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Schonzeit

Schonzeit Äsche im Kanton Zürich

Die Äsche ist im Kanton Zürich ganzjährig geschont. Es gibt kein Zeitfenster, in dem eine Entnahme zulässig wäre. Das Fangmindestmass beträgt 35 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.

Stand 07. September

Ganzjährig geschont

Diese Art darf in diesem Kanton zu keiner Zeit entnommen werden.

Kantonale Schonzeit im Kanton Zürich im Jahresverlauf

Bund und Kanton — beide Ebenen

Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz

Schonzeit
mindestens 10 Wochen
Fangmindestmass
28 cm

VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2

Kanton Zürich — das gilt vor Ort

Schonzeit
ganzjährig geschont
Fangmass
35 cm

Verfügung ALN vom 31. März 2026 (Ziff. I), gestützt auf Art. 5 Abs. 2 BGF, Art. 1 Abs. 3 VBGF und § 43 FiG ZH; daneben § 26 und § 27 FiR ZH

AngabeWert
Fischart Äsche (Thymallus thymallus)
KantonZürich (ZH)
Schonzeitganzjährig geschont
Fangmass35 cm
FundstelleVerfügung Äschenfangverbot 2026–2029, Verfügung ALN vom 31. März 2026 (Ziff. I), gestützt auf Art. 5 Abs. 2 BGF, Art. 1 Abs. 3 VBGF und § 43 FiG ZH; daneben § 26 und § 27 FiR ZH

Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

Was du dazu wissen solltest

Abweichende Regeln im Kanton Zürich

Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Zürich. In den folgenden Gewässern gilt für Äsche etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:

Gilt fürSchonzeitFangmassFundstelle
Pachtgewässer, Revierkategorien F und G sowie Rhein — reguläre Regelung nach Ablauf des Fangverbots01.02.–30.04.35 cm§ 26 und § 27 FiR ZH
Zürichsee und Oberseeganzjährig geschont32 cm§ 4 und § 5 AB Zürichsee/Obersee
Greifensee, Pfäffikersee, Pacht- und Privatseen (§§ 15–21 FiR ZH)nur Bundesvorgabenur BundesvorgabeArt. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 VBGF
Pachtgewässer, Revierkategorie B01.02.–30.04.nicht abschliessend geklärt§ 26 FiR ZH (Schonzeit); § 27 FiR ZH ohne Eintrag in der Spalte B-Reviere

Pachtgewässer, Revierkategorien F und G sowie Rhein — reguläre Regelung nach Ablauf des Fangverbots:Gilt erst wieder, wenn das befristete Fangverbot ausläuft (frühestens 1. Oktober 2029) und nicht erneut verlängert wird.

Zürichsee und Obersee:§ 4 AB: «Äsche — ganzjährig geschützt» (Neuerung der Änderung vom 16. Juni 2025, in Kraft seit 1.1.2026). Das in § 5 AB weiterhin genannte Fangmindestmass von 32 cm läuft damit praktisch leer.

Greifensee, Pfäffikersee, Pacht- und Privatseen (§§ 15–21 FiR ZH):Die Äsche fehlt im Katalog von § 21 FiR ZH für diese Gewässer. Bundes-Baseline: Schonzeit mindestens 10 Wochen, Fangmindestmass 28 cm.

Pachtgewässer, Revierkategorie B:Das Feld «Äsche / B-Reviere» ist in § 27 FiR ZH leer, eine Legende fehlt. Subsidiär greift wohl das Bundesmass von 28 cm — kantonal nicht belegt.

Weitere Vorschriften im Kanton Zürich

Der Kanton Zürich kennt vier Gewässer-Regime mit je eigenen Schonzeiten und Fangmassen: (1) Zürichsee und Obersee nach den interkantonalen Ausführungsbestimmungen des Konkordats Zürichsee/Linthkanal/Walensee (§§ 2–19 AB); (2) Greifensee und Pfäffikersee sowie die Pacht- und Privatgewässer Türlersee, Katzensee, Hüttnersee, Egelsee, Lützelsee, Bichelsee, Mettmenhaslisee, Husemersee und die Kleingewässer der Gemeinde Ossingen (§§ 15–21 FiR ZH); (3) alle übrigen Pachtgewässer und Gewässer mit Sonderrechten, unterteilt in die Revierkategorien F (Flussreviere), G (Forellengewässer mit gemischtem Bestand und/oder Weiher) und B (Fliessgewässer mit vorwiegendem Forellenbestand) (§§ 22–28 FiR ZH); (4) der Rhein als eigene Spalte im Fangmindestmass-Katalog (§ 27 FiR ZH). Weitere Kernpunkte: Tagesfanglimiten (§ 20 FiR ZH bzw. § 14 AB Zürichsee); ganzjähriger Schutz aller Fischarten mit Gefährdungsstatus 0 oder 1 nach Anhang 1 VBGF sowie von Steinkrebs und Dohlenkrebs (§ 14 FiR ZH); Angeln mit der Absicht des Zurücksetzens ist nach Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchV verboten, die Hälterung lebender Fische ist untersagt (§ 11 Abs. 3 FiR ZH, § 15 Abs. 2 AB Zürichsee); Widerhaken sind nur als Einzelhaken und nur für Personen mit Sachkundeausweis erlaubt (§ 19 FiR ZH, § 12 lit. c AB Zürichsee); nur tote Köderfische aus demselben Gewässer (§ 12 FiR ZH, § 8 AB Zürichsee); künstliche Fischaufstiegshilfen sind Schongebiet und dürfen nicht befischt werden (§ 25 FiR ZH); in Fliessgewässern der Revierkategorien G und B darf nur während der Forellenfangsaison gefischt werden, stehende Gewässer aller Kategorien ganzjährig (§ 24 FiR ZH); im Zürichsee/Obersee ist die Angelfischerei zeitlich begrenzt (Sommerzeit 04.00–23.00, übrige Zeit 05.00–22.00, § 16 AB); Fischereiverbot im Radius von 100 m um 13 Bachmündungen des Zürichsees vom 16. November bis 31. Januar zum Schutz der Seeforellen (Anhang V AB Zürichsee); Pächterinnen und Pächter dürfen mit Zustimmung der FJV strengere Schon- und Fangbestimmungen erlassen (§ 28 FiR ZH) — die Revierregeln können also über den kantonalen Katalog hinausgehen.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage 1
Verfügung: Befristetes Äschenfangverbot für alle Zürcher Gewässer bis Ende September 2029 (—)
Fundstelle
Verfügung ALN vom 31. März 2026 (Ziff. I), gestützt auf Art. 5 Abs. 2 BGF, Art. 1 Abs. 3 VBGF und § 43 FiG ZH; daneben § 26 und § 27 FiR ZH
Fassung
Verfügung des Amts für Landschaft und Natur vom 31. März 2026, Fangverbot vom 1. Oktober 2026 bis 30. September 2029; nahtlose Fortsetzung der Verfügung vom 2023 (Fangverbot 1.10.2023–30.9.2026)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wann ist die Schonzeit bei Äsche im Kanton Zürich?

Äsche ist im Kanton Zürich ganzjährig geschont — eine Entnahme ist zu keiner Zeit zulässig. Rechtsgrundlage ist Verfügung Äschenfangverbot 2026–2029, Verfügung ALN vom 31. März 2026 (Ziff. I), gestützt auf Art. 5 Abs. 2 BGF, Art. 1 Abs. 3 VBGF und § 43 FiG ZH.

Wie gross muss die Äsche sein, damit man sie mitnehmen darf?

Das Fangmindestmass beträgt 35 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.

Gilt die Regel im ganzen Kanton Zürich?

Nein. im Kanton Zürich gelten für Äsche in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Pachtgewässer, Revierkategorien F und G sowie Rhein — reguläre Regelung nach Ablauf des Fangverbots, Zürichsee und Obersee, Greifensee, Pfäffikersee, Pacht- und Privatseen (§§ 15–21 FiR ZH), Pachtgewässer, Revierkategorie B. Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".

Was gibt der Bund vor und was der Kanton?

Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.

Weiter prüfen

Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Äsche gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Äsche im Kanton Zürich steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Zürich erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.

Mehr zur Art: Äsche — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Zürich lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Äsche wieder frei wird.

Äsche in anderen Kantonen

Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Äsche Schonzeit".

Andere Fischarten im Kanton Zürich

Alle Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Zürich im Überblick