Fangmass
Fangmass Seesaibling im Kanton Graubünden
Das Fangmindestmass für den Seesaibling beträgt im Kanton Graubünden 24 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 22 cm vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Seesaibling (Salvelinus umbla) |
| Kanton | Graubünden (GR) |
| Fangmass Kanton | 24 cm |
| Untergrenze Bund | 22 cm |
| Schonzeit | keine Schonzeit |
| Fundstelle | FBV GR, Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV |
Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
So wird gemessen
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.
«Für die Bestimmung des Fangmasses sind die Fische von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse zu messen.» — Art. 18 Abs. 2 FBV (BR 760.155).
Was du dazu wissen solltest
Keine artspezifische Schonzeit; massgebend ist die Fangzeit (Art. 11 FBV, Anhang 2). Edelfisch nach Art. 21 FBV.
Abweichende Masse im Kanton Graubünden
In diesen Gewässern gilt für Seesaibling ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Lai da Tuma (1001), Lai Blau (1008), Blausee (1012), Flüesee (2012), Foppasee (2013), Lai da Ravais-ch Suot (2033) | keine Schonzeit | kein Fangmass | Anhang 1 Ziff. III FBV |
Lai da Tuma (1001), Lai Blau (1008), Blausee (1012), Flüesee (2012), Foppasee (2013), Lai da Ravais-ch Suot (2033):Kein Fangmass. In denselben Seen gilt für den Seesaibling zudem keine Fangzahlbeschränkung (Art. 23 Abs. 1 Bst. b FBV).
An der Kantonsgrenze
Der Seesaibling muss im Kanton Graubünden 24 Zentimeter messen. Über das gemeinsame Gewässer Rhein grenzt der Kanton an 2 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. St. Gallen verlangt je 22 cm — 2 Zentimeter weniger, am selben Wasser. Zürich verlangt je 25 cm — 1 Zentimeter mehr, am selben Wasser. Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Aargau und Thurgau führen für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Verordnung über den Fischereibetrieb (Fischereibetriebsvorschriften) (BR 760.155)
- Fundstelle
- Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV
- Fassung
- Vom 10.12.2019, in Kraft seit 01.01.2020; aktuelle Version in Kraft seit 01.01.2026 (Beschlussdatum 08.12.2025), Anhänge Stand 1. Januar 2026
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wie gross muss der Seesaibling im Kanton Graubünden sein?
Mindestens 24 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie wird ein Fisch richtig gemessen?
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.
Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?
Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.
Gilt das Mass im ganzen Kanton Graubünden?
Nein. Abweichende Masse gelten in: Lai da Tuma (1001), Lai Blau (1008), Blausee (1012), Flüesee (2012), Foppasee (2013), Lai da Ravais-ch Suot (2033). Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.
Weiter prüfen
Wann der Seesaibling geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Seesaibling im Kanton Graubünden. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Seesaibling zeigt die Hakengrössen-Tabelle.
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