Fluss · SZ · ZG · ZH
Fischen in der Sihl
Vom Sihlsee mitten durch Zürich — die Grenzstrecke Zürich–Zug hat eine eigene Übereinkunft.
Karte © Mapbox © OpenStreetMap · Marker auf der BAFU-Messstation · Tiefen/Seezeichen © OpenSeaMap-Mitwirkende (ODbL), auf Schweizer Seen nur stellenweise erfasst.
Beiss-Index Sihl
Wie stehen die Bedingungen gerade? Der Index verrechnet den Luftdruck-Trend der letzten sechs Stunden, die Wassertemperatur der BAFU-Station Zürich, die Mondphase, den Pegel-Trend sowie Wind und Bewölkung. Welche Faktoren eingeflossen sind, steht darunter.
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Wer hier Recht setzt
Die Sihl berührt 3 Kantone. Massgeblich ist jeweils das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du stehst — bei Konkordatsgewässern zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Das ist kein Detail: Am selben Fluss können je nach Abschnitt andere Schonzeiten und Fangmasse gelten.
- Schonzeiten und Fangmasse Schwyz · Patent SZ
- Schonzeiten und Fangmasse Zug · Patent ZG
- Schonzeiten und Fangmasse Zürich · Patent ZH
Wer die Fangberechtigung ausgibt
- Schwyz: Die Berechtigung kommt als Fischereipatent vom Kanton — Patent Ia für die Seefischerei vom Ufer, Ib zusätzlich vom Boot, II für die Fliessgewässer.
- Zug: Für die Zuger Fliess- und Kleingewässer gibt es kein Patent, sondern Pachtreviere und private Fischereirechte; einzelne Korporationen geben Anglerkarten ab. Fischereigesetzgebung des Kantons Zug (BGS 933.11)
- Zürich: Die Sihl ist in Fischereireviere verpachtet. Die Fischereikarte gibt die Pächterin oder der Pächter des jeweiligen Reviers aus, nicht der Kanton — ein kantonales Patent besteht für dieses Gewässer nicht. Fischereirevierverzeichnis des Kantons Zürich
Reviergrenzen sind als Strecke beschrieben («von der Brücke X bis zum Steg Y»). Wo zwischen zwei Revieren eine Lücke liegt, gibt es für dieses Stück weder Pächterin noch Patent — und damit keine Berechtigung.
Geregelte Arten an der Sihl
Diese Arten sind in mindestens einem Anliegerkanton mit Schonzeit geführt. Die Werte gelten hier — wo der Kanton für die Sihl eine eigene Regel führt, steht sie in der Tabelle und ersetzt den Kantonswert.
| Art | SZ | ZG | ZH |
|---|---|---|---|
| Bachforelle | 16.09.–31.03. 28–38 cm eigene Regel für Sihl | 01.10.–29.02. 25 cm eigene Regel für Sihl | 16.10.–15.03. 28 cm |
| Seeforelle | 16.08.–31.03. 35 cm | 01.10.–29.02. 24 cm | 01.10.–25.12. 40 cm |
| Regenbogenforelle | nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt | 01.10.–29.02. 25 cm eigene Regel für Sihl | nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt |
| Seesaibling | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt | 15.10.–15.01. 22 cm | 01.10.–25.12. 25 cm |
| Felchen | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt eigene Regel für Sihl | 15.11.–31.01. 26 cm | 20.11.–31.12. 25 cm |
| Äsche | 16.09.–30.04. 32 cm | 01.02.–30.04. 30 cm eigene Regel für Sihl | ganzjährig geschont 35 cm |
| Lachs | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt | ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt |
| Hecht | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt eigene Regel für Sihl | 01.03.–30.04. 50 cm | 01.03.–30.04. 45 cm |
| Egli | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt eigene Regel für Sihl | keine Schonzeit 15 cm | keine Schonzeit kein Fangmass |
| Zander | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt eigene Regel für Sihl | keine Schonzeit kein Fangmass | 01.04.–31.05. 40 cm |
| Aal | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt | ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt | ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt |
| Nase | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt | ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt | ganzjährig geschont im Kantonsrecht nicht geführt |
Obere Zeile Schonzeit, darunter das Fangmass. Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Ohne Gewähr.
Eigene Regeln für die Sihl
Diese Werte weichen von der Grundregel des Kantons ab und gehen ihr vor. Die Spalte «Gilt für» sagt, worauf sich die Regel bezieht — teils auf einen Seeteil, teils auf eine bestimmte Fangart.
| Art | Kanton | Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Bachforelle | SZ | Sihl, Alp und Muota (Entnahmefenster) | 16.09.–31.03. | 28–38 cm | § 3 Abs. 4 AB Fliessgewässer |
| Bachforelle | ZG | Sihl, zürcherisch-zugerische Grenzstrecke (Pachtreviere) | 01.10.–29.02. | 25 cm | § 25 Abs. 1 Bst. a und § 26 Abs. 1 Bst. a AB Sihl ZH/ZG |
| Regenbogenforelle | ZG | Sihl, zürcherisch-zugerische Grenzstrecke (Pachtreviere) | 01.10.–29.02. | 25 cm | § 25 Abs. 1 Bst. b und § 26 Abs. 1 Bst. b AB Sihl ZH/ZG |
| Felchen | SZ | Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen) | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Äsche | ZG | Sihl, zürcherisch-zugerische Grenzstrecke (Pachtreviere) | 01.02.–30.04. | 30 cm | § 25 Abs. 1 Bst. c und § 26 Abs. 1 Bst. c AB Sihl ZH/ZG |
| Hecht | SZ | Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen) | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Egli | SZ | Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen) | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
| Zander | SZ | Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen) | im Kantonsrecht nicht geführt | im Kantonsrecht nicht geführt | — |
Bachforelle, Sihl, Alp und Muota (Entnahmefenster): Entnahmefenster: entnommen werden dürfen Bachforellen von 28–38 cm sowie zusätzlich Fische ab 48 cm. Fische zwischen 38 und 48 cm sind zurückzusetzen. Das Höchstmass von 38 cm gilt also nur für das untere Fenster.
Bachforelle, Sihl, zürcherisch-zugerische Grenzstrecke (Pachtreviere): Erlasswortlaut «1. Oktober bis Ende Februar». Zusätzlich ist die Angelfischerei dort vom 1. Oktober bis 31. Januar generell untersagt (§ 24 AB Sihl).
Regenbogenforelle, Sihl, zürcherisch-zugerische Grenzstrecke (Pachtreviere): Erlasswortlaut «1. Oktober bis Ende Februar».
Felchen, Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen): Die AB Fliessgewässer führen weder Schonzeit noch Fangmindestmass für Felchen.
Äsche, Sihl, zürcherisch-zugerische Grenzstrecke (Pachtreviere): Vom 1. Februar bis 30. April ist die Angelfischerei dort nur von der Wasserlinie oder vom Boot aus gestattet (§ 24 AB Sihl).
Hecht, Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen): Die AB Fliessgewässer nennen den Hecht nicht.
Egli, Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen): Die AB Fliessgewässer nennen das Egli nicht.
Zander, Fliessgewässer im ganzen Kanton (inkl. Sihl, Alp, Muota sowie die Ausgleichsbecken Sali, Waldi, Riedplätz, Grüenenwald und Rempen): Die AB Fliessgewässer nennen den Zander nicht.
Achtung bei 12 Arten: Die Anliegerkantone regeln Bachforelle, Seeforelle, Regenbogenforelle, Seesaibling, Felchen, Äsche, Lachs, Hecht, Egli, Zander, Aal, Nase unterschiedlich. Wer an der Sihl die Kantonsgrenze überquert, fischt unter anderen Vorschriften.
Messstation
| Station | Zürich (2176) |
| Betreiber | Bundesamt für Umwelt BAFU, Hydrologie |
| Gemessen | Pegel · Abfluss · Wassertemperatur |
| Höhe über Meer | rund 410 m |
| Koordinaten | 47.3677, 8.5262 |
Häufige Fragen
Welche Regeln gelten an der Sihl?
Die Sihl grenzt an 3 Kantone: Schwyz, Zug, Zürich. Massgeblich ist das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du fischst; bei Konkordatsgewässern gilt zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Die Werte stehen auf den verlinkten Kantonsseiten.
Brauche ich an der Sihl ein Patent?
In aller Regel ja — die Fangberechtigung ist kantonal. Welche Patentarten es gibt, was sie kosten und ob ein Freiangelrecht besteht, steht auf der Patentseite des jeweiligen Kantons.
Wie warm ist das Wasser in der Sihl?
Die aktuelle Wassertemperatur der BAFU-Station steht oben im Beiss-Index und wird alle zehn Minuten nachgeführt. Ab etwa 23 °C wird es für Salmoniden kritisch, und Kantone verhängen dann teils Hitze-Fischereiverbote.
Woher stammen die Messwerte?
Von der Messstation Zürich der BAFU-Hydrologie (Stations-ID 2176), ergänzt um Luftdruck, Wind und Bewölkung von Open-Meteo. Beide Quellen sind auf jeder Seite genannt und verlinkt.
Weiter
Ob du heute entnehmen darfst, klärt der Checker „Darf ich fischen?". Die Bundesvorgaben stehen unter Schonzeiten, die Berechtigung — inklusive Patentpreisen — unter Patent Schwyz, Patent Zug, Patent Zürich. Ob du hier ohne Patent fischen darfst, steht unter Freiangelrecht Schwyz, Freiangelrecht Zug, Freiangelrecht Zürich.
Fischarten in der Sihl
Diese Arten führen wir mit einem Porträt, das die Sihl ausdrücklich nennt. Das ist eine Auswahl typischer Zielfische, keine vollständige Bestandsliste — welche Arten hier tatsächlich vorkommen und gefangen werden dürfen, richtet sich nach dem Erlass, der für dieses Gewässer gilt, und der Rechtstabelle oben.