Schonzeit
Schonzeit Äsche im Kanton Freiburg
Die Schonzeit für die Äsche im Kanton Freiburg läuft vom erster Sonntag im Oktober bis zum 31.05. In diesem Zeitraum darf der Fisch nicht entnommen werden. Das Fangmindestmass beträgt 38 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.
Stand 07. September
Bewegliches Datum — bitte Termin prüfen
Die Schonzeit läuft vom erster Sonntag im Oktober bis zum 31.05. Der genaue Kalendertag wechselt jährlich und lässt sich nicht automatisch berechnen — bitte die Saisoneröffnung beim Kanton prüfen, bevor du entnimmst.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
- Schonzeit
- mindestens 10 Wochen
- Fangmindestmass
- 28 cm
VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2
Kanton Freiburg — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- erster Sonntag im Oktober–31.05.
- Fangmass
- 38 cm
art. 20 al. 1 let. c, art. 28 al. 1, art. 30 al. 1 OPêche
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Äsche (Thymallus thymallus) |
| Kanton | Freiburg (FR) |
| Schonzeit | erster Sonntag im Oktober–31.05. |
| Fangmass | 38 cm |
| Fundstelle | OPêche FR, art. 20 al. 1 let. c, art. 28 al. 1, art. 30 al. 1 OPêche |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Was du dazu wissen solltest
Die Fischerei auf die Äsche ist im Kanton nur in der Saane sowie in den Grenzgewässern zu Bern zulässig (art. 20 al. 1 let. c). Grundwert = Saane 1 bis 5 (rein freiburgisch): Fangzeit vom 01.06. bis zum ersten Sonntag im Oktober (art. 28 al. 1), Fangmindestmass über 38 cm (art. 30 al. 1). In allen übrigen rein freiburgischen Gewässern ist der Fang der Äsche verboten. Fangzahlen: höchstens 1 Äsche pro Tag und 5 pro Jahr (art. 18 und 19); die Äsche ist zudem in der Tagesstatistik gesondert zusammenzuzählen (art. 10 al. 1 let. c).
Abweichende Regeln im Kanton Freiburg
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Freiburg. In den folgenden Gewässern gilt für Äsche etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Übrige rein freiburgische Gewässer (ausserhalb der Saane) | ganzjährig geschont | kein Fangmass | art. 20 al. 1 let. c, art. 30 al. 1 OPêche |
| Grenzgewässer zu Bern — Saane 0 (art. 26 OPêche) | 01.01.–15.05. | 36 cm | art. 45, art. 47 OPêche |
| Grenzgewässer zu Bern — übrige Gewässer (Sense; art. 26 OPêche) | 01.10.–15.05. | 36 cm | art. 45, art. 47 OPêche |
| Neuenburgersee (Konkordat FR/VD/NE) | ganzjährig geschont | kein Fangmass | art. 4 al. 3 R concordat Neuchâtel |
Übrige rein freiburgische Gewässer (ausserhalb der Saane):Ausserhalb der Saane ist der Fang der Äsche ganzjährig verboten; für die «übrigen Fliessgewässer» hält art. 30 al. 1 ausdrücklich fest, dass «jeder Fang verboten ist».
Grenzgewässer zu Bern — Saane 0 (art. 26 OPêche):Fangzeit der Äsche in der Saane 0: vom 16.05. bis 31.12. Fangmindestmass: über 36 cm.
Grenzgewässer zu Bern — übrige Gewässer (Sense; art. 26 OPêche):Fangzeit der Äsche: vom 16.05. bis 30.09. Fangmindestmass: über 36 cm.
Neuenburgersee (Konkordat FR/VD/NE):Im Neuenburgersee ist der Fang der Äsche ganzjährig verboten (art. 4 al. 3).
Weitere Vorschriften im Kanton Freiburg
- Freiburger SystematikDie konkreten Schonzeiten und Fangmindestmasse stehen nicht im Fischereigesetz (RSF 923.1, das ihre Festlegung in art. 20 und 25 an den Staatsrat delegiert), sondern in der Verordnung über die Ausübung der Patentfischerei (OPêche, RSF 923.12), die für einen Zyklus von drei Jahren erlassen wird (zurzeit 2025-2027). Die beiden Konkordatsseen unterstehen eigenen Erlassen und sind vom Geltungsbereich der OPêche ausgenommen (art. 1 al. 1): Der Murtensee wird durch das Ausführungsreglement des Konkordats geregelt (RSF 923.61, Konkordatskantone FR/VD); der Neuenburgersee — an den Freiburg im Broyebezirk grenzt (Estavayer-le-Lac, Portalban, Cheyres) — durch das Ausführungsreglement des Konkordats über die Fischerei im Neuenburgersee (RSF 923.51, Konkordatskantone FR/VD/NE). — Freiburg regelt in erster Linie über zugelassene FANGZEITEN und nicht über klassische Schonzeiten; in diesem Datensatz wurde jede Fangzeit in die entsprechende Schonzeit umgerechnet, also in die geschlossene Zeit. Mehrere kantonale Zeiten enden oder beginnen am «ersten Sonntag im März» beziehungsweise am «ersten Sonntag im Oktober» — ein beweglicher Termin. In diesem Datensatz steht er ausgeschrieben — «erster Sonntag im März» beziehungsweise «erster Sonntag im Oktober» — statt als Datum; das genaue Kalenderdatum wechselt jedes Jahr. — Gewässerkategorien (art. 24 OPêche): GROSSE Fliessgewässer = Saane 1 bis 3; MITTLERE Fliessgewässer = namentlich mittlere und untere Gérine, mittlere und untere Glâne, Schlucht der Jogne, Hongrin, Javro, Jogne, Neirigue, Saane 4 und 5, Warme Sense; KLEINE Fliessgewässer = namentlich canal des Rogigues, Dâ, Corjon, obere Gérine, obere Glâne, Glâney, Mortivue, Rio-de-la-Cibe und Rio-Vésenand, Sionge, Sonnaz, Tatrel, Trême. Dazu kommen der canal de la Broye und der Grand Canal (Bibera), die Grenzgewässer zu Waadt (art. 25) und zu Bern (art. 26; namentlich die Saane 0 unterhalb von Schiffenen und die Sense), der Greyerzersee und der Schiffenensee, der Lac Noir, der lac de Montsalvens und der lac de Lussy sowie der lac de Lessoc (Montbovon) und der lac de Pérolles.
- Grenzgewässer FR/VD und FR/BEEs gilt das Recht des Kantons, der das Patent ausgestellt hat, unabhängig vom Ufer (art. 69 OPêche). — Allgemeines Fangverbot (art. 20 al. 1 OPêche in Verbindung mit Art. 2a VBGF): Aal, Bitterling, Cobite italiano (loche transalpine), Nase und Bachneunauge dürfen nicht gefangen werden; auch sämtliche Krebse sind für die Angelfischerei geschlossen. Nicht einheimische Fische (nach Anhang 2 OPêche gilt eine Art, die dort fehlt, als nicht einheimisch) dürfen nicht zurückgesetzt werden und sind unverzüglich zu töten (art. 12 al. 5 OPêche); Ausnahmen: Der Hecht darf nur in den Seen und im canal de la Broye zurückgesetzt werden, der Zander nur im Greyerzersee und im Schiffenensee.
- Fangfenster der ForelleIn vielen Gewässern gilt ein Fangfenster (zum Beispiel «von 30 bis 36 cm und über 60 cm»), das heisst, behalten werden dürfen nur Forellen aus dem unteren Bereich oder über der oberen Grenze; die Längen dazwischen sind geschont. Da das Feld «max» im JSON nur ein einziges Fenster abbilden kann, enthält das Feld «min» die untere Grenze und «max» bleibt leer; das vollständige Fenster steht im Hinweis. — Fangzahlen (art. 18 und 19 OPêche): höchstens 75 Fische pro Jahr (Hecht, Äsche, Zander und Forelle zusammen) in den Seen und 75 in den Fliessgewässern, davon höchstens 5 Äschen (Halbjahrespatent: 40/40, 2 Äschen); höchstens 6 dieser Edelfische pro Tag, davon höchstens 1 Äsche; höchstens 70 Egli; höchstens 50 Weissfische (Laube, Brachsme, Alet, Rotauge, Gründling, Rotfeder, Schleie, Elritze, Hasel) zusammen. Der Murtensee hat eigene Fangzahlen (art. 31 des Reglements des Konkordats von Murten): pro Tag 70 Egli, 8 Felchen, 5 Hechte, 5 Zander und 2 Forellen; pro Jahr 1500 Egli, 100 Felchen, 100 Hechte, 50 Zander und 20 Forellen.
- WiderhakenGrundsätzlich nur mit dem Sachkundenachweis SaNa zulässig (art. 13 al. 1 OPêche); in den rein freiburgischen Fliessgewässern und in den Grenzgewässern zu VD und BE ist der Widerhaken generell verboten (art. 31 al. 3, art. 43 al. 3, art. 48 al. 3 OPêche); zulässig ist er im canal de la Broye und im Grand Canal sowie im Greyerzersee, im Schiffenensee, im Lac Noir, im lac de Montsalvens, im lac de Lussy, im lac de Lessoc und im lac de Pérolles (art. 38 al. 1, art. 54 al. 1, art. 60 al. 1 und art. 66 al. 1 OPêche). Im Murtensee ist der Widerhaken nur den Inhaberinnen und Inhabern des SaNa erlaubt (art. 27 al. 2 des Reglements des Konkordats von Murten). — Lebende Köderfische sind in allen Gewässern der OPêche verboten (art. 15 al. 1); als toter Köder sind nur Laube, Brachsme, Alet, Rotauge, Gründling, Egli, Rotfeder, Schleie, Elritze und Hasel zugelassen (art. 15 al. 3).
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Ordonnance sur l'exercice de la pêche à permis en 2025, 2026 et 2027 (OPêche) (RSF 923.12)
- Fundstelle
- art. 20 al. 1 let. c, art. 28 al. 1, art. 30 al. 1 OPêche
- Fassung
- du 01.10.2024, version entrée en vigueur le 01.01.2026 (Annexe 3 modifiée le 15.12.2025, ROF 2025_109); articles 8 à 23, 28 à 67 et Annexes 1–2 approuvés par le DETEC le 22.01.2025
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Äsche im Kanton Freiburg?
Vom erster Sonntag im Oktober bis zum 31.05. Rechtsgrundlage ist OPêche FR, art. 20 al. 1 let. c, art. 28 al. 1, art. 30 al. 1 OPêche. In der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie gross muss die Äsche sein, damit man sie mitnehmen darf?
Das Fangmindestmass beträgt 38 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Freiburg?
Nein. im Kanton Freiburg gelten für Äsche in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Autres eaux purement fribourgeoises (hors de la Sarine), Eaux limitrophes avec Berne — Sarine 0 (art. 26 OPêche), Eaux limitrophes avec Berne — autres eaux (Singine ; art. 26 OPêche), Lac de Neuchâtel (concordat FR/VD/NE). Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Äsche gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Äsche im Kanton Freiburg steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Freiburg erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Äsche — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Freiburg lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Äsche wieder frei wird.
Äsche in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Äsche Schonzeit".
- Äsche Schonzeit Zürich
- Äsche Schonzeit Bern
- Äsche Schonzeit Luzern
- Äsche Schonzeit Uri
- Äsche Schonzeit Schwyz
- Äsche Schonzeit Obwalden
- Äsche Schonzeit Nidwalden
- Äsche Schonzeit Glarus
- Äsche Schonzeit Zug
- Äsche Schonzeit Solothurn
- Äsche Schonzeit Basel-Stadt
- Äsche Schonzeit Basel-Landschaft
- Äsche Schonzeit Schaffhausen
- Äsche Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Äsche Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Äsche Schonzeit St. Gallen
- Äsche Schonzeit Graubünden
- Äsche Schonzeit Aargau
- Äsche Schonzeit Thurgau
- Äsche Schonzeit Waadt
- Äsche Schonzeit Wallis
- Äsche Schonzeit Neuenburg
- Äsche Schonzeit Genf
- Äsche Schonzeit Jura
- Äsche Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Freiburg
- Bachforelle Schonzeit Freiburg
- Seeforelle Schonzeit Freiburg
- Regenbogenforelle Schonzeit Freiburg
- Seesaibling Schonzeit Freiburg
- Bachsaibling Schonzeit Freiburg
- Felchen Schonzeit Freiburg
- Lachs Schonzeit Freiburg
- Hecht Schonzeit Freiburg
- Egli Schonzeit Freiburg
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- Trüsche Schonzeit Freiburg
- Wels Schonzeit Freiburg
- Aal Schonzeit Freiburg
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- Schleie Schonzeit Freiburg
- Alet Schonzeit Freiburg
- Rotauge Schonzeit Freiburg
- Brachsme Schonzeit Freiburg
- Barbe Schonzeit Freiburg
- Nase Schonzeit Freiburg
Alle Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Freiburg im Überblick