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Schonzeiten

Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Genf

Alle Arten, die das Fischereirecht des Kantons Genf führt — mit Schonzeit, Fangmass und Fundstelle im amtlichen Erlass. Die Werte stehen über der Untergrenze des Bundes, die für die ganze Schweiz gilt.

Art Schonzeit Fangmass Fundstelle
Bachforelle +6 ab 01.10 25 cm art. 21 let. a et art. 15 al. 2 let. a ch. 4 RPêche GE
Seeforelle +1 ab 01.10 25 cm art. 21 let. a et art. 15 al. 2 let. a RPêche GE
Regenbogenforelle ab 01.10 25 cm art. 21 let. a et art. 15 al. 2 let. a RPêche GE
Seesaibling +1 nicht abschliessend geklärt 30 cm art. 15 al. 2 let. c RPêche GE
Bachsaibling im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt
Felchen +1 nicht abschliessend geklärt 30 cm art. 15 al. 2 let. d RPêche GE
Äsche +4 ab 01.10 35 cm art. 21 let. b et art. 15 al. 2 let. b RPêche GE
Hecht +1 01.04.–20.04. 45 cm art. 21 let. c et art. 15 al. 2 let. e RPêche GE
Egli +1 01.05.–25.05. 15 cm art. 21 let. d et art. 15 al. 2 let. f RPêche GE
Zander nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt
Trüsche nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt
Wels nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt
Aal nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt
Karpfen keine Schonzeit 20 cm art. 15 al. 2 let. h RPêche GE
Schleie keine Schonzeit 20 cm art. 15 al. 2 let. g RPêche GE
Lachs im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt
Alet im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt
Rotauge im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt
Brachsme im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt
Barbe nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt
Nase nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt

„+n" heisst: In n Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Werte — Konkordatsseen, Grenzstrecken, Bergseen. Details auf der jeweiligen Artseite. Ohne Gewähr.

Besonderheiten im Kanton Genf

Der Kanton Genf unterscheidet drei grosse Gewässerräume: (1) den Genfersee, der in erster Linie den internationalen und interkantonalen Vereinbarungen untersteht (art. 2 al. 2 RPêche: Das kantonale Recht gilt für den Genfersee nur, soweit es dem französisch-schweizerischen Abkommen nicht widerspricht); (2) die Rhone, in die Abschnitte 1 bis 5 unterteilt, je mit eigenen Massen und Zeiten; (3) die übrigen Fliessgewässer (Arve, Aire, Allondon, Versoix usw.). Die allgemeinen Öffnungszeiten stehen in art. 18 RPêche: ganzjährig in der Rhone zwischen der Passerelle du Lignon und den Bojen oberhalb des Wehrs von Verbois sowie ab unterhalb der Brücke von La Plaine bis zum Verlassen des Genfer Kantonsgebiets; vom ersten Samstag im März bis zum 30. November in den Rhone-Abschnitten 1, 2 und 3, in der Arve und in der Aire; vom 1. bis 31. Dezember in den Arve-Abschnitten 6 und 7 (Jonction–Pont de Vessy) unter den Bedingungen von art. 21 let. b ch. 2; vom ersten Samstag im März bis zum 31. Oktober im Rhone-Abschnitt 4 bis zur Brücke von La Plaine; vom ersten Samstag im März bis zum 30. September in allen übrigen Flüssen; vom zweiten Samstag im März bis zum 30. September in sämtlichen Grenzabschnitten zu Frankreich (ausser der Rhone). Die artspezifischen Schonzeiten (art. 21 RPêche) überlagern diese allgemeinen Zeiten. Die Werte des Genfersees — Fangmindestmasse nach art. 38 al. 2 und Schonzeiten nach art. 39 des Règlement Léman (SR 0.923.211, in Kraft seit 01.01.2026) — stehen bei der jeweiligen Art als Variante. Sie gehen dem kantonalen Recht vor (art. 2 al. 2 RPêche).

Wie gemessen wird

art. 15 al. 1 RPêche GE: «Die Länge des Fisches wird von der Schnauzenspitze bis zum Ende der normal ausgebreiteten Schwanzflosse gemessen.» Diese Regel entspricht Art. 2 Abs. 2 VBGF (SR 923.01).

Erlasse, auf denen diese Seite fusst

Für den Kanton Genf wurden 4 Erlasse im Volltext ausgewertet, dazu das Bundesrecht. Jeder Wert in der Tabelle trägt seine Fundstelle.

Rechtsgrundlage 1
Loi sur la pêche (LPêche) du 20 octobre 1994 (rs/GE M 4 06)
Fassung
du 20 octobre 1994, version consolidée en vigueur (état 2026)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Règlement d'application de la loi sur la pêche (RPêche) du 15 décembre 1999 (rs/GE M 4 06.01)
Fassung
du 15 décembre 1999, version consolidée en vigueur (état 2026)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 3
Règlement d'application de l'Accord entre le Conseil fédéral suisse et le Gouvernement de la République française concernant la pêche dans le Lac Léman (RS 0.923.211)
Fassung
adopté par la Commission consultative le 19 décembre 2024, conclu par échange de notes des 9 septembre / 21 octobre 2025, en vigueur depuis le 1er janvier 2026 (état le 1er janvier 2026)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 4
Règlement d'exécution du concordat intercantonal sur la pêche dans le lac Léman (RCPL) du 20 décembre 2000 (rs/GE M 4 03.01)
Fassung
du 20 décembre 2000, en vigueur depuis le 1er janvier 2001 (concordat intercantonal GE/VD/VS; concerne surtout les engins de la pêche professionnelle, renvoie pour les statistiques au règlement d'application de l'accord franco-suisse)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 5
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Was wir offen lassen

Ein Rechtsportal ist nur so viel wert wie seine ehrlichen Lücken. Diese Punkte liessen sich aus dem amtlichen Erlass nicht abschliessend klären — wir nennen sie, statt einen Wert zu raten:

Häufige Fragen

Wo stehen die Schonzeiten für den Kanton Genf?

Massgeblich ist Règlement d'application de la loi sur la pêche (RPêche) du 15 décembre 1999 (du 15 décembre 1999, version consolidée en vigueur (état 2026)). Diese Seite gibt die Werte daraus wieder, jeweils mit Fundstelle. Verbindlich ist immer der amtliche Erlass in seiner geltenden Fassung.

Was gibt der Bund vor?

Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur Mindestdauern in Wochen — Forellen 16 Wochen in fliessenden Gewässern und 12 in stehenden, Seesaibling 8, Felchen 6, Äsche 10. Beginn und Ende legen die Kantone fest. In Art. 2 VBGF stehen Fangmindestmasse, die die Kantone erhöhen, aber nicht unterschreiten dürfen.

Gelten die Werte im ganzen Kanton Genf?

Nein. Für 7 Arten gibt es Gewässer mit eigenen Werten — typischerweise Konkordatsseen, Grenzstrecken und Bergseen. Die Abweichungen stehen auf der jeweiligen Artseite unter „Abweichende Regeln".

Brauche ich für den Kanton Genf ein Patent?

Die Fangberechtigung heisst hier Fischereipatent (Fluss und Genfersee). Welche Arten es gibt, was sie kosten und wo du sie beziehst, steht auf unserer Patent-Seite für diesen Kanton.

Gewässer im Kanton Genf

Ein See und 3 Flüsse im Kanton Genf haben je eine eigene Gewässerseite — mit den Schonzeiten und Fangmassen aller Anliegerkantone nebeneinander und, wo der Bund misst, dem Beiss-Index. Bei 3 davon führt Genf eigene Werte, die der Grundregel oben vorgehen — unten gekennzeichnet.

Weiter

Fischereipatent im Kanton Genf — welche Berechtigung du brauchst, was sie kostet und wo du sie beziehst. Der Checker „Darf ich fischen?" beantwortet die Frage für ein konkretes Datum. Zum SaNa-Sachkundenachweis.

Trag dir diese Schonzeiten in den Schonzeit-Kalender ein — als Abo für Genf, das sich jährlich wiederholt. Welche Ausübungsregeln daneben gelten (Nachtfischen, Widerhaken, Köderfisch, Fangstatistik), steht unter Fischereiregeln im Vergleich.

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