Schonzeit
Schonzeit Seeforelle im Kanton Uri
Die Schonzeit für die Seeforelle im Kanton Uri läuft vom 01.10. bis zum 14.04. In diesem Zeitraum darf der Fisch nicht entnommen werden. Das Fangmindestmass beträgt 35 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
In einzelnen Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Regeln — siehe die Tabelle unten.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
- Schonzeit
- mindestens 16 Wochen in fliessenden Gewässern und in Stauhaltungen, 12 Wochen in stehenden Gewässern
- Fangmindestmass
- 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern
VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2
Kanton Uri — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- 01.10.–14.04.
- Fangmass
- 35 cm
Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e FiR UR
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Seeforelle (Salmo trutta lacustris) |
| Kanton | Uri (UR) |
| Schonzeit | 01.10.–14.04. |
| Fangmass | 35 cm |
| Fundstelle | FiR UR, Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e FiR UR |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Was du dazu wissen solltest
Hauptangabe = Fliessgewässer. Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a FiR spricht allgemein von «Forelle» und erfasst damit Bach-, Regenbogen- und Seeforelle.
Abweichende Regeln im Kanton Uri
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Uri. In den folgenden Gewässern gilt für Seeforelle etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Urnersee (Teil des Vierwaldstättersees) | 01.10.–25.12. | 35 cm | Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe c i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f FiR UR; gleichlautend Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe a und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe a AB VWS |
Weitere Vorschriften im Kanton Uri
- Uri hat kein eigenes Fischereigesetz; oberster kantonaler Erlass ist die Verordnung über die Fischerei (RB 40.3211, Landrat). Die konkreten Schonzeiten, Fangmindestmasse und Fangzeiten stehen im Fischereireglement (RB 40.3215). Für den Urnersee gilt zusätzlich das Vierwaldstättersee-Konkordat (UR/LU/SZ/OW/NW) mit seinen Ausführungsbestimmungen (RB 40.3231/40.3233); der Kanton darf dort strengere Regeln erlassen (Artikel 6 AB VWS).
- FANGZEITEN (Artikel 1 FiR)Fliessgewässer 15.04.–30.09. · Berg- und Stauseen (ohne Göscheneralpstausee) 01.06.–30.09. · Göscheneralpstausee 01.06.–31.10. · Seelisbergersee 01.06.–31.12. · Urnersee 01.01.–31.12. Ausserhalb der Fangzeit ist das Fischen im betreffenden Gewässer verboten.
- TAGESZEITEN (Merkblatt Angelfischerei, Stand 01.12.2025; für den Urnersee Artikel 20 AB VWS): In allen Patentgewässern ausser dem Urnersee 04.00–23.00 Uhr. Urnersee: 01.03.–31.10. verboten von 22.00–04.00 Uhr, 01.11.–Ende Februar verboten von 20.00–06.00 Uhr. Schleppfischerei nur bei Tageslicht. Nachtfischerei auf Trüschen (und Aale) von öffentlich zugänglichen Ufern aus erlaubt.
- TAGESFANGBESCHRÄNKUNG (Artikel 5 FiR)höchstens 6 Fische pro Tag insgesamt aus Forelle in Fliessgewässern, Forelle im Urnersee, Forelle in Bergseen, Namaycush, Bachsaibling und Seesaibling in Bergseen; höchstens 25 Fische pro Tag insgesamt aus Albeli, Balchen und Blaufelchen (gleichlautend Artikel 21 AB VWS: 25 Felchenartige). Für den Seesaibling im Urnersee besteht laut Merkblatt keine Fangmengenbeschränkung.
- GANZJÄHRIGES FANGVERBOT (Artikel 3 Absatz 2 FiR)alle Krebsarten, Äsche, Edelfisch (sommerlaichender Felchen) und Aal — uneingeschränkt und ganzjährig.
- CATCH & RELEASEDer Fang von Fischen mit der Absicht, sie wieder freizulassen, ist grundsätzlich verboten (Merkblatt Angelfischerei). Untermassige und geschonte Tiere sind sofort und sorgfältig zurückzuversetzen (Artikel 17c FiV, Artikel 10 Absatz 2 AB VWS).
- WIDERHAKEN (Artikel 7 FiR)In Fliessgewässern, Berg- und Stauseen sind Angeln mit Widerhaken verboten; ganz angedrückte Widerhaken sind widerhakenlosen Angeln gleichgestellt. Im Urnersee sind Widerhaken für Personen mit Sachkunde-Nachweis zugelassen (Artikel 7 Absatz 5 Buchstabe e FiR).
- KÖDERFISCHE (Artikel 6 Absatz 6 Buchstabe i FiR)Lebende Köderfische sind überall verboten; tote Köderfische sind nur im Urnersee erlaubt (Artikel 12 AB VWS: nur solche aus dem Vierwaldstättersee).
- RUTENZAHLGrundsatz eine Handrute pro Patent (Artikel 6 FiR). Im Urnersee zwei Ruten (Juckerfischerei nur eine Rute), Schleppfischerei 10 Anbissstellen pro Boot, Boot mit weissem Ball kennzeichnen (Artikel 7 Absatz 5/6 FiR, Artikel 15 AB VWS). Im Seelisbergersee zusätzlich eine einfache Rute vom öffentlichen Ufer aus.
- LIVE-SONARDas Mitführen oder Verwenden von Echolotgebern mit Live-Sonar-Technologie ist im Seelisbergersee (Artikel 7 Absatz 3 FiR, seit 01.12.2024) und im ganzen Vierwaldstättersee/Urnersee (Artikel 13 Absatz 2 AB VWS, seit 01.09.2023) verboten.
- SCHONGEBIETE (Artikel 2 FiR)u. a. Urnersee südlich der Linie Bootsbetrieb Kaufmann Flüelen bis Einfahrt Bootshafen Bolzbach vom 15.03.–30.04.; 50-m-Mindestabstand mit Fischerbooten vor den Reussmündungen und dem Gebiet «Mississippi» vom 15.03.–31.07.; ganzjährig u. a. Reussdelta-Naturschutzzonen, Dorfbach, Giessen, Klostergraben, Stille Reuss, Schützenbrunnen, Männigenreussli, Polenschachen, Bätzgraben, Dürstelenbach, Fleischackergraben, Fischgraben sowie das Innere der Bootshafenanlagen Bolzbach, Flüelen und Sisikon.
- PRIVATGEWÄSSER (Artikel 8 FiR)Oberalpsee (Andermatt), Arnisee (Gurtnellen) und Schweigmatt (Isenthal) sind Privatgewässer — dort ist nur mit Erlaubnis der Eigentümerschaft bzw. Pächterschaft zu fischen; das Urner Patent gilt dort nicht.
- GWÜESTSEELEIN (Artikel 7 Absatz 7/9 FiR)Im vorderen und hinteren Gwüestseelein (Göscheneralp) und im dazwischenliegenden Bachlauf ist ausschliesslich Fliegenfischen mit maximal einer Fliege/Nymphe/Streamer ohne Schwimmkörper erlaubt; das Gewässer darf während des Fischens nicht betreten werden.
- KIESSOHLE (Artikel 7 Absatz 8 FiR)Vom 01.08.–30.09. darf im Dorfbach, Giessen, in der Stillen Reuss und im Walenbrunnen die benetzte Kiessohle nicht betreten werden.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Fischereireglement (40.3215)
- Fundstelle
- Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e FiR UR
- Fassung
- Vom 20. Oktober 2009, in Kraft seit 1. Januar 2010 (Stand 1. Dezember 2024)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Seeforelle im Kanton Uri?
Vom 01.10. bis zum 14.04. Rechtsgrundlage ist FiR UR, Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e FiR UR. In der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie gross muss die Seeforelle sein, damit man sie mitnehmen darf?
Das Fangmindestmass beträgt 35 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Uri?
Nein. im Kanton Uri gelten für Seeforelle in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Urnersee (Teil des Vierwaldstättersees). Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Seeforelle gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Seeforelle im Kanton Uri steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Uri erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Seeforelle — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Uri lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Seeforelle wieder frei wird.
Seeforelle in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Seeforelle Schonzeit".
- Seeforelle Schonzeit Zürich
- Seeforelle Schonzeit Bern
- Seeforelle Schonzeit Luzern
- Seeforelle Schonzeit Schwyz
- Seeforelle Schonzeit Obwalden
- Seeforelle Schonzeit Nidwalden
- Seeforelle Schonzeit Glarus
- Seeforelle Schonzeit Zug
- Seeforelle Schonzeit Solothurn
- Seeforelle Schonzeit Basel-Stadt
- Seeforelle Schonzeit Basel-Landschaft
- Seeforelle Schonzeit Schaffhausen
- Seeforelle Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Seeforelle Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Seeforelle Schonzeit St. Gallen
- Seeforelle Schonzeit Graubünden
- Seeforelle Schonzeit Aargau
- Seeforelle Schonzeit Thurgau
- Seeforelle Schonzeit Freiburg
- Seeforelle Schonzeit Waadt
- Seeforelle Schonzeit Wallis
- Seeforelle Schonzeit Neuenburg
- Seeforelle Schonzeit Genf
- Seeforelle Schonzeit Jura
- Seeforelle Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Uri
- Bachforelle Schonzeit Uri
- Regenbogenforelle Schonzeit Uri
- Seesaibling Schonzeit Uri
- Bachsaibling Schonzeit Uri
- Felchen Schonzeit Uri
- Äsche Schonzeit Uri
- Lachs Schonzeit Uri
- Hecht Schonzeit Uri
- Egli Schonzeit Uri
- Zander Schonzeit Uri
- Trüsche Schonzeit Uri
- Wels Schonzeit Uri
- Aal Schonzeit Uri
- Karpfen Schonzeit Uri
- Schleie Schonzeit Uri
- Alet Schonzeit Uri
- Rotauge Schonzeit Uri
- Brachsme Schonzeit Uri
- Barbe Schonzeit Uri
- Nase Schonzeit Uri