Schonzeit
Schonzeit Seeforelle im Kanton Bern
Die Schonzeit für die Seeforelle im Kanton Bern läuft vom 01.09. bis zum 31.01. In diesem Zeitraum darf der Fisch nicht entnommen werden. Das Fangmindestmass beträgt 45 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.
Stand 07. September
Schonzeit — Entnahme verboten
Die Schonzeit läuft vom 01.09. bis zum 31.01.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
- Schonzeit
- mindestens 16 Wochen in fliessenden Gewässern und in Stauhaltungen, 12 Wochen in stehenden Gewässern
- Fangmindestmass
- 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern
VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2
Kanton Bern — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- 01.09.–31.01.
- Fangmass
- 45 cm
Anhang 1 Bst. c Ziff. 10 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Seeforelle (Salmo trutta lacustris) im Erlass genannt als: Bach- bzw. Seeforelle |
| Kanton | Bern (BE) |
| Schonzeit | 01.09.–31.01. |
| Fangmass | 45 cm |
| Fundstelle | Anhang 1 FiDV, Anhang 1 Bst. c Ziff. 10 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Was du dazu wissen solltest
Anhang 1 FiDV unterscheidet nicht zwischen Bach- und Seeforelle, sondern regelt sie gemeinsam als «Bach- bzw. Seeforelle»; massgebend ist ausschliesslich das Gewässer. Basiswert hier = Ziff. 10 (Brienzersee, Thunersee, Bielersee), die klassischen Seeforellengewässer des Kantons. In den Fliessgewässern gelten die Werte der Ziffern 1–9 bzw. die Fangfenster der Ziffern 11–16 — siehe die identische Variantenliste bei «bachforelle». Behändigte Seeforellen sind in der Fangstatistik separat mit Körperlänge in Zentimetern einzutragen (Anhang 3 Ziff. 4 FiDV). Fangzahl: höchstens 3 Forellen pro Tag aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee, 30 pro Kalenderjahr; insgesamt höchstens 6 Forellen und Saiblinge pro Tag und 150 pro Jahr (Art. 14 FiDV).
Abweichende Regeln im Kanton Bern
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Bern. In den folgenden Gewässern gilt für Seeforelle etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Aare (vom Stauwehr Räterichsbodensee bis zur Einmündung in den Brienzersee), Arnensee, Engstlensee, Gelmersee, Kander, Lombach, Lütschinen, Mattenalpsee, Oeschinensee, Räterichsbodensee, Saane (Grenze FR/BE bis Einmündung Aare), Schwarzwasser, Sense, Simme, Zulg und alle übrigen Gewässer und Gewässerabschnitte mit staatlichem oder privatem Fischereirecht | 01.10.–15.03. | 24 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 4 FiDV |
| Engstligen, Fildrich, Grischbach, Kiene mit Gorneren- und Spiggenbach, Kirel, Narrenbach, Reichenbach, Saane (Grenze VS/BE–Grenze BE/VD), Kleine Simme, Sorne, Suld, Urbach sowie alle staatlichen Pachtgewässer und privaten Fischgewässer des Oberlandes und des Berner Juras | 01.10.–15.03. | 22 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 1 FiDV |
| Emme (oberhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil) und Ilfis | 01.10.–15.03. | 26 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 2 FiDV |
| Emme (unterhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil) | 01.10.–15.03. | 30 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 5 FiDV |
| Alte Aare und Schüss | 01.10.–15.03. | 26 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 6 FiDV |
| Birs (auf dem Gebiet des Kantons Bern) | 01.10.–15.03. | 25 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 6a FiDV |
| Aare (von der Ausmündung aus dem Bielersee bis zur Kantonsgrenze in Murgenthal einschliesslich Aarestauseen) und Zihl (bei Nidau) | 01.10.–15.03. | 38 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 7 FiDV |
| Gürbe | 01.10.–15.03. | 28 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 7a FiDV |
| Aare (von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Einmündung in den Thunersee einschliesslich Schifffahrtskanal Interlaken sowie unterhalb des Stauwehrs des Wohlensees bis zur Einmündung in den Bielersee) | 01.10.–15.03. | 30 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 8 FiDV |
| Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Stauwehr des Wohlensees) | 01.10.–15.03. | 34 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 9 FiDV |
| Aare (vom Stauwehr Räterichsboden bis zur Einmündung in den Brienzersee), Kander, Lombach, Lütschinen — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 24–45 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 11 i. V. m. Ziff. 4 FiDV |
| Schüss (von der Wasserrückgabe des Kraftwerks der Bielersee Kraftwerke AG in Bözingen bis zur Einmündung in den Bielersee) — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 26–45 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 12 i. V. m. Ziff. 6 FiDV |
| Urbach und Reichenbach — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 22–45 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 14 i. V. m. Ziff. 1 FiDV |
Aare (vom Stauwehr Räterichsbodensee bis zur Einmündung in den Brienzersee), Arnensee, Engstlensee, Gelmersee, Kander, Lombach, Lütschinen, Mattenalpsee, Oeschinensee, Räterichsbodensee, Saane (Grenze FR/BE bis Einmündung Aare), Schwarzwasser, Sense, Simme, Zulg und alle übrigen Gewässer und Gewässerabschnitte mit staatlichem oder privatem Fischereirecht:Dies ist der Auffangtatbestand für alle nicht eigens genannten Gewässer, einschliesslich der Bergseen nach Art. 1 Abs. 2 FiV.
Birs (auf dem Gebiet des Kantons Bern):Zusätzlich Fangfenster nach Ziff. 16: im Fangzeitraum 16.03.–30.09. Entnahme nur von 25–32 cm sowie ab 40 cm.
Aare (von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Einmündung in den Thunersee einschliesslich Schifffahrtskanal Interlaken sowie unterhalb des Stauwehrs des Wohlensees bis zur Einmündung in den Bielersee):Zusätzlich Fangfenster nach Ziff. 13 für die Aare Interlaken und den Schifffahrtskanal Interlaken: 16.03.–31.08. Entnahme nur von 30–37 cm und ab 45 cm, 01.09.–30.09. nur von 30–45 cm.
Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Stauwehr des Wohlensees):Zusätzlich Fangfenster nach Ziff. 15 bis zum Engehaldestauwehr: 16.03.–30.09. Entnahme nur von 34–40 cm und ab 50 cm.
Aare (vom Stauwehr Räterichsboden bis zur Einmündung in den Brienzersee), Kander, Lombach, Lütschinen — Fangfenster:Im Fangzeitraum 01.09.–30.09. dürfen nur Forellen von 24–45 cm entnommen werden.
Schüss (von der Wasserrückgabe des Kraftwerks der Bielersee Kraftwerke AG in Bözingen bis zur Einmündung in den Bielersee) — Fangfenster:Im Fangzeitraum 01.09.–30.09. dürfen nur Forellen von 26–45 cm entnommen werden.
Urbach und Reichenbach — Fangfenster:Im Fangzeitraum 01.09.–30.09. dürfen nur Forellen von 22–45 cm entnommen werden.
Weitere Vorschriften im Kanton Bern
- Gewässerkategorien (Art. 1 und 2 FiV): Patentgewässer sind die stehenden Gewässer Brienzersee, Thunersee und Bielersee; die Bergseen Arnensee, Engstlensee, Gelmersee, Mattenalpsee mit Chammlibach, Oeschinensee und Räterichsbodensee; die Stauseen Wohlensee, Niederriedsee, Stau von Aarberg, Stau von Bannwil und Stau von Wynau; der Zihlkanal; die Fliessgewässer mit gemischtem Fischbestand (Aare ab Brienzersee bis zur Kantonsgrenze Murgenthal ohne Häftli, Alte Aare, Saane ab Kantonsgrenze FR/BE, Schifffahrtskanal Interlaken, Zihl bei Nidau) sowie 24 namentlich aufgezählte Fliessgewässer mit vorwiegendem Edelfischbestand (u. a. Aare oberhalb Brienzersee, Birs, Emme, Kander, Lütschinen, Saane, Schüss, Sense, Simme, Zulg). Übrige Gewässer und Zuflüsse sind keine Patentgewässer (Art. 4 FiV). — Fangzahlbeschränkungen (Art. 14 FiDV, Fassung seit 01.01.2026): pro Tag höchstens insgesamt 6 Forellen und Saiblinge (davon höchstens 3 Forellen aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee), 5 Hechte, 25 Felchen (davon höchstens 20 aus dem Bielersee und höchstens 15 aus dem Thunersee), 100 Flussbarsche (Egli) und 5 Zander; pro Kalenderjahr insgesamt höchstens 150 Forellen und Saiblinge, davon höchstens 50 Bachforellen und höchstens 30 Forellen aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee. Mit Sonderbewilligung zusätzlich höchstens 1 Äsche pro Tag und 5 Äschen pro Jahr. — Äschenfischerei (Art. 14a FiDV, neu seit 01.01.2026): Befischung und Entnahme von Äschen in Patentgewässern nur mit Sonderbewilligung, die Jahrespatentinhabenden vorbehalten ist, vom 1. Oktober bis 31. Dezember gilt und nur in sieben aufgezählten Gewässerabschnitten (Aare Brienzersee–Nadelwehr Interlaken, Schifffahrtskanal Interlaken, Aare Stauwehr Thun–Schützenfahrbrücke Münsingen, Aare Auguetbrücke Muri–Stauwehr Engehalde, Aare Tiefenaubrücke–Strassenbrücke Hagneck inkl. Aarestauseen, Saane ab Kantonsgrenze BE/FR bei Bösingen bis zur Mündung, Alte Aare). In allen übrigen Patentgewässern sind Äschenfischerei und Entnahme verboten. Erlaubt ist ein einziger Köder mit einfachem Haken; in der Aare von der Tiefenaubrücke bis zur Fähre Zehendermätteli nur Fliegenfischerei. Nach dem Behändigen einer Äsche ist die Äschenfischerei am betreffenden Tag einzustellen; nach fünf Äschen erlischt die Sonderbewilligung. — Weiterfischverbot nach dem Behändigen von sechs Edelfischen in Bergseen (Art. 21 Abs. 4 FiDV) und in Fliessgewässern mit vorwiegendem Edelfischbestand (Art. 24 Abs. 4 FiDV).
- Widerhakenin sämtlichen Gewässern grundsätzlich verboten (Art. 5 Abs. 2 Bst. a FiDV). Ausnahmen für Berufsfischerinnen/Berufsfischer und Inhabende eines Sachkundenachweises in den stehenden Gewässern nach Art. 1 FiV (Art. 5 Abs. 4 FiDV), in Brienzer-, Thuner- und Bielersee (Art. 20 Abs. 2), in Bergseen ausser dem Mattenalpsee (Art. 21 Abs. 2), in Stauseen und im Zihlkanal (Art. 22 Abs. 2) sowie in entsprechenden Pacht- und Privatgewässern (Art. 24a). In Fliessgewässern mit gemischtem Bestand (Art. 23 Abs. 2) und mit vorwiegendem Edelfischbestand (Art. 24 Abs. 3) bleibt der Widerhaken verboten. — Nachtfischverbot (Art. 13 FiV): Die Angelfischerei ist während der Sommerzeit von 24.00 bis 05.00 Uhr und während der Winterzeit von 20.00 bis 06.00 Uhr untersagt. Keine tageszeitliche Beschränkung gilt in den Aarestauseen zwischen Bielersee und der Kantonsgrenze bei Murgenthal (Art. 22 Abs. 3 FiDV) sowie in der Aare von der Ausmündung aus dem Bielersee bis zur Kantonsgrenze bei Murgenthal (Art. 23 Abs. 5 FiDV). — Ganzjährig befischbar (Art. 23 Abs. 4 FiDV): Aare von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Kantonsgrenze in Murgenthal (ohne Häftli), Alte Aare, Saane von der Kantonsgrenze FR/BE bis zur Einmündung in die Aare, Schifffahrtskanal Interlaken und Zihl (bei Nidau). — Wochentagsbeschränkung (Art. 24 Abs. 7 FiDV): In der Aare oberhalb des Osteingangs der Aareschlucht, in der Emme oberhalb der Ilfismündung, im Fildrich, in der Kiene mit Gorneren- und Spiggenbach, in der Kirel, im Lombach, im Narrenbach, im Reichenbach, im Schwarzwasser, in der Kleinen Simme, in der Sorne, in der Suld, im Urbach und in der Zulg ist die Fischerei lediglich am Montag, Mittwoch und Samstag sowie am 16. März gestattet.
- Catch-and-Release / TierschutzAls überlebensfähig beurteilte Fische und Krebse, die während der Schonzeit gefangen werden, geschützt sind oder das Fangmindestmass nicht erreichen, sind unverzüglich und sorgfältig zurückzuversetzen; lässt sich der Fisch nicht ohne Verletzung lösen, ist das Vorfach direkt vor dem Maul abzuschneiden (Art. 4 FiDV). Angelandete Fische, die behändigt werden dürfen, sind sofort und vor dem Lösen des Hakens fachgerecht zu betäuben und zu töten; das Auswechseln behändigter Fische ist untersagt (Art. 4a FiDV). Daraus folgt die Regel, die das Fischereiinspektorat so zusammenfasst: Fische, die das Fangmindestmass erreichen und ausserhalb der Schonzeit gefangen werden, dürfen nicht zurückversetzt werden. Kurzfristiges Hältern ist nur Fischerinnen und Fischern mit Sachkundenachweis erlaubt, und nur wenn die Tiere dabei nicht leiden und das Wasser regelmässig gewechselt wird (Art. 4a Abs. 2 FiDV). Verboten ist ferner, einen Fisch absichtlich an einem anderen Körperteil als dem Maul zu fangen (Art. 5 Abs. 1 Bst. e FiDV), sowie das unbeaufsichtigte Zurücklassen von Angel- und Köderfischgeräten (Art. 5 Abs. 2 Bst. b FiDV).
- KöderfischeDas Fischen mit lebenden Köderfischen ist verboten (Art. 18 Abs. 4 FiDV). Pro Tag dürfen höchstens 30 Groppen, 50 Elritzen und 100 andere Köderfische behändigt werden (Art. 18 Abs. 1). Nicht konservierte Köderfische dürfen nur in dem Patentgewässer verwendet und zurückversetzt werden, in dem sie gefangen wurden (Art. 17 Abs. 2). In Regalgewässern ist das Anfüttern zum Zwecke des Fangens verboten (Art. 13 Abs. 1 Bst. a FiDV).
- SchongebieteAnhang 2 FiDV listet die Fischereiverbotszonen (u. a. Aare- und Lütschineneinmündung im Brienzersee, Aare-/Schifffahrtskanal-, Weissenau-, Spiez-, Gwattlischenmoos- und Kandermündung im Thunersee, Twannbach im Bielersee, zahlreiche Abschnitte im Lauf der Aare, Schüss, Gürbe, Kander und Simme). Ganzjährig verboten ist das Fischen in Fischaufstiegshilfen sowie während der Ankunft oder Abfahrt eines Kursschiffs von einer Landestelle aus (Art. 9 Abs. 1 FiDV). — Grenzgewässer (Art. 11 FiDV, Art. 3 FiV): In Kraft ist nur noch Anhang 4.3 (Grischbach, Grenzgewässer BE/VD: Patentinhabende beider Kantone dürfen von beiden Ufern aus fischen und unterstehen den Ausübungsvorschriften des patentausstellenden Kantons). Die Anhänge 4.1 (Vereinbarung BE/FR über Sense und Saane), 4.2 (Vereinbarung BE/SO über die Aare) und 4.4 (Vereinbarung BE/NE über den Zihlkanal) wurden per 01.01.2026 aufgehoben. — Der Doubs berührt das Kantonsgebiet Bern nicht; einen bernischen Doubs-Anteil gibt es nicht.
- TrockenheitsmanagementDas Fischereiinspektorat führt eine laufend aktualisierte Seite zur Hitze- und Trockenheitslage und bittet in kritischen Situationen (hohe Wassertemperaturen, wenig Abfluss) darum, das Fischen auf Salmoniden zu unterlassen und nicht in betroffenen Fliessgewässern zu waten; als sensible Patentgewässer nennt es Aare (Thun–Wohlensee), Emme, Gürbe, Ilfis, Schwarzwasser, Sense, Unterlauf der Saane und Zulg (https://www.weu.be.ch/de/start/themen/jagd-fischerei/fischerei/fischen-kanton-bern/trockenheitsmanagment-fischerei.html). Verbindliche Einschränkungen ergehen als Allgemeinverfügung nach Art. 2 und Art. 9 Abs. 2 FiDV.
- BundesrechtFür Arten, die Anhang 1 FiDV nicht aufführt, gilt die Baseline der VBGF (SR 923.01); insbesondere dürfen nach Art. 2a VBGF Fische mit Gefährdungsstatus 0, 1 oder 2 nach Anhang 1 VBGF, für die weder eine Schonzeit noch ein Fangmindestmass besteht, nicht gefangen werden.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Anhang 1 zu Artikel 3 Absatz 1 und 2 der Direktionsverordnung über die Fischerei — Fangmindestmasse und Schonzeiten (BSG 923.111.1-A1)
- Fundstelle
- Anhang 1 Bst. c Ziff. 10 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV
- Fassung
- Stand 01.01.2026 (PDF mit den Anhängen 1–6 der FiDV, Version 3323 der bernischen Erlasssammlung BELEX)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Seeforelle im Kanton Bern?
Vom 01.09. bis zum 31.01. Rechtsgrundlage ist Anhang 1 FiDV, Anhang 1 Bst. c Ziff. 10 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV. In der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie gross muss die Seeforelle sein, damit man sie mitnehmen darf?
Das Fangmindestmass beträgt 45 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Bern?
Nein. im Kanton Bern gelten für Seeforelle in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Aare (vom Stauwehr Räterichsbodensee bis zur Einmündung in den Brienzersee), Arnensee, Engstlensee, Gelmersee, Kander, Lombach, Lütschinen, Mattenalpsee, Oeschinensee, Räterichsbodensee, Saane (Grenze FR/BE bis Einmündung Aare), Schwarzwasser, Sense, Simme, Zulg und alle übrigen Gewässer und Gewässerabschnitte mit staatlichem oder privatem Fischereirecht, Engstligen, Fildrich, Grischbach, Kiene mit Gorneren- und Spiggenbach, Kirel, Narrenbach, Reichenbach, Saane (Grenze VS/BE–Grenze BE/VD), Kleine Simme, Sorne, Suld, Urbach sowie alle staatlichen Pachtgewässer und privaten Fischgewässer des Oberlandes und des Berner Juras, Emme (oberhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil) und Ilfis, Emme (unterhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil), Alte Aare und Schüss, Birs (auf dem Gebiet des Kantons Bern), Aare (von der Ausmündung aus dem Bielersee bis zur Kantonsgrenze in Murgenthal einschliesslich Aarestauseen) und Zihl (bei Nidau), Gürbe, Aare (von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Einmündung in den Thunersee einschliesslich Schifffahrtskanal Interlaken sowie unterhalb des Stauwehrs des Wohlensees bis zur Einmündung in den Bielersee), Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Stauwehr des Wohlensees), Aare (vom Stauwehr Räterichsboden bis zur Einmündung in den Brienzersee), Kander, Lombach, Lütschinen — Fangfenster, Schüss (von der Wasserrückgabe des Kraftwerks der Bielersee Kraftwerke AG in Bözingen bis zur Einmündung in den Bielersee) — Fangfenster, Urbach und Reichenbach — Fangfenster. Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Seeforelle gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Seeforelle im Kanton Bern steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Bern erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Seeforelle — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Bern lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Seeforelle wieder frei wird.
Seeforelle in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Seeforelle Schonzeit".
- Seeforelle Schonzeit Zürich
- Seeforelle Schonzeit Luzern
- Seeforelle Schonzeit Uri
- Seeforelle Schonzeit Schwyz
- Seeforelle Schonzeit Obwalden
- Seeforelle Schonzeit Nidwalden
- Seeforelle Schonzeit Glarus
- Seeforelle Schonzeit Zug
- Seeforelle Schonzeit Solothurn
- Seeforelle Schonzeit Basel-Stadt
- Seeforelle Schonzeit Basel-Landschaft
- Seeforelle Schonzeit Schaffhausen
- Seeforelle Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Seeforelle Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Seeforelle Schonzeit St. Gallen
- Seeforelle Schonzeit Graubünden
- Seeforelle Schonzeit Aargau
- Seeforelle Schonzeit Thurgau
- Seeforelle Schonzeit Freiburg
- Seeforelle Schonzeit Waadt
- Seeforelle Schonzeit Wallis
- Seeforelle Schonzeit Neuenburg
- Seeforelle Schonzeit Genf
- Seeforelle Schonzeit Jura
- Seeforelle Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Bern
- Bachforelle Schonzeit Bern
- Regenbogenforelle Schonzeit Bern
- Seesaibling Schonzeit Bern
- Bachsaibling Schonzeit Bern
- Felchen Schonzeit Bern
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- Hecht Schonzeit Bern
- Egli Schonzeit Bern
- Zander Schonzeit Bern
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- Alet Schonzeit Bern
- Rotauge Schonzeit Bern
- Brachsme Schonzeit Bern
- Barbe Schonzeit Bern
- Nase Schonzeit Bern