Fangmass
Fangmass Seeforelle im Kanton Zürich
Das Fangmindestmass für die Seeforelle beträgt im Kanton Zürich 40 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Seeforelle (Salmo trutta lacustris) |
| Kanton | Zürich (ZH) |
| Fangmass Kanton | 40 cm |
| Untergrenze Bund | 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern |
| Schonzeit | 01.10.–25.12. |
| Fundstelle | FiR ZH, § 21 FiR ZH («Bach-/Seeforelle») |
Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
So wird gemessen
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.
§ 21 und § 27 FiR ZH: Fangmindestmasse werden «von der Kopf- bis zur Schwanzspitze» gemessen, bei Krebsen «vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende». Für Zürichsee und Obersee: § 5 AB Zürichsee/Obersee — «von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse».
Was du dazu wissen solltest
Basiswert = Greifensee, Pfäffikersee und die aufgeführten Pacht-/Privatseen. Der Kanton fasst Bach- und Seeforelle als «Forellen» bzw. «Bach-/Seeforelle» zusammen; in den Pachtgewässern gelten die Werte von § 26/§ 27 FiR ZH.
Abweichende Masse im Kanton Zürich
In diesen Gewässern gilt für Seeforelle ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Zürichsee und Obersee | 01.10.–25.12. | 40 cm | § 4 und § 5 AB Zürichsee/Obersee («Forellen») |
| Pachtgewässer und Gewässer mit Sonderrechten (Revierkategorien F / G / B), Rhein | 16.10.–15.03. | 28 cm | § 26 und § 27 FiR ZH («Forellen» bzw. «Forelle») |
Zürichsee und Obersee:Tagesfanglimite 4 Forellen (§ 14 AB). Fischereiverbot 100 m um 13 Bachmündungen vom 16.11.–31.01. zum Schutz der laichreifen Seeforellen (Anhang V AB).
Pachtgewässer und Gewässer mit Sonderrechten (Revierkategorien F / G / B), Rhein:28 cm in F-Revieren, 25 cm in G- und B-Revieren, 35 cm im Rhein.
An der Kantonsgrenze
Die Seeforelle muss im Kanton Zürich 40 Zentimeter messen. Über die gemeinsamen Gewässer Zürichsee, Rhein, Thur und 3 weitere grenzt der Kanton an 7 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. Aargau 22 cm, Zug 24 cm, Graubünden 24 cm, Thurgau 25 cm und 2 weitere — 5 bis 18 Zentimeter weniger, am selben Wasser. St. Gallen verlangt je 60 cm — 20 Zentimeter mehr, am selben Wasser. Basel-Stadt und Basel-Landschaft führen für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Fischereireglement (923.12)
- Fundstelle
- § 21 FiR ZH («Bach-/Seeforelle»)
- Fassung
- vom 22. September 2008, Fassung gemäss Änderung vom 18. Dezember 2025, vom UVEK genehmigt am 28. Januar 2026, rückwirkend in Kraft seit 1. Januar 2026 (OS Band 81, ABl 2026-01-09)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wie gross muss die Seeforelle im Kanton Zürich sein?
Mindestens 40 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie wird ein Fisch richtig gemessen?
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.
Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?
Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.
Gilt das Mass im ganzen Kanton Zürich?
Nein. Abweichende Masse gelten in: Zürichsee und Obersee, Pachtgewässer und Gewässer mit Sonderrechten (Revierkategorien F / G / B), Rhein. Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.
Weiter prüfen
Wann die Seeforelle geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Seeforelle im Kanton Zürich. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Seeforelle zeigt die Hakengrössen-Tabelle.
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