Zum Inhalt springen

Schonzeit

Schonzeit Aal im Kanton Graubünden

Der Aal ist im Kanton Graubünden ganzjährig geschont. Es gibt kein Zeitfenster, in dem eine Entnahme zulässig wäre. Ein kantonales Fangmass besteht für den Aal im Kanton Graubünden nicht.

Stand 07. September

Ganzjährig geschont

Diese Art darf in diesem Kanton zu keiner Zeit entnommen werden.

Kantonale Schonzeit im Kanton Graubünden im Jahresverlauf

Bund und Kanton — beide Ebenen

Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz

Für Aal nennt die VBGF weder eine Mindest-Schonzeit noch ein Fangmindestmass. Was gilt, entscheidet allein der Kanton.

VBGF, SR 923.01

Kanton Graubünden — das gilt vor Ort

Schonzeit
ganzjährig geschont
Fangmass
im Kantonsrecht nicht geführt

Art. 3 Abs. 1 FBV

AngabeWert
Fischart Aal (Anguilla anguilla)
KantonGraubünden (GR)
Schonzeitganzjährig geschont
Fangmassim Kantonsrecht nicht geführt
FundstelleFBV GR, Art. 3 Abs. 1 FBV

Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

Der Aal wird auch Europäischer Aal genannt — gemeint ist immer dieselbe Art, Anguilla anguilla.

Was du dazu wissen solltest

Der Aal ist im ganzen Kanton geschützt; er darf nicht gefangen und muss, falls lebensfähig, sofort ins Wasser zurückversetzt werden (Art. 31 Abs. 3 FBV). Ein Fangmass ist folgerichtig nicht festgelegt.

Weitere Vorschriften im Kanton Graubünden

Graubünden regelt den Fischschutz primär über die Fangzeit (Fischereisaison), nicht über artspezifische Kalender-Schonzeiten. Fischereisaison: 1. Mai bis und mit 15. September an Fliessgewässern, 1. Mai bis und mit 31. Oktober an stehenden Gewässern (Art. 11 Abs. 1 FBV). Abweichende Fangzeiten für einzelne Gewässer nach Anhang 2 FBV: Eröffnung bereits am 1. Februar (Alpenrhein 302/303, Landquart 335 ab Arieschbach bis 336, Seen Oldis 3008, Caluoriweiher 3010, Zizerser Weiher 3011), am 1. März (Alpenrhein 304/305) — beide mit Unterbruch 1.–30. April auf bestimmten Abschnitten — sowie Eröffnung erst am 15. Juni am Inn 401–403, 405/406 und an mehreren Seitengewässern des Inns; Saisonende bereits am 15. September u. a. am Lai da Palpuogna (2030), Stausee Solis (2054), Stausee Isel Arosa (3004) und Lago di Poschiavo (6011), am 30. September am Alpenrhein 302–305, am Inn 401–403/405/406 und an den vier Oberengadiner Talseen (Silsersee 4001, Silvaplanersee 4002, Champfèrersee 4003, St. Moritzersee 4004). Artspezifische Schonzeiten gibt es nur für die Äsche (Art. 14 FBV) und für See-/Bachforellen ab 50 cm in sechs Gewässersystemen (Art. 15 FBV). Ganzjährig geschützt im ganzen Kanton sind Nase, Groppe, Strömer, Aal, Strigione und Bartgrundel sowie Dohlen- und Edelkrebs (Art. 3 Abs. 1 FBV); die Äsche zusätzlich im Einzugsgebiet der Moesa und im Inn unterhalb S-chanf (Art. 3 Abs. 2 FBV). Weitere zentrale Betriebsvorschriften: Nachtfangverbot 23.00–05.00 Uhr (Art. 16 FBV); Widerhakenverbot, höchstens drei Angelspitzen (Art. 27 FBV); nur ein Angelgerät gleichzeitig (Art. 26 FBV); Verbot des Angelns mit der Absicht, die Fische wieder freizulassen — Catch-and-Release ist untersagt (Art. 30 Abs. 2 FBV); generelles Bootsfischereiverbot inkl. Belly-Boat mit abschliessender Ausnahmeliste (Art. 28 FBV); Watverbot am Inn 401–412 ohne 412F (Art. 8 Abs. 2 FBV); Betreten der Gewässer zur Fischereiausübung grundsätzlich erst ab 1. Juni (Art. 8 Abs. 1 FBV). Fangzahlen: Tagesfanglimit vier Edelfische an Fliessgewässern, sechs an stehenden Gewässern, insgesamt höchstens sechs pro Tag; höchstens zwei Äschen pro Tag an Fliessgewässern; Saisonfanglimit 60 Edelfische an Fliessgewässern, davon höchstens zehn Äschen; Sonderlimiten Lago di Livigno (zehn Edelfische, davon max. zwei Äschen) und Moesa 804 zwischen Pont del Sass und Pont Poént (zwei Edelfische); Fangzahlbeschränkungen gelten pro Person, nicht pro Patent (Art. 22 FBV). Edelfische sind Bach- und Seeforellen aller genetischen Ausprägungen, Seesaiblinge, Bachsaiblinge, Amerikanische Seesaiblinge (Namaycush), Regenbogenforellen und Äschen (Art. 21 FBV); für alle übrigen freigegebenen Arten gilt keine Fangzahlbeschränkung (Art. 24 FBV). Fangstatistikpflicht für alle Patentinhaber, grundsätzlich elektronisch über die Bündner Fischerei-App (Art. 38–40 FBV). Als Köderfisch sind nur tote Elritzen zulässig; der Fang und die Verwendung von Fischnährtieren als Köder sind verboten (Art. 33 FBV); Naturköderverbot in 19 aufgeführten Gewässerabschnitten (Art. 37 FBV). In 15 Gewässern mit privaten Fischereirechten darf mit dem kantonalen Patent überhaupt nicht gefischt werden, darunter Igl Lai/Heidsee, Vaz/Obervaz (2056 und 2057), Selvasee Vals (1017), Lag Grond Laax (1018), Lag la Cresta Flims/Trin (1020), Lej Nair und Lej Pitschen Pontresina (4020/4021), Lai Nair und Lai da Tarasp Scuol (4036/4037), Lai da Rims Val Müstair (5001); in allen übrigen Privatgewässern ist die Uferfischerei mit kantonalem Patent gestattet (Art. 7 FBV). Inhaber privater Fischereirechte dürfen strengere Bestimmungen erlassen (Art. 1 Abs. 2 FBV).

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage 1
Verordnung über den Fischereibetrieb (Fischereibetriebsvorschriften) (BR 760.155)
Fundstelle
Art. 3 Abs. 1 FBV
Fassung
Vom 10.12.2019, in Kraft seit 01.01.2020; aktuelle Version in Kraft seit 01.01.2026 (Beschlussdatum 08.12.2025), Anhänge Stand 1. Januar 2026
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wann ist die Schonzeit bei Aal im Kanton Graubünden?

Aal ist im Kanton Graubünden ganzjährig geschont — eine Entnahme ist zu keiner Zeit zulässig. Rechtsgrundlage ist FBV GR, Art. 3 Abs. 1 FBV.

Wie gross muss der Aal sein, damit man ihn mitnehmen darf?

Der Kanton setzt kein eigenes Fangmass fest. Es gilt die Untergrenze des Bundes nach Art. 2 VBGF, soweit sie diese Art erfasst — und darüber hinaus, was die Vorschriften deines Gewässers vorgeben.

Was passiert, wenn ich den Aal in der Schonzeit fange?

Der Fisch ist unverzüglich und schonend zurückzusetzen. Ihn zu entnehmen oder zu verwerten ist eine Widerhandlung gegen das Fischereirecht und kann gebüsst werden. Wer regelmässig am selben Gewässer fischt, sollte Schonzeiten und Masse vor jeder Saison prüfen — die Kantone passen ihre Erlasse regelmässig an.

Was gibt der Bund vor und was der Kanton?

Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.

Weiter prüfen

Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Aal gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Aal im Kanton Graubünden steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Graubünden erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.

Mehr zur Art: Aal — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Graubünden lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Aal wieder frei wird.

Aal in anderen Kantonen

Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Aal Schonzeit".

Andere Fischarten im Kanton Graubünden

Alle Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Graubünden im Überblick