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Fangmass · Schweiz

Barbe — Fangmass in der Schweiz

Wie gross die Barbe sein muss, entscheidet der Kanton — über einer Untergrenze, die der Bund für die ganze Schweiz setzt. Diese Übersicht zeigt alle 26 Deutschschweizer Kantone nebeneinander, mit Fundstelle im amtlichen Erlass.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Die Regel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt schweizweit einheitlich. Wer bis zur Flossengabel misst statt bis zu den Spitzen, liegt je nach Art rund einen Zentimeter zu tief — im Grenzfall ist das der Unterschied zwischen erlaubter Entnahme und Widerhandlung.

Alle Kantone im Vergleich

Kanton Fangmass Abweichende Gewässer Fundstelle
Zürich 30 cm 2 mit eigenem Mass FiR ZH, § 27 FiR ZH (30 cm in F- und G-Revieren sowie im Rhein); § 26 FiR ZH führt die Barbe nicht auf
Bern im Kantonsrecht nicht geführt
Luzern kein Fangmass FiV LU, § 12 Abs. 2 und § 13 Abs. 2 FiV
Uri im Kantonsrecht nicht geführt FiR UR, —
Schwyz im Kantonsrecht nicht geführt
Obwalden im Kantonsrecht nicht geführt
Nidwalden im Kantonsrecht nicht geführt
Glarus im Kantonsrecht nicht geführt VVFG GL, —
Zug kein Fangmass Infoblatt AfW ZG, Amtliche Artentabelle des Amts für Wald und Wild (zg.ch / Infoblatt Angel-Fischerei, Stand November 2025): unter «Übrige», d. h. ohne Schonzeit und ohne Fangmindestmass
Solothurn im Kantonsrecht nicht geführt 1 mit eigenem Mass
Basel-Stadt 35 cm Anhang FiV BS, Anhang Ziff. 1 FiV BS i. V. m. § 13b Abs. 2 FiV BS
Basel-Landschaft 35 cm 2 mit eigenem Mass FiV BL, § 8 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 FiV BL
Schaffhausen 30 cm 1 mit eigenem Mass FiV SH, § 36 Abs. 1 lit. g FiV SH; in § 35 Abs. 1 FiV SH nicht aufgeführt
Appenzell Ausserrhoden im Kantonsrecht nicht geführt
Appenzell Innerrhoden 32 cm 7 mit eigenem Mass StKB Fischerei, Art. 22 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 2 FischV (GS 923.010) i. V. m. Art. 1 und Anhang Ziff. 1 StKB Fischerei (GS 923.013), Anhang Stand 17.03.2026 (Schonzeit); Art. 2 Abs. 1 lit. a StKB Fischerei (GS 923.013), Stand 01.04.2026 (Fangmindestmass)
St. Gallen im Kantonsrecht nicht geführt FV SG, —
Graubünden kein Fangmass FBV GR, Art. 20 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. III FBV («übrige zum Fang freigegebene Fischarten»)
Aargau 30 cm 1 mit eigenem Mass AFV, § 16 Abs. 1 lit. c AFV (Fangmass); § 15 Abs. 2 AFV nennt die Barbe nicht
Thurgau 35 cm FiV TG, § 11 Abs. 1 und 2 FiV i. V. m. Anhang 3 Ziff. 5 FiV (Fangmindestmass); Anhang 2 FiV enthält keinen Eintrag für Barben
Freiburg kein Fangmass 1 mit eigenem Mass OPêche FR, art. 28 al. 1, art. 30 al. 3 OPêche
Waadt kein Fangmass Directives rivières 2025-2027, art. 44 (Barbeau) Directives 2025-2027
Wallis im Kantonsrecht nicht geführt
Neuenburg kein Fangmass Arrêté pêche NE 2026, art. 20 let. c (Section 2); art. 28 al. 1 let. c (Doubs 1ère cat.) Arrêté 2026
Genf nicht abschliessend geklärt
Jura 35 cm Règlement pêche 2026-2029 JU, art. 12 lit. c (période) et art. 25 (longueur) du règlement 2026-2029
Tessin im Kantonsrecht nicht geführt 3 mit eigenem Mass

Kantonale Grundregel. Konkordatsseen, Grenzstrecken und Bergseen haben oft eigene Werte — siehe die jeweilige Kantonsseite. Ohne Gewähr.

Was der Vergleich zeigt

7 der 26 Kantone setzen für die Barbe ein eigenes Mass fest. Der Normalfall sind 35 Zentimeter — 4 Kantone verlangen genau diesen Wert (Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Thurgau und Jura). Am strengsten sind Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Thurgau und Jura mit 35 Zentimetern, am tiefsten liegen Zürich, Schaffhausen und Aargau mit 30. Zwischen beiden Enden liegen 5 Zentimeter — bei ein und demselben Fisch, wenige Fahrminuten auseinander.

Eine Besonderheit entzieht sich der Auswertung: Appenzell Innerrhoden regelt das Fangmindestmass nach Gewässer statt nach Fischart. Der Wert von 32 Zentimetern gilt dort «für Fische» und damit auch für die Barbe — rechtlich verbindlich, aber keine Aussage darüber, wie dieser Kanton diese Art einschätzt.

Häufige Fragen

Wie gross muss die Barbe in der Schweiz sein?

Das hängt vom Kanton ab: Die Werte reichen von 30 bis 35 Zentimetern. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt jeden Kanton einzeln, mit Fundstelle.

Wie wird gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. So steht es in Art. 2 Abs. 2 VBGF, und diese Regel gilt in der ganzen Schweiz einheitlich — auch dann, wenn der Kanton das Mass selbst festgelegt hat.

Darf ein Kanton das Mass des Bundes unterschreiten?

Nein. Art. 2 Abs. 4 VBGF erlaubt den Kantonen ausdrücklich nur, die Fangmindestmasse zu erhöhen und auf weitere Arten auszudehnen. Nach unten ist die Bundesvorgabe verbindlich. Ausnahmen sind nur nach Art. 4 VBGF möglich — zeitlich und auf ein bestimmtes Gewässer begrenzt, wenn es fischereibiologisch nötig ist.

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Wann die Barbe geschont ist, steht unter Barbe Schonzeit. Die passende Hakengrösse für Barbe zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

Fangmass anderer Arten