Schonzeit
Schonzeit Regenbogenforelle im Kanton Graubünden
Für die Regenbogenforelle ist im Kanton Graubünden ausdrücklich keine Schonzeit festgelegt — die Art steht im kantonalen Erlass, aber ohne Schonzeit-Eintrag. Ein Fangmass ist für die Regenbogenforelle im Kanton Graubünden nicht festgesetzt.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
In einzelnen Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Regeln — siehe die Tabelle unten.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
Für Regenbogenforelle nennt die VBGF weder eine Mindest-Schonzeit noch ein Fangmindestmass. Was gilt, entscheidet allein der Kanton.
Kanton Graubünden — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- keine Schonzeit
- Fangmass
- kein Fangmass
Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) |
| Kanton | Graubünden (GR) |
| Schonzeit | keine Schonzeit |
| Fangmass | kein Fangmass |
| Fundstelle | FBV GR, Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Was du dazu wissen solltest
Anhang 1 Ziff. III FBV: «kein Fangmass — alle übrigen Gewässer», d. h. in allen Fliessgewässern ausser dem Alpenrhein. Keine artspezifische Schonzeit; massgebend ist die Fangzeit (Art. 11 FBV). Regenbogenforelle ist Edelfisch nach Art. 21 FBV; in der Moesa auf den Abschnitten 805 und 806 besteht keine Fangzahlbeschränkung (Art. 23 Abs. 1 Bst. e FBV).
Abweichende Regeln im Kanton Graubünden
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Graubünden. In den folgenden Gewässern gilt für Regenbogenforelle etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| alle stehenden Gewässer | keine Schonzeit | 24 cm | Anhang 1 Ziff. III FBV |
| Alpenrhein (301–305) | keine Schonzeit | 26 cm | Anhang 1 Ziff. III FBV |
Weitere Vorschriften im Kanton Graubünden
Graubünden regelt den Fischschutz primär über die Fangzeit (Fischereisaison), nicht über artspezifische Kalender-Schonzeiten. Fischereisaison: 1. Mai bis und mit 15. September an Fliessgewässern, 1. Mai bis und mit 31. Oktober an stehenden Gewässern (Art. 11 Abs. 1 FBV). Abweichende Fangzeiten für einzelne Gewässer nach Anhang 2 FBV: Eröffnung bereits am 1. Februar (Alpenrhein 302/303, Landquart 335 ab Arieschbach bis 336, Seen Oldis 3008, Caluoriweiher 3010, Zizerser Weiher 3011), am 1. März (Alpenrhein 304/305) — beide mit Unterbruch 1.–30. April auf bestimmten Abschnitten — sowie Eröffnung erst am 15. Juni am Inn 401–403, 405/406 und an mehreren Seitengewässern des Inns; Saisonende bereits am 15. September u. a. am Lai da Palpuogna (2030), Stausee Solis (2054), Stausee Isel Arosa (3004) und Lago di Poschiavo (6011), am 30. September am Alpenrhein 302–305, am Inn 401–403/405/406 und an den vier Oberengadiner Talseen (Silsersee 4001, Silvaplanersee 4002, Champfèrersee 4003, St. Moritzersee 4004). Artspezifische Schonzeiten gibt es nur für die Äsche (Art. 14 FBV) und für See-/Bachforellen ab 50 cm in sechs Gewässersystemen (Art. 15 FBV). Ganzjährig geschützt im ganzen Kanton sind Nase, Groppe, Strömer, Aal, Strigione und Bartgrundel sowie Dohlen- und Edelkrebs (Art. 3 Abs. 1 FBV); die Äsche zusätzlich im Einzugsgebiet der Moesa und im Inn unterhalb S-chanf (Art. 3 Abs. 2 FBV). Weitere zentrale Betriebsvorschriften: Nachtfangverbot 23.00–05.00 Uhr (Art. 16 FBV); Widerhakenverbot, höchstens drei Angelspitzen (Art. 27 FBV); nur ein Angelgerät gleichzeitig (Art. 26 FBV); Verbot des Angelns mit der Absicht, die Fische wieder freizulassen — Catch-and-Release ist untersagt (Art. 30 Abs. 2 FBV); generelles Bootsfischereiverbot inkl. Belly-Boat mit abschliessender Ausnahmeliste (Art. 28 FBV); Watverbot am Inn 401–412 ohne 412F (Art. 8 Abs. 2 FBV); Betreten der Gewässer zur Fischereiausübung grundsätzlich erst ab 1. Juni (Art. 8 Abs. 1 FBV). Fangzahlen: Tagesfanglimit vier Edelfische an Fliessgewässern, sechs an stehenden Gewässern, insgesamt höchstens sechs pro Tag; höchstens zwei Äschen pro Tag an Fliessgewässern; Saisonfanglimit 60 Edelfische an Fliessgewässern, davon höchstens zehn Äschen; Sonderlimiten Lago di Livigno (zehn Edelfische, davon max. zwei Äschen) und Moesa 804 zwischen Pont del Sass und Pont Poént (zwei Edelfische); Fangzahlbeschränkungen gelten pro Person, nicht pro Patent (Art. 22 FBV). Edelfische sind Bach- und Seeforellen aller genetischen Ausprägungen, Seesaiblinge, Bachsaiblinge, Amerikanische Seesaiblinge (Namaycush), Regenbogenforellen und Äschen (Art. 21 FBV); für alle übrigen freigegebenen Arten gilt keine Fangzahlbeschränkung (Art. 24 FBV). Fangstatistikpflicht für alle Patentinhaber, grundsätzlich elektronisch über die Bündner Fischerei-App (Art. 38–40 FBV). Als Köderfisch sind nur tote Elritzen zulässig; der Fang und die Verwendung von Fischnährtieren als Köder sind verboten (Art. 33 FBV); Naturköderverbot in 19 aufgeführten Gewässerabschnitten (Art. 37 FBV). In 15 Gewässern mit privaten Fischereirechten darf mit dem kantonalen Patent überhaupt nicht gefischt werden, darunter Igl Lai/Heidsee, Vaz/Obervaz (2056 und 2057), Selvasee Vals (1017), Lag Grond Laax (1018), Lag la Cresta Flims/Trin (1020), Lej Nair und Lej Pitschen Pontresina (4020/4021), Lai Nair und Lai da Tarasp Scuol (4036/4037), Lai da Rims Val Müstair (5001); in allen übrigen Privatgewässern ist die Uferfischerei mit kantonalem Patent gestattet (Art. 7 FBV). Inhaber privater Fischereirechte dürfen strengere Bestimmungen erlassen (Art. 1 Abs. 2 FBV).
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Verordnung über den Fischereibetrieb (Fischereibetriebsvorschriften) (BR 760.155)
- Fundstelle
- Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV
- Fassung
- Vom 10.12.2019, in Kraft seit 01.01.2020; aktuelle Version in Kraft seit 01.01.2026 (Beschlussdatum 08.12.2025), Anhänge Stand 1. Januar 2026
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Regenbogenforelle im Kanton Graubünden?
Das Fischereirecht im Kanton Graubünden sieht für Regenbogenforelle keine eigene Schonzeit vor. Es bleibt bei der Vorgabe des Bundes nach Art. 1 VBGF und den Vorschriften deines Gewässers.
Wie gross muss die Regenbogenforelle sein, damit man sie mitnehmen darf?
Der Kanton setzt kein eigenes Fangmass fest. Es gilt die Untergrenze des Bundes nach Art. 2 VBGF, soweit sie diese Art erfasst — und darüber hinaus, was die Vorschriften deines Gewässers vorgeben.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Graubünden?
Nein. im Kanton Graubünden gelten für Regenbogenforelle in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: alle stehenden Gewässer, Alpenrhein (301–305). Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Regenbogenforelle gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Regenbogenforelle im Kanton Graubünden steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Graubünden erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Regenbogenforelle — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Graubünden lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Regenbogenforelle wieder frei wird.
Regenbogenforelle in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Regenbogenforelle Schonzeit".
- Regenbogenforelle Schonzeit Zürich
- Regenbogenforelle Schonzeit Bern
- Regenbogenforelle Schonzeit Luzern
- Regenbogenforelle Schonzeit Uri
- Regenbogenforelle Schonzeit Schwyz
- Regenbogenforelle Schonzeit Obwalden
- Regenbogenforelle Schonzeit Nidwalden
- Regenbogenforelle Schonzeit Glarus
- Regenbogenforelle Schonzeit Zug
- Regenbogenforelle Schonzeit Solothurn
- Regenbogenforelle Schonzeit Basel-Stadt
- Regenbogenforelle Schonzeit Basel-Landschaft
- Regenbogenforelle Schonzeit Schaffhausen
- Regenbogenforelle Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Regenbogenforelle Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Regenbogenforelle Schonzeit St. Gallen
- Regenbogenforelle Schonzeit Aargau
- Regenbogenforelle Schonzeit Thurgau
- Regenbogenforelle Schonzeit Freiburg
- Regenbogenforelle Schonzeit Waadt
- Regenbogenforelle Schonzeit Wallis
- Regenbogenforelle Schonzeit Neuenburg
- Regenbogenforelle Schonzeit Genf
- Regenbogenforelle Schonzeit Jura
- Regenbogenforelle Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Graubünden
- Bachforelle Schonzeit Graubünden
- Seeforelle Schonzeit Graubünden
- Seesaibling Schonzeit Graubünden
- Bachsaibling Schonzeit Graubünden
- Felchen Schonzeit Graubünden
- Äsche Schonzeit Graubünden
- Lachs Schonzeit Graubünden
- Hecht Schonzeit Graubünden
- Egli Schonzeit Graubünden
- Zander Schonzeit Graubünden
- Trüsche Schonzeit Graubünden
- Wels Schonzeit Graubünden
- Aal Schonzeit Graubünden
- Karpfen Schonzeit Graubünden
- Schleie Schonzeit Graubünden
- Alet Schonzeit Graubünden
- Rotauge Schonzeit Graubünden
- Brachsme Schonzeit Graubünden
- Barbe Schonzeit Graubünden
- Nase Schonzeit Graubünden
Alle Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Graubünden im Überblick