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Raubfische · Schweiz

Trüsche fischen in der Schweiz

Die Trüsche (Lota lota) gehört zu den Raubfischen und ist in 26 Deutschschweizer Kantonen geregelt. Die Trüsche wird auch Quappe, Rutte oder Aalrutte genannt. Wir führen 9 Gewässer, in denen die Art vorkommt.

Trüsche (Lota lota), Seitenansicht
Trüsche (Lota lota)

Zum Namen

Die Trüsche ist der einzige Süsswasser-Dorschfisch der Schweiz; in Deutschland heisst sie Quappe. Wissenschaftlich heisst die Art Lota lota.

Lebensraum

Der einzige Süsswasser-Dorschfisch Europas. Lebt versteckt am Grund tiefer, kalter Seen und in grossen Flüssen, tagsüber unter Steinen und Wurzeln.

Woran du sie erkennst

Unverwechselbar ist die eine lange Bartel am Kinn — dazu kommen zwei sehr kurze an den Nasenlöchern. Der Körper ist langgestreckt und hinten seitlich abgeflacht, der Kopf breit und flach, die Haut wirkt durch die winzigen Schuppen glatt und schlüpfrig. Die Färbung ist gelboliv bis grünlich mit unscharfer dunkler Marmorierung. Zweite Rückenflosse und Afterflosse laufen ungewöhnlich lang bis zur abgerundeten Schwanzflosse. Übliche Länge 25 bis 60 Zentimeter; ausgewachsene Tiere erreichen im Ausnahmefall einen Meter.

Wo genau sie steht

Nicht irgendwo am Grund, sondern an der Kante. Gesucht ist ein Ufer, das steil abfällt und von dem aus sich Tiefen ab etwa 25 Metern erreichen lassen — Hafenmolen, Schiffanlegeplätze und Felsvorsprünge sind die klassischen Stellen. Mündet in der Nähe ein grösserer Bach ein, steigt die Aussicht noch einmal, weil er Nahrung an die Kante trägt. An einer steilen Kante entscheiden schon kleine Änderungen von Standort und Wurfweite darüber, in welcher Tiefe der Köder landet.

Methoden

Köder

Tauwurm · Fischfetzen · toter Köderfisch

Ob Köderfische zulässig sind — lebend oder nur tot, und woher sie stammen dürfen —, regelt der Kanton. Die Übersicht dazu steht unter Köderfisch.

Saison

Die Ausnahme unter den Schweizer Fischen: Sie laicht im Winter, oft unter Eis, und ist genau dann am aktivsten — Hauptlaichzeit ist November bis Februar. Dezember bis Februar sind die besten Monate. Im Sommer fährt sie ihre Aktivität zurück; sie ist an kaltes Wasser gebunden, und wo sich ein See schichtet, steht sie unter der Sprungschicht. Auf den Seeseiten steht beides — Wassertemperatur und Sprungschichttiefe.

In der Küche

Die Trüsche gilt als seltene Delikatesse, und das Gesuchte ist nicht einmal das Filet: Die Leber ist der Teil, dessentwegen Kenner im Winter ans Wasser gehen. Das Fleisch selbst ist gräten- und fettarm und wird meist gebraten — nach Luzerner Art in Butter. Dass die Saison in den Winter fällt, passt zur Beilage: Wintergemüse statt Salat.

Ein Tipp aus der Praxis

Trüschen fängt man im Winter, nachts, am Grund — also genau dann, wenn sonst niemand am Wasser ist. Wer die Kälte aushält, hat den See für sich.

Wo die Trüsche vorkommt

Diese Gewässer führen wir mit eigener Seite. Wo der Bund misst, stehen dort Pegel und Beiss-Index; daneben steht immer, welches Kantonsrecht gilt:

Recht: Schonzeit und Fangmass

Das Fischereirecht ist kantonal. Diese Übersicht verdichtet die Lage — die verbindlichen Werte mit Artikel, Fassung und Quell-Link stehen auf den Rechtsseiten.

KantonSchonzeit FangmassHeute
Zürich im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Bern im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Luzern keine Schonzeit kein Fangmass offen
Uri im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Schwyz im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Obwalden im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Nidwalden im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Glarus im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Zug keine Schonzeit kein Fangmass offen
Solothurn im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Basel-Stadt 01.11.–28.02. 50 cm offen
Basel-Landschaft nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt offen
Schaffhausen im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Appenzell Ausserrhoden im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Appenzell Innerrhoden 13.09.–10.04. 32 cm offen
St. Gallen im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Graubünden keine Schonzeit kein Fangmass offen
Aargau im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Thurgau im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Freiburg erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass offen
Waadt keine Schonzeit kein Fangmass offen
Wallis im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Neuenburg im Kantonsrecht nicht geführt kein Fangmass offen
Genf nicht abschliessend geklärt nicht abschliessend geklärt offen
Jura im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen
Tessin im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt offen

Verdichtete Übersicht ohne Gewässer-Sonderregeln. Verbindlich sind die Rechtsseiten mit Fundstelle. Ohne Gewähr.

Was der Bund vorgibt

Der Bund schreibt für die Trüsche keine Mindest-Schonzeit vor. Ein Fangmindestmass des Bundes besteht nicht.

In Anhang 1 VBGF ist Lota lota mit dem Gefährdungsstatus NG (nicht gefährdet) geführt.

Häufige Fragen

Wo fängt man die Trüsche in der Schweiz?

Die Trüsche ist unter anderem in Vierwaldstättersee, Thunersee, Brienzersee, Zugersee, Walensee, Zürichsee, Bodensee-Obersee, Rhein, Aare zu finden. Auf den Gewässerseiten stehen dazu die aktuellen Messwerte und das Recht der Anliegerkantone.

Wann ist die Trüsche geschont?

Das ist von Kanton zu Kanton verschieden. Die Übersicht mit allen Zeiträumen und Fundstellen steht auf der Schonzeit-Seite dieser Art.

Wie gross muss die Trüsche sein?

Wo ein Kanton ein eigenes Mass setzt, sind es 50 Zentimeter (Basel-Stadt). Eine Untergrenze des Bundes besteht für diese Art nicht.

Was ist beim Fang von die Trüsche zu beachten?

Trüschen fängt man im Winter, nachts, am Grund — also genau dann, wenn sonst niemand am Wasser ist. Wer die Kälte aushält, hat den See für sich.

Weiter

Die verbindlichen Werte je Kanton stehen unter Trüsche Schonzeit und Trüsche Fangmass. Ob du heute entnehmen darfst, klärt der Checker „Darf ich fischen?".

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