetMap · Marker auf der BAFU-Messstation · Tiefen/Seezeichen © OpenSeaMap-Mitwirkende (ODbL), auf Schweizer Seen nur stellenweise erfasst.

Beiss-Index Vierwaldstättersee

Wie stehen die Bedingungen gerade? Der Index verrechnet den Luftdruck-Trend der letzten sechs Stunden, die Wassertemperatur auf 1 m Tiefe, die Mondphase, den Pegel-Trend sowie Wind und Bewölkung. Welche Faktoren eingeflossen sind, steht darunter. Der Bund misst an Seen keine Wassertemperatur — für Vierwaldstättersee rechnet sie das Seemodell Alplakes der Eawag, Modellgebiet: Kreuztrichter- und Vitznauerbecken. Dazu kommen die Sprungschicht und ein Blick in die Tiefe: Im Sommer steht der Fisch nicht dort, wo das Wasser am wärmsten ist.

Messwerte werden geladen …

Wassertemperatur und Tiefenprofil dieses Sees: Alplakes (Eawag), Modell simstrat, Lizenz CC BY 4.0. Das Modell rechnet einmal täglich; die Werte sind eine Simulation, keine Messung an einer Boje.

Wer hier Recht setzt

Der Vierwaldstättersee berührt 5 Kantone. Massgeblich ist jeweils das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du stehst — bei Konkordatsgewässern zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Das ist kein Detail: Am selben See können je nach Ufer andere Schonzeiten und Fangmasse gelten.

Wer die Fangberechtigung ausgibt

Ohne Patent fischen?

Das Freiangelrecht gilt hier kantonsweise: Luzern, Uri, Schwyz und Nidwalden gewähren es ausdrücklich. Massgeblich ist das Recht des Kantons, an dessen Ufer du stehst; für die übrigen Anliegerkantone steht es auf deren Freiangelrecht-Seite.

Das Freiangelrecht nimmt die Patentpflicht ab — mehr nicht. Schonzeiten, Fangmasse, Schongebiete und die Regeln zu Köder und Haken gelten unverändert; welche das sind, steht auf der Freiangelrecht-Seite des Kantons mit Fundstelle.

Geregelte Arten am Vierwaldstättersee

Diese Arten sind in mindestens einem Anliegerkanton mit Schonzeit geführt. Die Werte gelten hier — wo der Kanton für den Vierwaldstättersee eine eigene Regel führt, steht sie in der Tabelle und ersetzt den Kantonswert.

Art LUURSZOWNW
Bachforelle 01.10.–25.12.
35 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–14.04.
22 cm
01.10.–25.12.
35 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–25.12.
35 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–25.12.
35 cm
Seeforelle 01.10.–25.12.
35 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–14.04.
35 cm
01.10.–25.12.
35 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–25.12.
35 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–25.12.
35 cm
Regenbogenforelle nicht abschliessend geklärt
nicht abschliessend geklärt
01.10.–14.04.
24 cm
nicht abschliessend geklärt
nicht abschliessend geklärt
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
Seesaibling 01.10.–25.12.
22 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–25.12.
22 cm
01.10.–25.12.
22 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–25.12.
22 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
01.10.–25.12.
22 cm
Bachsaibling nicht abschliessend geklärt
nicht abschliessend geklärt
01.10.–14.04.
24 cm
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
im Kantonsrecht nicht geführt
Felchen 15.10.–25.12.
30 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.10.–25.12.
30 cm
15.10.–25.12.
30 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.10.–25.12.
25 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.10.–25.12.
30 cm
Äsche 01.01.–30.09.
30 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.02.–30.04.
30 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.02.–30.04.
30 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.02.–30.04.
30 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.02.–30.04.
30 cm
Hecht 15.03.–30.04.
50 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.03.–30.04.
50 cm
15.03.–30.04.
50 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
keine Schonzeit
kein Fangmass
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.03.–30.04.
50 cm
Egli keine Schonzeit
15 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
keine Schonzeit
15 cm
keine Schonzeit
15 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
keine Schonzeit
15 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
im Kantonsrecht nicht geführt
15 cm
Zander 15.04.–31.05.
40 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.04.–31.05.
40 cm
15.04.–31.05.
40 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.04.–31.05.
40 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
15.04.–31.05.
40 cm
Aal ganzjährig geschont
50 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
im Kantonsrecht nicht geführt
50 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
nicht abschliessend geklärt
50 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
ganzjährig geschont
50 cm
eigene Regel für Vierwaldstättersee
im Kantonsrecht nicht geführt
50 cm
Nase ganzjährig geschont
im Kantonsrecht nicht geführt
eigene Regel für Vierwaldstättersee
ganzjährig geschont
im Kantonsrecht nicht geführt
eigene Regel für Vierwaldstättersee
ganzjährig geschont
im Kantonsrecht nicht geführt
eigene Regel für Vierwaldstättersee
ganzjährig geschont
im Kantonsrecht nicht geführt
eigene Regel für Vierwaldstättersee
ganzjährig geschont
im Kantonsrecht nicht geführt

Obere Zeile Schonzeit, darunter das Fangmass. Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Ohne Gewähr.

Eigene Regeln für den Vierwaldstättersee

Diese Werte weichen von der Grundregel des Kantons ab und gehen ihr vor. Die Spalte «Gilt für» sagt, worauf sich die Regel bezieht — teils auf einen Seeteil, teils auf eine bestimmte Fangart.

Art Kanton Gilt für Schonzeit Fangmass Fundstelle
Bachforelle LU Vierwaldstättersee (ganzer See) 01.10.–25.12. 35 cm § 18 Abs. 1a und § 19 Abs. 1a AB Vierwaldstättersee
Bachforelle SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) 01.10.–25.12. 35 cm § 18 Bst. a und § 19 Bst. a AB Vierwaldstättersee
Bachforelle OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) 01.10.–25.12. 35 cm § 18 Abs. 1 Bst. a und § 19 Abs. 1 Bst. a AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311), anwendbar über Art. 1 Abs. 3 und Art. 2 Abs. 2 Schonvorschriften OW
Seeforelle LU Vierwaldstättersee (ganzer See) 01.10.–25.12. 35 cm § 18 Abs. 1a und § 19 Abs. 1a AB Vierwaldstättersee
Seeforelle SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) 01.10.–25.12. 35 cm § 18 Bst. a und § 19 Bst. a AB Vierwaldstättersee
Seeforelle OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) 01.10.–25.12. 35 cm § 18 Abs. 1 Bst. a und § 19 Abs. 1 Bst. a AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311)
Seesaibling LU Vierwaldstättersee (ganzer See) 01.10.–25.12. 22 cm § 18 Abs. 1b und § 19 Abs. 1b AB Vierwaldstättersee
Seesaibling SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) 01.10.–25.12. 22 cm § 18 Bst. b und § 19 Bst. b AB Vierwaldstättersee
Seesaibling OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) 01.10.–25.12. 22 cm § 18 Abs. 1 Bst. b und § 19 Abs. 1 Bst. b AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311)
Felchen LU Vierwaldstättersee (ohne Alpnachersee) 15.10.–25.12. 30 cm § 18 Abs. 1d und § 19 Abs. 1d AB Vierwaldstättersee
Felchen SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) 15.10.–25.12. 30 cm § 18 Bst. d und § 19 Bst. d AB Vierwaldstättersee
Felchen OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) — Balchen/Felchen 15.10.–25.12. 25 cm § 18 Abs. 1 Bst. d und § 19 Abs. 1 Bst. e AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311)
Äsche LU Vierwaldstättersee (Luzerner Teil) 01.01.–30.09. 30 cm § 19 Abs. 1f AB Vierwaldstättersee (Fangmass) i. V. m. § 12 Abs. 1c FiV (Schonzeit); amtliche Tabelle lawa 'Fischereiausübung Vierwaldstättersee'
Äsche UR Urnersee / Vierwaldstättersee 15.02.–30.04. 30 cm Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe f und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe g AB VWS
Äsche SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) 15.02.–30.04. 30 cm § 18 Bst. f und § 19 Bst. g AB Vierwaldstättersee
Äsche OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) 15.02.–30.04. 30 cm § 18 Abs. 1 Bst. f und § 19 Abs. 1 Bst. g AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311)
Hecht LU Vierwaldstättersee (ohne Alpnachersee) 15.03.–30.04. 50 cm § 18 Abs. 1g und § 19 Abs. 1g AB Vierwaldstättersee
Hecht SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) 15.03.–30.04. 50 cm § 18 Bst. g und § 19 Bst. h AB Vierwaldstättersee
Hecht OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) keine Schonzeit kein Fangmass § 18 Abs. 1 Bst. g und § 19 Abs. 1 Bst. h AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311), beide per 01.01.2012 aufgehoben (Nachtrag vom 06.06.2011, OGS 2011, 76); gleichlautend im Ergebnis LU SRL 724b § 18 Bst. gbis und § 19 Bst. gbis «Hecht Alpnachersee: keine»
Egli LU Vierwaldstättersee keine Schonzeit 15 cm § 19 Abs. 1i AB Vierwaldstättersee
Egli SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) keine Schonzeit 15 cm § 19 Bst. k AB Vierwaldstättersee; in § 18 (Schonzeiten) nicht aufgeführt
Egli OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) keine Schonzeit 15 cm § 19 Abs. 1 Bst. k AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311); § 18 Abs. 1 nennt das Egli nicht
Zander LU Vierwaldstättersee 15.04.–31.05. 40 cm § 18 Abs. 1h und § 19 Abs. 1h AB Vierwaldstättersee
Zander SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) 15.04.–31.05. 40 cm § 18 Bst. h und § 19 Bst. i AB Vierwaldstättersee
Zander OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) 15.04.–31.05. 40 cm § 18 Abs. 1 Bst. h und § 19 Abs. 1 Bst. i AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311)
Aal LU Vierwaldstättersee ganzjährig geschont 50 cm Art. 2a Abs. 1 VBGF; § 19 Abs. 1k AB Vierwaldstättersee; amtliche Tabelle lawa
Aal UR Urnersee / Vierwaldstättersee im Kantonsrecht nicht geführt 50 cm Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe l AB VWS
Aal SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) nicht abschliessend geklärt 50 cm § 19 Bst. l AB Vierwaldstättersee
Aal OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) ganzjährig geschont 50 cm Fangmass: § 19 Abs. 1 Bst. l AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311). Ganzjähriges Fangverbot: Art. 2a Abs. 1 VBGF i. V. m. Anhang 1 VBGF; Merkblatt OW 2026, Spalte Alpnachersee «ganzjährig»
Nase LU Vierwaldstättersee ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt § 18 Abs. 1i AB Vierwaldstättersee
Nase UR Urnersee / Vierwaldstättersee ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe i AB VWS
Nase SZ Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil) ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt § 18 Bst. i AB Vierwaldstättersee (Schonzeit 1. Januar bis 31. Dezember)
Nase OW Alpnachersee (Vierwaldstättersee) ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt § 18 Abs. 1 Bst. i AB Vierwaldstättersee (GDB 651.311): 1. Januar bis 31. Dezember

Bachforelle, Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil): Der Erlass spricht allgemein von «Forellen».

Bachforelle, Alpnachersee (Vierwaldstättersee): Vom Merkblatt 2026 bestätigt (Spalte Alpnachersee: 01.10.–25.12. / 35 cm).

Seeforelle, Vierwaldstättersee (ganzer See): Fortpflanzungsprodukte der Seeforelle aus Zuflüssen und Abfluss sind Eigentum der Kantone und grundsätzlich ins Herkunftsgewässer einzusetzen (§ 27 Abs. 2 AB).

Seeforelle, Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil): Der Erlass spricht allgemein von «Forellen».

Seesaibling, Vierwaldstättersee (ganzer See): Dort als 'Rötel (Seesaibling)' bezeichnet.

Seesaibling, Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil): Dort als «Rötel (Seesaibling)» bzw. «Rötel» bezeichnet.

Seesaibling, Alpnachersee (Vierwaldstättersee): Die Schonzeit endet hier sechs Tage früher als im übrigen Kanton.

Felchen, Vierwaldstättersee (ohne Alpnachersee): Dort als 'Balchen/Felchen' bezeichnet.

Felchen, Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil): Dort als «Balchen/Felchen». Für den Alpnachersee gilt ein reduziertes Fangmindestmass von 25 cm (§ 19 Bst. e) — der Alpnachersee liegt jedoch nicht im Kanton Schwyz. Der sommerlaichende «Edelfisch» ist eine eigene Position (siehe Art edelfisch), das «Albeli» ebenfalls (siehe Art albeli).

Felchen, Alpnachersee (Vierwaldstättersee) — Balchen/Felchen: § 19 Abs. 1 Bst. d setzt für Balchen/Felchen im Vierwaldstättersee generell 30 cm fest; Bst. e senkt das Mass für den Alpnachersee ausdrücklich auf 25 cm. Vom Merkblatt 2026 bestätigt.

Äsche, Vierwaldstättersee (Luzerner Teil): Achtung: § 18 Abs. 1f AB Vierwaldstättersee nennt für den ganzen See die kürzere Schonzeit 15.02.–30.04. Der Kanton Luzern publiziert für seinen Seeteil jedoch die strengere kantonale Schonzeit 01.01.–30.09. (§ 6 AB erlaubt den Kantonen strengere Bestimmungen). Für die Seeteile der Kantone UR, SZ, OW und NW ist die jeweilige kantonale Regelung zu prüfen.

Äsche, Urnersee / Vierwaldstättersee: Die Konkordats-Ausführungsbestimmungen sehen nur eine befristete Schonzeit vor. Uri geht mit Artikel 3 Absatz 2 FiR bewusst darüber hinaus und verbietet den Fang ganzjährig; strengere kantonale Regeln sind nach Artikel 6 AB VWS zulässig und gehen vor. Massgebend für Urner Anglerinnen und Angler ist deshalb das ganzjährige Fangverbot (so auch das Merkblatt Angelfischerei, Stand 01.12.2025).

Äsche, Alpnachersee (Vierwaldstättersee): Deutlich abweichend vom übrigen Kanton: kürzere Schonzeit im Frühjahr und tieferes Fangmass (30 statt 38 cm). Vom Merkblatt 2026 bestätigt.

Hecht, Alpnachersee (Vierwaldstättersee): Für den Alpnachersee gilt ausdrücklich keine Hecht-Schonzeit und kein Hecht-Fangmindestmass. Zwei unabhängige amtliche Publikationen desselben Konkordatstextes bestätigen das: Obwalden führt die Buchstaben als aufgehoben (Nachtrag der Fischereikommission vom 06.06.2011, in Kraft seit 01.01.2012); Luzern publiziert stattdessen die Grundregel «Hecht 15. März bis 30. April» bzw. «Hecht 50 cm» und setzt für den Alpnachersee einen eigenen Buchstaben gbis mit dem Wert «keine Schonzeit». Die Urner Fassung (RB 40.3233, Stand 01.09.2023) publiziert nur die Grundregel (Schonzeit 15.03.–30.04., Fangmass 50 cm) ohne Alpnachersee-Ausnahme; sie betrifft jedoch nicht das Obwaldner Seegebiet. Der Alpnachersee liegt im Kanton Obwalden, weshalb die Obwaldner und Luzerner Publikation massgebend sind.

Egli, Vierwaldstättersee: In § 18 AB (Schonzeiten) nicht aufgeführt; lawa publiziert «keine Schonzeit».

Zander, Vierwaldstättersee: Schonzeitbeginn zwei Wochen später als nach FiV LU.

Zander, Alpnachersee (Vierwaldstättersee): Vom Merkblatt 2026 bestätigt.

Aal, Vierwaldstättersee: § 20 Abs. 3 AB Vierwaldstättersee erlaubt die Nachtfischerei auf Aale und Trüschen von öffentlich zugänglichen Ufern aus — diese Bestimmung ist wegen des Aal-Fangverbots nur noch für Trüschen von Bedeutung.

Aal, Urnersee / Vierwaldstättersee: Die AB VWS nennen für den Aal ein Fangmindestmass von 50 cm, aber keine Schonzeit. Das strengere Urner Fangverbot (Artikel 3 Absatz 2 FiR) geht vor.

Aal, Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil): Die AB Vierwaldstättersee nennen ein Fangmindestmass von 50 cm, aber keine Schonzeit. Der Kanton Luzern publiziert für denselben See für den Aal ein Fangverbot (Art. 2a VBGF). Für den Kanton Schwyz liegt keine amtliche Bestätigung vor; deshalb «nicht abschliessend geklärt» statt eines geratenen Werts. § 20 Abs. 3 AB erlaubt die Nachtfischerei auf Aale von öffentlich zugänglichen Ufern aus.

Aal, Alpnachersee (Vierwaldstättersee): Das Konkordat führt für den Aal ein Fangmindestmass von 50 cm. Das bundesrechtliche Fangverbot nach Art. 2a VBGF knüpft jedoch allein an Schonzeiten und Fangmindestmasse nach Art. 1 und 2 VBGF an — ein kantonales bzw. interkantonales Fangmass hebt es nicht auf. Der Kanton Obwalden setzt den Aal im Merkblatt 2026 folgerichtig auch für den Alpnachersee auf «ganzjährig». Für die Praxis gilt die strengere Angabe: Aale dürfen nicht behändigt werden. Die Nachtfischerei auf Aale ist am Vierwaldstättersee von öffentlich zugänglichen Ufern aus vom Nachtfischverbot ausgenommen (§ 20 Abs. 3 AB Vierwaldstättersee).

Nase, Vierwaldstättersee: Schonzeit 1. Januar bis 31. Dezember.

Nase, Urnersee / Vierwaldstättersee: Ganzjährige Schonzeit, also faktisches Fangverbot.

Nase, Vierwaldstättersee (schwyzerischer Seeteil): Ganzjährig geschont, faktisch Fangverbot. § 19 nennt kein Fangmindestmass für die Nase.

Achtung bei 8 Arten: Die Anliegerkantone regeln Bachforelle, Seeforelle, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Äsche, Hecht, Egli, Aal unterschiedlich. Wer am Vierwaldstättersee die Kantonsgrenze überquert, fischt unter anderen Vorschriften.

Messstation

StationLuzern (2207)
BetreiberBundesamt für Umwelt BAFU, Hydrologie
GemessenPegel
Höhe über Meerrund 434 m
Koordinaten47.0549, 8.3198

Für dieses Gewässer misst der Bund keine Wassertemperatur — an Seen erfasst die BAFU nur den Pegel. Wir übertragen deshalb keine Temperatur von einem Zufluss: Ein See schichtet sich, ein Fluss nicht, und eine übernommene Zahl wäre schlicht falsch. Die Temperatur oben im Beiss-Index kommt aus dem Seemodell simstrat der Eawag und ist als Simulation ausgewiesen.

Häufige Fragen

Welche Regeln gelten am Vierwaldstättersee?

Der Vierwaldstättersee grenzt an 5 Kantone: Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden. Massgeblich ist das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du fischst; bei Konkordatsgewässern gilt zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Die Werte stehen auf den verlinkten Kantonsseiten.

Darf ich am Vierwaldstättersee ohne Patent fischen?

Ja, vom Ufer aus. Luzern gewährt hier ein Freiangelrecht. Uri gewährt hier ein Freiangelrecht. Schwyz gewährt hier ein Freiangelrecht — mit kostenloser Freiangelkarte und SaNa. Nidwalden gewährt hier ein Freiangelrecht. Es befreit von der Patentpflicht, sonst von nichts: Schonzeiten, Fangmasse, Schongebiete und die Vorgaben zu Rute, Köder und Haken gelten weiter. Sie stehen mit Fundstelle auf der Freiangelrecht-Seite des Kantons.

Brauche ich am Vierwaldstättersee ein Patent?

Für alles, was über die Freiangelei hinausgeht, ja. Das Freiangelrecht deckt hier nur das Fischen vom Ufer mit einfachem Gerät ab; wer mehr Ruten führen, vom Boot fischen oder anderes Gerät einsetzen will, braucht eine Fangberechtigung. Welche Patentarten es gibt und was sie kosten, steht auf der Patentseite des jeweiligen Kantons.

Wie warm ist das Wasser im Vierwaldstättersee?

Die Temperatur steht oben im Beiss-Index. Sie stammt nicht von der BAFU — der Bund misst an Seen nur den Pegel, seine 83 Temperaturstationen liegen an Flüssen. Gerechnet wird sie vom Seemodell simstrat der Eawag (Alplakes), einmal täglich, als Simulation und nicht als Messung an einer Boje. Es nennt neben der Oberfläche auch die Sprungschicht: Im Sommer steht der Fisch nicht dort, wo das Wasser am wärmsten ist.

Woher stammen die Messwerte?

Von der Messstation Luzern der BAFU-Hydrologie (Stations-ID 2207), ergänzt um Luftdruck, Wind und Bewölkung von Open-Meteo. Beide Quellen sind auf jeder Seite genannt und verlinkt.

Weiter

Ob du heute entnehmen darfst, klärt der Checker „Darf ich fischen?". Die Bundesvorgaben stehen unter Schonzeiten, die Berechtigung — inklusive Patentpreisen — unter Patent Luzern, Patent Uri, Patent Schwyz, Patent Obwalden, Patent Nidwalden. Ob du hier ohne Patent fischen darfst, steht unter Freiangelrecht Luzern, Freiangelrecht Uri, Freiangelrecht Schwyz, Freiangelrecht Obwalden, Freiangelrecht Nidwalden.

Fischarten im Vierwaldstättersee

Diese Arten führen wir mit einem Porträt, das der Vierwaldstättersee ausdrücklich nennt. Das ist eine Auswahl typischer Zielfische, keine vollständige Bestandsliste — welche Arten hier tatsächlich vorkommen und gefangen werden dürfen, richtet sich nach dem Erlass, der für dieses Gewässer gilt, und der Rechtstabelle oben.

Weitere Seen

Alle Gewässer im Überblick