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Fangmass · Schweiz

Seeforelle — Fangmass in der Schweiz

Wie gross die Seeforelle sein muss, entscheidet der Kanton — über einer Untergrenze, die der Bund für die ganze Schweiz setzt. Diese Übersicht zeigt alle 26 Deutschschweizer Kantone nebeneinander, mit Fundstelle im amtlichen Erlass.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Die Regel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt schweizweit einheitlich. Wer bis zur Flossengabel misst statt bis zu den Spitzen, liegt je nach Art rund einen Zentimeter zu tief — im Grenzfall ist das der Unterschied zwischen erlaubter Entnahme und Widerhandlung.

Alle Kantone im Vergleich

Kanton Fangmass Abweichende Gewässer Fundstelle
Zürich 40 cm 2 mit eigenem Mass FiR ZH, § 21 FiR ZH («Bach-/Seeforelle»)
Bern 45 cm 13 mit eigenem Mass Anhang 1 FiDV, Anhang 1 Bst. c Ziff. 10 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV
Luzern 35 cm 3 mit eigenem Mass FiV LU, § 12 Abs. 1a Ziff. 2 und § 13 Abs. 1a Ziff. 1 FiV
Uri 35 cm 1 mit eigenem Mass FiR UR, Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe e FiR UR
Schwyz 35 cm 4 mit eigenem Mass AB Fliessgewässer SZ, § 2 Abs. 2 Bst. a und § 3 Abs. 1 Bst. b AB Fliessgewässer
Obwalden nur Bundesvorgabe 5 mit eigenem Mass Schonvorschriften OW, Art. 1 Abs. 1 Ziff. 1 Bst. b Schonvorschriften OW (GDB 651.214)
Nidwalden 35 cm 2 mit eigenem Mass AB VWS, § 18 Abs. 1 Bst. a und § 19 Abs. 1 Bst. a AB VWS (NG 842.21)
Glarus 23 cm 4 mit eigenem Mass VVFG GL, Art. 16 Abs. 1 lit. a und Art. 17 Abs. 1 lit. a VVFG GL
Zug 24 cm 2 mit eigenem Mass FiV ZG, § 5 Abs. 1 Bst. b und § 6 Abs. 1 Bst. b FiV ZG
Solothurn nur Bundesvorgabe
Basel-Stadt nicht abschliessend geklärt Anhang FiV BS,
Basel-Landschaft nicht abschliessend geklärt 2 mit eigenem Mass FiV BL, § 8 Abs. 1 Ziff. 7 i. V. m. Abs. 2 FiV BL
Schaffhausen 30 cm 2 mit eigenem Mass FiV SH, § 35 Abs. 1 lit. a und § 36 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 FiV SH
Appenzell Ausserrhoden 22 cm 1 mit eigenem Mass Fischereiverordnung AR, Art. 27 Abs. 1 lit. a und Art. 28 Abs. 1 FiV AR (bGS 527.2)
Appenzell Innerrhoden 32 cm 7 mit eigenem Mass StKB Fischerei, Art. 22 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 2 FischV (GS 923.010) i. V. m. Art. 1 und Anhang Ziff. 1 StKB Fischerei (GS 923.013), Anhang Stand 17.03.2026 (Schonzeit); Art. 2 Abs. 1 lit. a StKB Fischerei (GS 923.013), Stand 01.04.2026 (Fangmindestmass)
St. Gallen 60 cm 5 mit eigenem Mass FV SG, Art. 5 und Art. 6 FV SG i.V.m. Anhang 1 und Anhang 2 FV SG
Graubünden 24 cm 2 mit eigenem Mass FBV GR, Art. 11 und Art. 19 FBV i. V. m. Anhang 1 Ziff. II FBV
Aargau 22 cm 3 mit eigenem Mass AFV, § 15 Abs. 2 lit. b und § 16 Abs. 1 lit. g AFV
Thurgau 25 cm 4 mit eigenem Mass FiV TG, § 11 Abs. 1 und 2 FiV i. V. m. Anhang 2 Ziff. 1 und Anhang 3 Ziff. 1 FiV
Freiburg 45 cm 3 mit eigenem Mass R concordat Morat, art. 4 al. 1 R concordat Morat
Waadt 24 cm 4 mit eigenem Mass Directives rivières 2025-2027, art. 41 en relation avec l'art. 40 al. 1 ch. 7 et art. 48 Directives 2025-2027
Wallis 35 cm 2 mit eigenem Mass Règlement Léman, art. 38 al. 2 let. a et art. 39 al. 1 let. a Règlement Léman (RS 0.923.211)
Neuenburg 40 cm Règlement lac NE 2025-2027, art. 4 al. 1 Règlement lac 2025-2027
Genf 25 cm 1 mit eigenem Mass RPêche GE, art. 21 let. a et art. 15 al. 2 let. a RPêche GE
Jura im Kantonsrecht nicht geführt
Tessin 40 cm 4 mit eigenem Mass RALCSP, art. 22 cpv. 1 RALCSP

Kantonale Grundregel. Konkordatsseen, Grenzstrecken und Bergseen haben oft eigene Werte — siehe die jeweilige Kantonsseite. Ohne Gewähr.

Was der Vergleich zeigt

20 der 26 Kantone setzen für die Seeforelle ein eigenes Mass fest. Der Normalfall sind 35 Zentimeter — 5 Kantone verlangen genau diesen Wert (Luzern, Uri, Schwyz, Nidwalden und Wallis). Am strengsten ist St. Gallen mit 60 Zentimetern, am tiefsten liegen Appenzell Ausserrhoden und Aargau mit 22. Zwischen beiden Enden liegen 38 Zentimeter — bei ein und demselben Fisch, wenige Fahrminuten auseinander.

Eine Besonderheit entzieht sich der Auswertung: Appenzell Innerrhoden regelt das Fangmindestmass nach Gewässer statt nach Fischart. Der Wert von 32 Zentimetern gilt dort «für Fische» und damit auch für die Seeforelle — rechtlich verbindlich, aber keine Aussage darüber, wie dieser Kanton diese Art einschätzt.

Häufige Fragen

Wie gross muss die Seeforelle in der Schweiz sein?

Das hängt vom Kanton ab: Die Werte reichen von 22 bis 60 Zentimetern. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt jeden Kanton einzeln, mit Fundstelle.

Wie wird gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. So steht es in Art. 2 Abs. 2 VBGF, und diese Regel gilt in der ganzen Schweiz einheitlich — auch dann, wenn der Kanton das Mass selbst festgelegt hat.

Darf ein Kanton das Mass des Bundes unterschreiten?

Nein. Art. 2 Abs. 4 VBGF erlaubt den Kantonen ausdrücklich nur, die Fangmindestmasse zu erhöhen und auf weitere Arten auszudehnen. Nach unten ist die Bundesvorgabe verbindlich. Ausnahmen sind nur nach Art. 4 VBGF möglich — zeitlich und auf ein bestimmtes Gewässer begrenzt, wenn es fischereibiologisch nötig ist.

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Wann die Seeforelle geschont ist, steht unter Seeforelle Schonzeit. Die passende Hakengrösse für Seeforelle zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

Fangmass anderer Arten