Fangmass
Fangmass Seeforelle im Kanton Glarus
Das Fangmindestmass für die Seeforelle beträgt im Kanton Glarus 23 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Seeforelle (Salmo trutta lacustris) |
| Kanton | Glarus (GL) |
| Fangmass Kanton | 23 cm |
| Untergrenze Bund | 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern |
| Schonzeit | 01.10.–31.03. |
| Fundstelle | VVFG GL, Art. 16 Abs. 1 lit. a und Art. 17 Abs. 1 lit. a VVFG GL |
Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
So wird gemessen
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.
Für die Glarner Kantonsgewässer enthält die VVFG GL keine eigene Messvorschrift; es gilt Art. 2 Abs. 2 VBGF (SR 923.01): von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen. Konkordatsgewässer: Walensee «von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse» (§ 6 Abs. 1 AB Walensee); Zürichsee/Obersee gleichlautend (§ 5 Abs. 1 AB Zürichsee/Obersee); Linthkanal «von der Kopfspitze bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse» (§ 9 Abs. 1 AB Linthkanal); Staubecken Fätschbachwerk «von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen» (Art. 5 Vereinbarung UR/GL).
Was du dazu wissen solltest
Die VVFG GL nennt nur «Forellen» als Sammelbegriff; eine eigene Regelung für die Seeforelle besteht nicht. Es gelten dieselben Werte wie für die Bachforelle.
Abweichende Masse im Kanton Glarus
In diesen Gewässern gilt für Seeforelle ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Klöntaler See | 01.10.–31.03. | 30 cm | Art. 16 Abs. 1 lit. a und Art. 17 Abs. 1 lit. b VVFG GL |
| Walensee (Konkordatsgewässer GL/SG) | 01.10.–25.12. | 40 cm | § 5 Abs. 1 lit. a und § 6 Abs. 1 lit. a AB Walensee |
| Linthkanal (Konkordatsgewässer SZ/GL/SG) | 01.10.–31.01. | 32 cm | § 8 Abs. 1 lit. a und § 9 Abs. 1 lit. a AB Linthkanal |
| Zürichsee und Obersee (Konkordatsgewässer) | 01.10.–25.12. | 40 cm | § 4 Abs. 1 lit. a und § 5 Abs. 1 lit. a AB Zürichsee/Obersee |
Walensee (Konkordatsgewässer GL/SG):Die AB Walensee sprechen von «Forellen» ohne Artdifferenzierung. Tagesfangzahl 4 Stück (§ 19 Abs. 1 lit. a).
Linthkanal (Konkordatsgewässer SZ/GL/SG):Tagesfangzahl 1 Forelle; Jahreslimite 100 Edelfische (§ 11 AB Linthkanal).
Zürichsee und Obersee (Konkordatsgewässer):Tagesfangzahl 4 Stück (§ 14 Abs. 1 lit. a).
An der Kantonsgrenze
Die Seeforelle muss im Kanton Glarus 23 Zentimeter messen. Über die gemeinsamen Gewässer Walensee und Linth grenzt der Kanton an 2 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. St. Gallen 60 cm und Schwyz 35 cm — 12 bis 37 Zentimeter mehr, am selben Wasser.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Verordnung über den Vollzug der Fischereigesetzgebung (GS VI E/31/3)
- Fundstelle
- Art. 16 Abs. 1 lit. a und Art. 17 Abs. 1 lit. a VVFG GL
- Fassung
- Vom 25.11.2014 (Stand 15.01.2019), in Kraft seit 28.01.2015; aktuelle Version in Kraft seit 15.01.2019 (Beschluss 22.01.2019, SBE 2019 02); keine künftige Version hängig (Abruf 31.07.2026)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wie gross muss die Seeforelle im Kanton Glarus sein?
Mindestens 23 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie wird ein Fisch richtig gemessen?
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.
Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?
Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.
Gilt das Mass im ganzen Kanton Glarus?
Nein. Abweichende Masse gelten in: Klöntaler See, Walensee (Konkordatsgewässer GL/SG), Linthkanal (Konkordatsgewässer SZ/GL/SG), Zürichsee und Obersee (Konkordatsgewässer). Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.
Weiter prüfen
Wann die Seeforelle geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Seeforelle im Kanton Glarus. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Seeforelle zeigt die Hakengrössen-Tabelle.
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