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Ausübungsregeln · Deutschschweiz

Private Gewässer in der Schweiz

Alle Kantone im Vergleich

Kanton Private Gewässer Kurz Fundstelle
Zürich erlaubt Das Fischereiregal erfasst die öffentlichen Gewässer und die mit ihnen zusammenhängenden Kanäle und Weiher — ein unverbundener privater Weiher steht nicht darauf.
Bern erlaubt Künstlich angelegte private Gewässer ohne natürlichen Fischzutritt fallen bis auf die Regeln zu fremden Arten aus dem Fischereigesetz — dort braucht es kein Patent.
Luzern erlaubt Erfasst sind private Gewässer nur, soweit sie mit öffentlichen verbunden sind; für geschlossene künstliche Gewässer gilt ausschliesslich Bundesrecht.
Uri erlaubt Das alleinige Bewilligungsrecht des Kantons ist abschliessend aufgezählt und erfasst private Gewässer nur mit natürlichem Fischzutritt.
Schwyz nicht geregelt Das Gesetz gilt für öffentliche und private Gewässer und nimmt geschlossene Gewässer nicht aus.
Obwalden nicht geregelt Die Patentpflicht gilt als Grundsatz; die einzige im Gesetz genannte Ausnahme ist das Freiangelrecht auf drei Seen.
Nidwalden erlaubt Das Gesetz gilt ausdrücklich nicht für künstlich angelegte private Gewässer ohne natürlichen Fischzutritt.
Glarus nicht geregelt Weder Gesetz noch Verordnungen nehmen geschlossene private Gewässer aus.
Zug eingeschränkt Das Bewilligungsregime gilt in privaten Gewässern nicht — Schonzeiten, Fangmasse und die übrigen Schutzbestimmungen dagegen schon.
Solothurn erlaubt Für Fischzuchtanlagen und künstlich angelegte private Gewässer ohne natürlichen Fischzutritt gilt nur Bundesrecht.
Basel-Stadt erlaubt Das staatliche Fangrecht ist auf öffentliche Gewässer und die mit ihnen verbundenen Kanäle und Weiher beschränkt.
Basel-Landschaft eingeschränkt Künstlich angelegte Gewässer bleiben im Gesetz, aber das Fischereirecht steht dort dem Eigentümer zu — massgeblich ist dessen Erlaubnis, nicht eine Karte der Gemeinde.
Schaffhausen erlaubt Die kantonale Fischereiverordnung nimmt Fischzuchtanlagen und künstlich angelegte private Gewässer ohne natürlichen Fischzutritt aus.
Appenzell Ausserrhoden erlaubt Das Fischereiregal erfasst private Gewässer nicht, wenn Fische weder hinein- noch herausgelangen können — «künstlich angelegt» verlangt Ausserrhoden nicht.
Appenzell Innerrhoden erlaubt Das Fischereiregal erfasst private Gewässer und Fischzuchtanlagen nicht, wenn Fische weder hinein- noch herausgelangen können.
St. Gallen erlaubt Fischzuchtanlagen und künstlich angelegte private Gewässer ohne natürlichen Zutritt von Wassertieren sind vom Erlass ausgenommen.
Graubünden erlaubt Für Fischzuchtanlagen und künstlich angelegte private Gewässer ohne natürlichen Fischzutritt gilt nur Bundesrecht — kein Bündner Patent.
Aargau erlaubt Für künstlich angelegte private Gewässer ohne natürlichen Fischzutritt gelten nur noch einzelne Paragrafen — ein Kantonspatent gehört nicht dazu.
Thurgau nicht geregelt Die kantonale Hoheit erstreckt sich auf alle Gewässer, in denen Fische leben können — eine Ausnahme für private Gewässer fehlt.
Freiburg eingeschränkt Dans les eaux privées non soumises à la régale, aucune concession cantonale n'est nécessaire — seule l'autorisation du propriétaire est requise — mais les règles de police (périodes, tailles, statistique) de la section 4 LPêche restent applicables; les installations artificielles closes où le poisson ne peut pénétrer naturellement échappent en revanche à ces règles de police. art. 2 al. 1–3 LPêche; art. 4 al. 2 LPêche
Waadt erlaubt Les eaux privées artificielles sans communication avec des eaux libres échappent à la quasi-totalité du régime légal — permis, périodes de protection et tailles minimales n'y valent pas —, seules les règles sur l'immersion d'animaux aquatiques et les dispositions pénales y restant applicables ; les installations de pisciculture ne sont soumises qu'à quatre articles spécifiques, et la LPêche vaudoise s'applique pour le reste en principe aussi aux eaux privées. art. 1 LPêche VD
Wallis erlaubt Les piscicultures et les eaux artificielles fermées à la migration naturelle du poisson échappent presque entièrement au régime cantonal — ni permis, ni périodes de protection, ni tailles minimales n'y sont applicables ; la LcSP s'applique certes en principe aux eaux publiques et privées, mais pas à ces eaux fermées. art. 2 LcSP
Neuenburg erlaubt La loi sur la faune aquatique ne s'applique pas aux installations de pisciculture ni aux eaux privées aménagées artificiellement sans communication naturelle avec le reste du réseau hydrographique, mais les règles sur les espèces, races et variétés étrangères restent applicables à ces eaux. art. 2 LFAq
Genf erlaubt Dans les eaux closes sans communication avec des eaux publiques ou des nappes souterraines publiques, la pêche peut être exercée sans permis et c'est le propriétaire du fonds qui en fixe les conditions ; la loi genevoise s'applique certes en principe aussi aux eaux privées, mais à ces eaux closes seules les règles sur l'introduction d'espèces étrangères demeurent applicables. art. 1 LPêche GE ; art. 2 et 11 RPêche GE
Jura erlaubt Les étangs et cours d'eau artificiels et clos sur terrain privé, non reliés aux eaux libres, échappent au régime cantonal et ne restent soumis qu'au droit fédéral sur les espèces étrangères ; la loi s'applique certes en principe aussi aux eaux privées, mais pas à ces eaux closes. art. 3 LPêche JU ; art. premier OPêche JU ; art. 47-48 LPêche JU
Tessin erlaubt Sì: nei laghetti soggetti a diritti privati di pesca — Origlio, Audan (Quinto) e Astano — e nelle strutture private a pagamento per la pesca sportiva la patente cantonale non occorre e non ha validità, ma nelle acque private cui i pesci accedono naturalmente le altre disposizioni della LCSP restano applicabili, e le condizioni d’accesso le fissa il titolare del diritto o il gestore. art. 13 cpv. 1 e 3 LCSP; art. 2 cpv. 1 LCSP; art. 3 cpv. 1 LCSP; art. 9 cpv. 1 LCSP; FAQ UCP

„Eingeschränkt" heisst: erlaubt, aber an Bedingungen geknüpft — Zeit, Gewässer, Methode oder eine Bewilligung. Was genau gilt, steht auf der Kantonsseite. Ohne Gewähr.

Häufige Fragen

Darf ich in privaten Gewässern ohne Patent fischen?

Das entscheidet der Kanton. Über die 26 Kantone ist Private Gewässer in 19 erlaubt, in 3 eingeschränkt und in 4 nicht eigens geregelt. Diese Seite stellt sie nebeneinander, jede Angabe mit Fundstelle im amtlichen Erlass.

Gilt die Regel im ganzen Kanton gleich?

Nicht immer. Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern — Bodensee, Vierwaldstättersee, Zugersee, Genfersee — gelten oft eigene, interkantonale Vorschriften. Wo das der Fall ist, steht es auf der Kantonsseite.

Was gibt der Bund vor?

Für private gewässer macht der Bund keine einheitliche Vorgabe — er überlässt das den Kantonen. Einheitlich gilt nur die tierschutzgerechte Ausübung der Fischerei.

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Private Gewässer je Kanton