Schonzeit
Schonzeit Egli im Kanton Freiburg
Die Schonzeit für den Egli im Kanton Freiburg läuft vom 15.04. bis zum 31.05. In diesem Zeitraum darf der Fisch nicht entnommen werden. Ein Fangmass ist für den Egli im Kanton Freiburg nicht festgesetzt.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
In einzelnen Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Regeln — siehe die Tabelle unten.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
Für Egli nennt die VBGF weder eine Mindest-Schonzeit noch ein Fangmindestmass. Was gilt, entscheidet allein der Kanton.
Kanton Freiburg — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- 15.04.–31.05.
- Fangmass
- kein Fangmass
art. 4 al. 1 R concordat Morat
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Egli (Perca fluviatilis) |
| Kanton | Freiburg (FR) |
| Schonzeit | 15.04.–31.05. |
| Fangmass | kein Fangmass |
| Fundstelle | R concordat Morat, art. 4 al. 1 R concordat Morat |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
In der Schweiz heisst der Flussbarsch fast überall Egli, am Bodensee auch Kretzer.
Der Egli wird auch Flussbarsch, Barsch oder Kretzer genannt — gemeint ist immer dieselbe Art, Perca fluviatilis.
Was du dazu wissen solltest
- Grundwert = MurtenseeFangzeit vom 01.01. bis 14.04. sowie vom 01.06. bis 31.12. (art. 4 al. 1), daraus ergibt sich eine Schonzeit vom 15.04. bis 31.05.; kein Fangmindestmass. Jedes gefangene Egli muss behalten werden und darf nicht zurückgesetzt werden (art. 4 al. 2). Fangzahlen in Murten: 70 pro Tag, 1500 pro Jahr (art. 31). Die Gambe auf Egli ist vom 15.04. bis 31.05. verboten (art. 18 al. 2 let. a).
Abweichende Regeln im Kanton Freiburg
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Freiburg. In den folgenden Gewässern gilt für Egli etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Broye-Kanal und Grand Canal (Bibera) | 15.03.–15.05. | kein Fangmass | art. 35 OPêche |
| Schwarzsee, Lac de Montsalvens und Lac de Lussy | 01.04.–31.05. | kein Fangmass | art. 56 OPêche |
| Greyerzersee und Schiffenensee | 15.03.–31.05. | kein Fangmass | art. 50 al. 1 OPêche |
| Rein freiburgische Fliessgewässer (grosse, mittlere und kleine) | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März | kein Fangmass | art. 28 al. 1, art. 30 al. 3 OPêche |
| Neuenburgersee (Konkordat FR/VD/NE) | 15.04.–31.05. | kein Fangmass | art. 4 al. 1 R concordat Neuchâtel |
Broye-Kanal und Grand Canal (Bibera):Fangzeit des Egli: vom 16.05. bis 14.03. Kein Fangmindestmass (art. 37).
Schwarzsee, Lac de Montsalvens und Lac de Lussy:Fangzeit des Egli: vom 01.06. bis 31.03. Kein Fangmindestmass.
Greyerzersee und Schiffenensee:Das Egli zählt zu den «übrigen zugelassenen Arten»: Fangzeit vom 01.06. bis 14.03., ohne Fangmindestmass.
Rein freiburgische Fliessgewässer (grosse, mittlere und kleine):Das Egli zählt zu den «übrigen zugelassenen Arten»: Fangzeit vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober, ohne Fangmindestmass. Tagesgrenze von 70 Stück (art. 19 al. 2).
Neuenburgersee (Konkordat FR/VD/NE):Fangzeit des Egli: vom 01.01. bis 14.04. sowie vom 01.06. bis 31.12., daraus ergibt sich eine Schonzeit vom 15.04. bis 31.05.; kein Fangmindestmass. Jedes gefangene Egli muss behalten werden und darf nicht zurückgesetzt werden (art. 4 al. 2). Fangzahlen: 80 pro Tag, 1800 pro Jahr (art. 31).
Weitere Vorschriften im Kanton Freiburg
- Freiburger SystematikDie konkreten Schonzeiten und Fangmindestmasse stehen nicht im Fischereigesetz (RSF 923.1, das ihre Festlegung in art. 20 und 25 an den Staatsrat delegiert), sondern in der Verordnung über die Ausübung der Patentfischerei (OPêche, RSF 923.12), die für einen Zyklus von drei Jahren erlassen wird (zurzeit 2025-2027). Die beiden Konkordatsseen unterstehen eigenen Erlassen und sind vom Geltungsbereich der OPêche ausgenommen (art. 1 al. 1): Der Murtensee wird durch das Ausführungsreglement des Konkordats geregelt (RSF 923.61, Konkordatskantone FR/VD); der Neuenburgersee — an den Freiburg im Broyebezirk grenzt (Estavayer-le-Lac, Portalban, Cheyres) — durch das Ausführungsreglement des Konkordats über die Fischerei im Neuenburgersee (RSF 923.51, Konkordatskantone FR/VD/NE). — Freiburg regelt in erster Linie über zugelassene FANGZEITEN und nicht über klassische Schonzeiten; in diesem Datensatz wurde jede Fangzeit in die entsprechende Schonzeit umgerechnet, also in die geschlossene Zeit. Mehrere kantonale Zeiten enden oder beginnen am «ersten Sonntag im März» beziehungsweise am «ersten Sonntag im Oktober» — ein beweglicher Termin. In diesem Datensatz steht er ausgeschrieben — «erster Sonntag im März» beziehungsweise «erster Sonntag im Oktober» — statt als Datum; das genaue Kalenderdatum wechselt jedes Jahr. — Gewässerkategorien (art. 24 OPêche): GROSSE Fliessgewässer = Saane 1 bis 3; MITTLERE Fliessgewässer = namentlich mittlere und untere Gérine, mittlere und untere Glâne, Schlucht der Jogne, Hongrin, Javro, Jogne, Neirigue, Saane 4 und 5, Warme Sense; KLEINE Fliessgewässer = namentlich canal des Rogigues, Dâ, Corjon, obere Gérine, obere Glâne, Glâney, Mortivue, Rio-de-la-Cibe und Rio-Vésenand, Sionge, Sonnaz, Tatrel, Trême. Dazu kommen der canal de la Broye und der Grand Canal (Bibera), die Grenzgewässer zu Waadt (art. 25) und zu Bern (art. 26; namentlich die Saane 0 unterhalb von Schiffenen und die Sense), der Greyerzersee und der Schiffenensee, der Lac Noir, der lac de Montsalvens und der lac de Lussy sowie der lac de Lessoc (Montbovon) und der lac de Pérolles.
- Grenzgewässer FR/VD und FR/BEEs gilt das Recht des Kantons, der das Patent ausgestellt hat, unabhängig vom Ufer (art. 69 OPêche). — Allgemeines Fangverbot (art. 20 al. 1 OPêche in Verbindung mit Art. 2a VBGF): Aal, Bitterling, Cobite italiano (loche transalpine), Nase und Bachneunauge dürfen nicht gefangen werden; auch sämtliche Krebse sind für die Angelfischerei geschlossen. Nicht einheimische Fische (nach Anhang 2 OPêche gilt eine Art, die dort fehlt, als nicht einheimisch) dürfen nicht zurückgesetzt werden und sind unverzüglich zu töten (art. 12 al. 5 OPêche); Ausnahmen: Der Hecht darf nur in den Seen und im canal de la Broye zurückgesetzt werden, der Zander nur im Greyerzersee und im Schiffenensee.
- Fangfenster der ForelleIn vielen Gewässern gilt ein Fangfenster (zum Beispiel «von 30 bis 36 cm und über 60 cm»), das heisst, behalten werden dürfen nur Forellen aus dem unteren Bereich oder über der oberen Grenze; die Längen dazwischen sind geschont. Da das Feld «max» im JSON nur ein einziges Fenster abbilden kann, enthält das Feld «min» die untere Grenze und «max» bleibt leer; das vollständige Fenster steht im Hinweis. — Fangzahlen (art. 18 und 19 OPêche): höchstens 75 Fische pro Jahr (Hecht, Äsche, Zander und Forelle zusammen) in den Seen und 75 in den Fliessgewässern, davon höchstens 5 Äschen (Halbjahrespatent: 40/40, 2 Äschen); höchstens 6 dieser Edelfische pro Tag, davon höchstens 1 Äsche; höchstens 70 Egli; höchstens 50 Weissfische (Laube, Brachsme, Alet, Rotauge, Gründling, Rotfeder, Schleie, Elritze, Hasel) zusammen. Der Murtensee hat eigene Fangzahlen (art. 31 des Reglements des Konkordats von Murten): pro Tag 70 Egli, 8 Felchen, 5 Hechte, 5 Zander und 2 Forellen; pro Jahr 1500 Egli, 100 Felchen, 100 Hechte, 50 Zander und 20 Forellen.
- WiderhakenGrundsätzlich nur mit dem Sachkundenachweis SaNa zulässig (art. 13 al. 1 OPêche); in den rein freiburgischen Fliessgewässern und in den Grenzgewässern zu VD und BE ist der Widerhaken generell verboten (art. 31 al. 3, art. 43 al. 3, art. 48 al. 3 OPêche); zulässig ist er im canal de la Broye und im Grand Canal sowie im Greyerzersee, im Schiffenensee, im Lac Noir, im lac de Montsalvens, im lac de Lussy, im lac de Lessoc und im lac de Pérolles (art. 38 al. 1, art. 54 al. 1, art. 60 al. 1 und art. 66 al. 1 OPêche). Im Murtensee ist der Widerhaken nur den Inhaberinnen und Inhabern des SaNa erlaubt (art. 27 al. 2 des Reglements des Konkordats von Murten). — Lebende Köderfische sind in allen Gewässern der OPêche verboten (art. 15 al. 1); als toter Köder sind nur Laube, Brachsme, Alet, Rotauge, Gründling, Egli, Rotfeder, Schleie, Elritze und Hasel zugelassen (art. 15 al. 3).
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Règlement d'exécution du concordat sur la pêche dans le lac de Morat en 2025, 2026 et 2027 (RSF 923.61)
- Fundstelle
- art. 4 al. 1 R concordat Morat
- Fassung
- du 21.06.2024, entré en vigueur le 01.01.2025; édicté par la Commission intercantonale de la pêche dans le lac de Morat (concordat du 19 mai 2003, cantons FR et VD); art. 4 à 7, 16 à 31, 41, 44 à 57 et 59 approuvés par le DETEC le 14.11.2024
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Egli im Kanton Freiburg?
Vom 15.04. bis zum 31.05. Rechtsgrundlage ist R concordat Morat, art. 4 al. 1 R concordat Morat. In der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie gross muss der Egli sein, damit man ihn mitnehmen darf?
Der Kanton setzt kein eigenes Fangmass fest. Es gilt die Untergrenze des Bundes nach Art. 2 VBGF, soweit sie diese Art erfasst — und darüber hinaus, was die Vorschriften deines Gewässers vorgeben.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Freiburg?
Nein. im Kanton Freiburg gelten für Egli in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Canal de la Broye et Grand Canal (Bibera), Lac Noir, lac de Montsalvens et lac de Lussy, Lac de la Gruyère et lac de Schiffenen, Cours d'eau purement fribourgeois (grands, moyens et petits cours d'eau), Lac de Neuchâtel (concordat FR/VD/NE). Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Egli gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Egli im Kanton Freiburg steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Freiburg erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Egli — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Freiburg lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Egli wieder frei wird.
Egli in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Egli Schonzeit".
- Egli Schonzeit Zürich
- Egli Schonzeit Bern
- Egli Schonzeit Luzern
- Egli Schonzeit Uri
- Egli Schonzeit Schwyz
- Egli Schonzeit Obwalden
- Egli Schonzeit Nidwalden
- Egli Schonzeit Glarus
- Egli Schonzeit Zug
- Egli Schonzeit Solothurn
- Egli Schonzeit Basel-Stadt
- Egli Schonzeit Basel-Landschaft
- Egli Schonzeit Schaffhausen
- Egli Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Egli Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Egli Schonzeit St. Gallen
- Egli Schonzeit Graubünden
- Egli Schonzeit Aargau
- Egli Schonzeit Thurgau
- Egli Schonzeit Waadt
- Egli Schonzeit Wallis
- Egli Schonzeit Neuenburg
- Egli Schonzeit Genf
- Egli Schonzeit Jura
- Egli Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Freiburg
- Bachforelle Schonzeit Freiburg
- Seeforelle Schonzeit Freiburg
- Regenbogenforelle Schonzeit Freiburg
- Seesaibling Schonzeit Freiburg
- Bachsaibling Schonzeit Freiburg
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- Äsche Schonzeit Freiburg
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Alle Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Freiburg im Überblick