Schonzeit
Schonzeit Trüsche im Kanton Uri
Die Trüsche wird im Fischereirecht im Kanton Uri nicht mit einer Schonzeit geführt. Das ist etwas anderes als eine ausdrücklich aufgehobene Schonzeit: Die Art kommt im kantonalen Regelwerk gar nicht vor. Ein kantonales Fangmass besteht für die Trüsche im Kanton Uri nicht.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
Der Kanton führt für diese Art keine eigene Schonzeit. Es gilt die Vorgabe des Bundes und die Ordnung deines Gewässers.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
Für Trüsche nennt die VBGF weder eine Mindest-Schonzeit noch ein Fangmindestmass. Was gilt, entscheidet allein der Kanton.
Kanton Uri — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- im Kantonsrecht nicht geführt
- Fangmass
- im Kantonsrecht nicht geführt
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Trüsche (Lota lota) |
| Kanton | Uri (UR) |
| Schonzeit | im Kantonsrecht nicht geführt |
| Fangmass | im Kantonsrecht nicht geführt |
| Fundstelle | FiR UR |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Die Trüsche ist der einzige Süsswasser-Dorschfisch der Schweiz; in Deutschland heisst sie Quappe.
Die Trüsche wird auch Quappe, Rutte oder Aalrutte genannt — gemeint ist immer dieselbe Art, Lota lota.
Was du dazu wissen solltest
Die Trüsche kommt in den Schonzeit- und Fangmasstabellen von Uri und des Vierwaldstättersee-Konkordats nicht vor. Sie wird nur bei den Fangmethoden genannt: Für die Trüschenfischerei ist ein Hegenensystem mit drei einzelnen Angeln, mit oder ohne Widerhaken, mit Beschwerung erlaubt (Artikel 6 Absatz 3 FiR); die Nachtfischerei auf Trüschen ist von öffentlich zugänglichen Ufern aus erlaubt (Artikel 20 Absatz 3 AB VWS, Merkblatt Angelfischerei).
Weitere Vorschriften im Kanton Uri
- Uri hat kein eigenes Fischereigesetz; oberster kantonaler Erlass ist die Verordnung über die Fischerei (RB 40.3211, Landrat). Die konkreten Schonzeiten, Fangmindestmasse und Fangzeiten stehen im Fischereireglement (RB 40.3215). Für den Urnersee gilt zusätzlich das Vierwaldstättersee-Konkordat (UR/LU/SZ/OW/NW) mit seinen Ausführungsbestimmungen (RB 40.3231/40.3233); der Kanton darf dort strengere Regeln erlassen (Artikel 6 AB VWS).
- FANGZEITEN (Artikel 1 FiR)Fliessgewässer 15.04.–30.09. · Berg- und Stauseen (ohne Göscheneralpstausee) 01.06.–30.09. · Göscheneralpstausee 01.06.–31.10. · Seelisbergersee 01.06.–31.12. · Urnersee 01.01.–31.12. Ausserhalb der Fangzeit ist das Fischen im betreffenden Gewässer verboten.
- TAGESZEITEN (Merkblatt Angelfischerei, Stand 01.12.2025; für den Urnersee Artikel 20 AB VWS): In allen Patentgewässern ausser dem Urnersee 04.00–23.00 Uhr. Urnersee: 01.03.–31.10. verboten von 22.00–04.00 Uhr, 01.11.–Ende Februar verboten von 20.00–06.00 Uhr. Schleppfischerei nur bei Tageslicht. Nachtfischerei auf Trüschen (und Aale) von öffentlich zugänglichen Ufern aus erlaubt.
- TAGESFANGBESCHRÄNKUNG (Artikel 5 FiR)höchstens 6 Fische pro Tag insgesamt aus Forelle in Fliessgewässern, Forelle im Urnersee, Forelle in Bergseen, Namaycush, Bachsaibling und Seesaibling in Bergseen; höchstens 25 Fische pro Tag insgesamt aus Albeli, Balchen und Blaufelchen (gleichlautend Artikel 21 AB VWS: 25 Felchenartige). Für den Seesaibling im Urnersee besteht laut Merkblatt keine Fangmengenbeschränkung.
- GANZJÄHRIGES FANGVERBOT (Artikel 3 Absatz 2 FiR)alle Krebsarten, Äsche, Edelfisch (sommerlaichender Felchen) und Aal — uneingeschränkt und ganzjährig.
- CATCH & RELEASEDer Fang von Fischen mit der Absicht, sie wieder freizulassen, ist grundsätzlich verboten (Merkblatt Angelfischerei). Untermassige und geschonte Tiere sind sofort und sorgfältig zurückzuversetzen (Artikel 17c FiV, Artikel 10 Absatz 2 AB VWS).
- WIDERHAKEN (Artikel 7 FiR)In Fliessgewässern, Berg- und Stauseen sind Angeln mit Widerhaken verboten; ganz angedrückte Widerhaken sind widerhakenlosen Angeln gleichgestellt. Im Urnersee sind Widerhaken für Personen mit Sachkunde-Nachweis zugelassen (Artikel 7 Absatz 5 Buchstabe e FiR).
- KÖDERFISCHE (Artikel 6 Absatz 6 Buchstabe i FiR)Lebende Köderfische sind überall verboten; tote Köderfische sind nur im Urnersee erlaubt (Artikel 12 AB VWS: nur solche aus dem Vierwaldstättersee).
- RUTENZAHLGrundsatz eine Handrute pro Patent (Artikel 6 FiR). Im Urnersee zwei Ruten (Juckerfischerei nur eine Rute), Schleppfischerei 10 Anbissstellen pro Boot, Boot mit weissem Ball kennzeichnen (Artikel 7 Absatz 5/6 FiR, Artikel 15 AB VWS). Im Seelisbergersee zusätzlich eine einfache Rute vom öffentlichen Ufer aus.
- LIVE-SONARDas Mitführen oder Verwenden von Echolotgebern mit Live-Sonar-Technologie ist im Seelisbergersee (Artikel 7 Absatz 3 FiR, seit 01.12.2024) und im ganzen Vierwaldstättersee/Urnersee (Artikel 13 Absatz 2 AB VWS, seit 01.09.2023) verboten.
- SCHONGEBIETE (Artikel 2 FiR)u. a. Urnersee südlich der Linie Bootsbetrieb Kaufmann Flüelen bis Einfahrt Bootshafen Bolzbach vom 15.03.–30.04.; 50-m-Mindestabstand mit Fischerbooten vor den Reussmündungen und dem Gebiet «Mississippi» vom 15.03.–31.07.; ganzjährig u. a. Reussdelta-Naturschutzzonen, Dorfbach, Giessen, Klostergraben, Stille Reuss, Schützenbrunnen, Männigenreussli, Polenschachen, Bätzgraben, Dürstelenbach, Fleischackergraben, Fischgraben sowie das Innere der Bootshafenanlagen Bolzbach, Flüelen und Sisikon.
- PRIVATGEWÄSSER (Artikel 8 FiR)Oberalpsee (Andermatt), Arnisee (Gurtnellen) und Schweigmatt (Isenthal) sind Privatgewässer — dort ist nur mit Erlaubnis der Eigentümerschaft bzw. Pächterschaft zu fischen; das Urner Patent gilt dort nicht.
- GWÜESTSEELEIN (Artikel 7 Absatz 7/9 FiR)Im vorderen und hinteren Gwüestseelein (Göscheneralp) und im dazwischenliegenden Bachlauf ist ausschliesslich Fliegenfischen mit maximal einer Fliege/Nymphe/Streamer ohne Schwimmkörper erlaubt; das Gewässer darf während des Fischens nicht betreten werden.
- KIESSOHLE (Artikel 7 Absatz 8 FiR)Vom 01.08.–30.09. darf im Dorfbach, Giessen, in der Stillen Reuss und im Walenbrunnen die benetzte Kiessohle nicht betreten werden.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Fischereireglement (40.3215)
- Fassung
- Vom 20. Oktober 2009, in Kraft seit 1. Januar 2010 (Stand 1. Dezember 2024)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Trüsche im Kanton Uri?
Das Fischereirecht im Kanton Uri sieht für Trüsche keine eigene Schonzeit vor. Es bleibt bei der Vorgabe des Bundes nach Art. 1 VBGF und den Vorschriften deines Gewässers.
Wie gross muss die Trüsche sein, damit man sie mitnehmen darf?
Der Kanton setzt kein eigenes Fangmass fest. Es gilt die Untergrenze des Bundes nach Art. 2 VBGF, soweit sie diese Art erfasst — und darüber hinaus, was die Vorschriften deines Gewässers vorgeben.
Was passiert, wenn ich die Trüsche in der Schonzeit fange?
Der Fisch ist unverzüglich und schonend zurückzusetzen. Ihn zu entnehmen oder zu verwerten ist eine Widerhandlung gegen das Fischereirecht und kann gebüsst werden. Wer regelmässig am selben Gewässer fischt, sollte Schonzeiten und Masse vor jeder Saison prüfen — die Kantone passen ihre Erlasse regelmässig an.
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Trüsche gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Trüsche im Kanton Uri steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Uri erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Trüsche — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Uri lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Trüsche wieder frei wird.
Trüsche in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Trüsche Schonzeit".
- Trüsche Schonzeit Zürich
- Trüsche Schonzeit Bern
- Trüsche Schonzeit Luzern
- Trüsche Schonzeit Schwyz
- Trüsche Schonzeit Obwalden
- Trüsche Schonzeit Nidwalden
- Trüsche Schonzeit Glarus
- Trüsche Schonzeit Zug
- Trüsche Schonzeit Solothurn
- Trüsche Schonzeit Basel-Stadt
- Trüsche Schonzeit Basel-Landschaft
- Trüsche Schonzeit Schaffhausen
- Trüsche Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Trüsche Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Trüsche Schonzeit St. Gallen
- Trüsche Schonzeit Graubünden
- Trüsche Schonzeit Aargau
- Trüsche Schonzeit Thurgau
- Trüsche Schonzeit Freiburg
- Trüsche Schonzeit Waadt
- Trüsche Schonzeit Wallis
- Trüsche Schonzeit Neuenburg
- Trüsche Schonzeit Genf
- Trüsche Schonzeit Jura
- Trüsche Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Uri
- Bachforelle Schonzeit Uri
- Seeforelle Schonzeit Uri
- Regenbogenforelle Schonzeit Uri
- Seesaibling Schonzeit Uri
- Bachsaibling Schonzeit Uri
- Felchen Schonzeit Uri
- Äsche Schonzeit Uri
- Lachs Schonzeit Uri
- Hecht Schonzeit Uri
- Egli Schonzeit Uri
- Zander Schonzeit Uri
- Wels Schonzeit Uri
- Aal Schonzeit Uri
- Karpfen Schonzeit Uri
- Schleie Schonzeit Uri
- Alet Schonzeit Uri
- Rotauge Schonzeit Uri
- Brachsme Schonzeit Uri
- Barbe Schonzeit Uri
- Nase Schonzeit Uri