Schonzeit
Schonzeit Seesaibling im Kanton Graubünden
Für den Seesaibling ist im Kanton Graubünden ausdrücklich keine Schonzeit festgelegt — die Art steht im kantonalen Erlass, aber ohne Schonzeit-Eintrag. Das Fangmindestmass beträgt 24 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
In einzelnen Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Regeln — siehe die Tabelle unten.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
- Schonzeit
- mindestens 8 Wochen
- Fangmindestmass
- 22 cm
VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2
Kanton Graubünden — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- keine Schonzeit
- Fangmass
- 24 cm
Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Seesaibling (Salvelinus umbla) |
| Kanton | Graubünden (GR) |
| Schonzeit | keine Schonzeit |
| Fangmass | 24 cm |
| Fundstelle | FBV GR, Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Der Seesaibling wird auch Rötel, Rötu oder Balchen-Saibling genannt — gemeint ist immer dieselbe Art, Salvelinus umbla.
Was du dazu wissen solltest
Keine artspezifische Schonzeit; massgebend ist die Fangzeit (Art. 11 FBV, Anhang 2). Edelfisch nach Art. 21 FBV.
Abweichende Regeln im Kanton Graubünden
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Graubünden. In den folgenden Gewässern gilt für Seesaibling etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Lai da Tuma (1001), Lai Blau (1008), Blausee (1012), Flüesee (2012), Foppasee (2013), Lai da Ravais-ch Suot (2033) | keine Schonzeit | kein Fangmass | Anhang 1 Ziff. III FBV |
Lai da Tuma (1001), Lai Blau (1008), Blausee (1012), Flüesee (2012), Foppasee (2013), Lai da Ravais-ch Suot (2033):Kein Fangmass. In denselben Seen gilt für den Seesaibling zudem keine Fangzahlbeschränkung (Art. 23 Abs. 1 Bst. b FBV).
Weitere Vorschriften im Kanton Graubünden
Graubünden regelt den Fischschutz primär über die Fangzeit (Fischereisaison), nicht über artspezifische Kalender-Schonzeiten. Fischereisaison: 1. Mai bis und mit 15. September an Fliessgewässern, 1. Mai bis und mit 31. Oktober an stehenden Gewässern (Art. 11 Abs. 1 FBV). Abweichende Fangzeiten für einzelne Gewässer nach Anhang 2 FBV: Eröffnung bereits am 1. Februar (Alpenrhein 302/303, Landquart 335 ab Arieschbach bis 336, Seen Oldis 3008, Caluoriweiher 3010, Zizerser Weiher 3011), am 1. März (Alpenrhein 304/305) — beide mit Unterbruch 1.–30. April auf bestimmten Abschnitten — sowie Eröffnung erst am 15. Juni am Inn 401–403, 405/406 und an mehreren Seitengewässern des Inns; Saisonende bereits am 15. September u. a. am Lai da Palpuogna (2030), Stausee Solis (2054), Stausee Isel Arosa (3004) und Lago di Poschiavo (6011), am 30. September am Alpenrhein 302–305, am Inn 401–403/405/406 und an den vier Oberengadiner Talseen (Silsersee 4001, Silvaplanersee 4002, Champfèrersee 4003, St. Moritzersee 4004). Artspezifische Schonzeiten gibt es nur für die Äsche (Art. 14 FBV) und für See-/Bachforellen ab 50 cm in sechs Gewässersystemen (Art. 15 FBV). Ganzjährig geschützt im ganzen Kanton sind Nase, Groppe, Strömer, Aal, Strigione und Bartgrundel sowie Dohlen- und Edelkrebs (Art. 3 Abs. 1 FBV); die Äsche zusätzlich im Einzugsgebiet der Moesa und im Inn unterhalb S-chanf (Art. 3 Abs. 2 FBV). Weitere zentrale Betriebsvorschriften: Nachtfangverbot 23.00–05.00 Uhr (Art. 16 FBV); Widerhakenverbot, höchstens drei Angelspitzen (Art. 27 FBV); nur ein Angelgerät gleichzeitig (Art. 26 FBV); Verbot des Angelns mit der Absicht, die Fische wieder freizulassen — Catch-and-Release ist untersagt (Art. 30 Abs. 2 FBV); generelles Bootsfischereiverbot inkl. Belly-Boat mit abschliessender Ausnahmeliste (Art. 28 FBV); Watverbot am Inn 401–412 ohne 412F (Art. 8 Abs. 2 FBV); Betreten der Gewässer zur Fischereiausübung grundsätzlich erst ab 1. Juni (Art. 8 Abs. 1 FBV). Fangzahlen: Tagesfanglimit vier Edelfische an Fliessgewässern, sechs an stehenden Gewässern, insgesamt höchstens sechs pro Tag; höchstens zwei Äschen pro Tag an Fliessgewässern; Saisonfanglimit 60 Edelfische an Fliessgewässern, davon höchstens zehn Äschen; Sonderlimiten Lago di Livigno (zehn Edelfische, davon max. zwei Äschen) und Moesa 804 zwischen Pont del Sass und Pont Poént (zwei Edelfische); Fangzahlbeschränkungen gelten pro Person, nicht pro Patent (Art. 22 FBV). Edelfische sind Bach- und Seeforellen aller genetischen Ausprägungen, Seesaiblinge, Bachsaiblinge, Amerikanische Seesaiblinge (Namaycush), Regenbogenforellen und Äschen (Art. 21 FBV); für alle übrigen freigegebenen Arten gilt keine Fangzahlbeschränkung (Art. 24 FBV). Fangstatistikpflicht für alle Patentinhaber, grundsätzlich elektronisch über die Bündner Fischerei-App (Art. 38–40 FBV). Als Köderfisch sind nur tote Elritzen zulässig; der Fang und die Verwendung von Fischnährtieren als Köder sind verboten (Art. 33 FBV); Naturköderverbot in 19 aufgeführten Gewässerabschnitten (Art. 37 FBV). In 15 Gewässern mit privaten Fischereirechten darf mit dem kantonalen Patent überhaupt nicht gefischt werden, darunter Igl Lai/Heidsee, Vaz/Obervaz (2056 und 2057), Selvasee Vals (1017), Lag Grond Laax (1018), Lag la Cresta Flims/Trin (1020), Lej Nair und Lej Pitschen Pontresina (4020/4021), Lai Nair und Lai da Tarasp Scuol (4036/4037), Lai da Rims Val Müstair (5001); in allen übrigen Privatgewässern ist die Uferfischerei mit kantonalem Patent gestattet (Art. 7 FBV). Inhaber privater Fischereirechte dürfen strengere Bestimmungen erlassen (Art. 1 Abs. 2 FBV).
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Verordnung über den Fischereibetrieb (Fischereibetriebsvorschriften) (BR 760.155)
- Fundstelle
- Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV
- Fassung
- Vom 10.12.2019, in Kraft seit 01.01.2020; aktuelle Version in Kraft seit 01.01.2026 (Beschlussdatum 08.12.2025), Anhänge Stand 1. Januar 2026
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Seesaibling im Kanton Graubünden?
Das Fischereirecht im Kanton Graubünden sieht für Seesaibling keine eigene Schonzeit vor. Es bleibt bei der Vorgabe des Bundes nach Art. 1 VBGF und den Vorschriften deines Gewässers.
Wie gross muss der Seesaibling sein, damit man ihn mitnehmen darf?
Das Fangmindestmass beträgt 24 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Graubünden?
Nein. im Kanton Graubünden gelten für Seesaibling in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Lai da Tuma (1001), Lai Blau (1008), Blausee (1012), Flüesee (2012), Foppasee (2013), Lai da Ravais-ch Suot (2033). Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Seesaibling gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Seesaibling im Kanton Graubünden steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Graubünden erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Seesaibling — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Graubünden lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Seesaibling wieder frei wird.
Seesaibling in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Seesaibling Schonzeit".
- Seesaibling Schonzeit Zürich
- Seesaibling Schonzeit Bern
- Seesaibling Schonzeit Luzern
- Seesaibling Schonzeit Uri
- Seesaibling Schonzeit Schwyz
- Seesaibling Schonzeit Obwalden
- Seesaibling Schonzeit Nidwalden
- Seesaibling Schonzeit Glarus
- Seesaibling Schonzeit Zug
- Seesaibling Schonzeit Solothurn
- Seesaibling Schonzeit Basel-Stadt
- Seesaibling Schonzeit Basel-Landschaft
- Seesaibling Schonzeit Schaffhausen
- Seesaibling Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Seesaibling Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Seesaibling Schonzeit St. Gallen
- Seesaibling Schonzeit Aargau
- Seesaibling Schonzeit Thurgau
- Seesaibling Schonzeit Freiburg
- Seesaibling Schonzeit Waadt
- Seesaibling Schonzeit Wallis
- Seesaibling Schonzeit Neuenburg
- Seesaibling Schonzeit Genf
- Seesaibling Schonzeit Jura
- Seesaibling Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Graubünden
- Bachforelle Schonzeit Graubünden
- Seeforelle Schonzeit Graubünden
- Regenbogenforelle Schonzeit Graubünden
- Bachsaibling Schonzeit Graubünden
- Felchen Schonzeit Graubünden
- Äsche Schonzeit Graubünden
- Lachs Schonzeit Graubünden
- Hecht Schonzeit Graubünden
- Egli Schonzeit Graubünden
- Zander Schonzeit Graubünden
- Trüsche Schonzeit Graubünden
- Wels Schonzeit Graubünden
- Aal Schonzeit Graubünden
- Karpfen Schonzeit Graubünden
- Schleie Schonzeit Graubünden
- Alet Schonzeit Graubünden
- Rotauge Schonzeit Graubünden
- Brachsme Schonzeit Graubünden
- Barbe Schonzeit Graubünden
- Nase Schonzeit Graubünden
Alle Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Graubünden im Überblick