Schonzeit
Schonzeit Bachforelle im Kanton Bern
Die Schonzeit für die Bachforelle im Kanton Bern läuft vom 01.10. bis zum 15.03. In diesem Zeitraum darf der Fisch nicht entnommen werden. Das Fangmindestmass beträgt 24 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
In einzelnen Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Regeln — siehe die Tabelle unten.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
- Schonzeit
- mindestens 16 Wochen in fliessenden Gewässern und in Stauhaltungen, 12 Wochen in stehenden Gewässern
- Fangmindestmass
- 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern
VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2
Kanton Bern — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- 01.10.–15.03.
- Fangmass
- 24 cm
Anhang 1 Bst. c Ziff. 4 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Bachforelle (Salmo trutta fario) im Erlass genannt als: Bach- bzw. Seeforelle |
| Kanton | Bern (BE) |
| Schonzeit | 01.10.–15.03. |
| Fangmass | 24 cm |
| Fundstelle | Anhang 1 FiDV, Anhang 1 Bst. c Ziff. 4 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Was du dazu wissen solltest
Anhang 1 FiDV regelt Bach- und Seeforelle gemeinsam unter der Position «Bach- bzw. Seeforelle»; massgebend ist ausschliesslich das Gewässer, nicht die Forellenform. Basiswert = Ziff. 4: Aare (vom Stauwehr Räterichsbodensee bis zur Einmündung in den Brienzersee), Arnensee, Engstlensee, Gelmersee, Kander, Lombach, Lütschinen, Mattenalpsee, Oeschinensee, Räterichsbodensee, Saane (von Grenze FR/BE bis Einmündung in die Aare), Schwarzwasser, Sense, Simme, Zulg und alle übrigen Gewässer und Gewässerabschnitte mit staatlichem oder privatem Fischereirecht. Ziff. 3 des Anhangs ist aufgehoben. Fangzahl: höchstens 6 Forellen und Saiblinge pro Tag, 150 pro Kalenderjahr, davon höchstens 50 Bachforellen (Art. 14 FiDV).
Abweichende Regeln im Kanton Bern
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Bern. In den folgenden Gewässern gilt für Bachforelle etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Engstligen, Fildrich, Grischbach, Kiene mit Gorneren- und Spiggenbach, Kirel, Narrenbach, Reichenbach, Saane (Grenze VS/BE–Grenze BE/VD), Kleine Simme, Sorne, Suld, Urbach sowie alle staatlichen Pachtgewässer und privaten Fischgewässer des Oberlandes und des Berner Juras | 01.10.–15.03. | 22 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 1 FiDV |
| Emme (oberhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil) und Ilfis | 01.10.–15.03. | 26 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 2 FiDV |
| Emme (unterhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil) | 01.10.–15.03. | 30 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 5 FiDV |
| Alte Aare und Schüss | 01.10.–15.03. | 26 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 6 FiDV |
| Birs (auf dem Gebiet des Kantons Bern) | 01.10.–15.03. | 25 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 6a FiDV |
| Aare (von der Ausmündung aus dem Bielersee bis zur Kantonsgrenze in Murgenthal einschliesslich Aarestauseen) und Zihl (bei Nidau) | 01.10.–15.03. | 38 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 7 FiDV |
| Gürbe | 01.10.–15.03. | 28 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 7a FiDV |
| Aare (von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Einmündung in den Thunersee einschliesslich Schifffahrtskanal Interlaken sowie unterhalb des Stauwehrs des Wohlensees bis zur Einmündung in den Bielersee) | 01.10.–15.03. | 30 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 8 FiDV |
| Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Stauwehr des Wohlensees) | 01.10.–15.03. | 34 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 9 FiDV |
| Brienzersee, Thunersee und Bielersee | 01.09.–31.01. | 45 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 10 FiDV |
| Aare (vom Stauwehr Räterichsboden bis zur Einmündung in den Brienzersee), Kander, Lombach, Lütschinen — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 24–45 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 11 i. V. m. Ziff. 4 FiDV, Art. 3 Abs. 2 FiDV |
| Schüss (von der Wasserrückgabe des Kraftwerks der Bielersee Kraftwerke AG in Bözingen bis zur Einmündung in den Bielersee) — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 26–45 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 12 i. V. m. Ziff. 6 FiDV, Art. 3 Abs. 2 FiDV |
| Aare Interlaken und Schifffahrtskanal Interlaken — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 30 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 13 i. V. m. Ziff. 8 FiDV, Art. 3 Abs. 2 FiDV |
| Urbach und Reichenbach — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 22–45 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 14 i. V. m. Ziff. 1 FiDV, Art. 3 Abs. 2 FiDV |
| Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Engehaldestauwehr) — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 34 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 15 i. V. m. Ziff. 9 FiDV, Art. 3 Abs. 2 FiDV |
| Birs — Fangfenster | 01.10.–15.03. | 25 cm | Anhang 1 Bst. c Ziff. 16 i. V. m. Ziff. 6a FiDV, Art. 3 Abs. 2 FiDV |
Engstligen, Fildrich, Grischbach, Kiene mit Gorneren- und Spiggenbach, Kirel, Narrenbach, Reichenbach, Saane (Grenze VS/BE–Grenze BE/VD), Kleine Simme, Sorne, Suld, Urbach sowie alle staatlichen Pachtgewässer und privaten Fischgewässer des Oberlandes und des Berner Juras:Für Urbach und Reichenbach gilt zusätzlich das Fangfenster nach Ziff. 14 (siehe eigene Variante).
Alte Aare und Schüss:Für den unteren Abschnitt der Schüss gilt zusätzlich das Fangfenster nach Ziff. 12 (siehe eigene Variante).
Birs (auf dem Gebiet des Kantons Bern):Zusätzlich gilt das Fangfenster nach Ziff. 16 (siehe eigene Variante). Im amtlichen Text ist die Schonzeit bei Ziff. 6a ohne abschliessenden Punkt gedruckt («01.10.-15.03»); gemeint ist derselbe Zeitraum wie in den übrigen Ziffern.
Aare (von der Ausmündung aus dem Bielersee bis zur Kantonsgrenze in Murgenthal einschliesslich Aarestauseen) und Zihl (bei Nidau):In diesem Abschnitt darf nach Art. 23 Abs. 4 FiDV das ganze Jahr hindurch gefischt werden; die artbezogene Schonzeit für Forellen bleibt vorbehalten.
Aare (von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Einmündung in den Thunersee einschliesslich Schifffahrtskanal Interlaken sowie unterhalb des Stauwehrs des Wohlensees bis zur Einmündung in den Bielersee):Für die Aare Interlaken und den Schifffahrtskanal Interlaken gilt zusätzlich das Fangfenster nach Ziff. 13 (siehe eigene Variante).
Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Stauwehr des Wohlensees):Bis zum Engehaldestauwehr gilt zusätzlich das Fangfenster nach Ziff. 15 (siehe eigene Variante).
Brienzersee, Thunersee und Bielersee:Pro Tag höchstens 3 Forellen aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee, pro Kalenderjahr höchstens 30 (Art. 14 Abs. 1 FiDV).
Aare (vom Stauwehr Räterichsboden bis zur Einmündung in den Brienzersee), Kander, Lombach, Lütschinen — Fangfenster:Zusätzliches Fangfenster: Im Fangzeitraum 01.09.–30.09. dürfen nur Forellen von 24–45 cm entnommen werden. Ausserhalb dieses Zeitraums gelten das Fangmindestmass von 24 cm und die Schonzeit 01.10.–15.03. nach Ziff. 4.
Schüss (von der Wasserrückgabe des Kraftwerks der Bielersee Kraftwerke AG in Bözingen bis zur Einmündung in den Bielersee) — Fangfenster:Zusätzliches Fangfenster: Im Fangzeitraum 01.09.–30.09. dürfen nur Forellen von 26–45 cm entnommen werden. Ausserhalb dieses Zeitraums gelten das Fangmindestmass von 26 cm und die Schonzeit 01.10.–15.03. nach Ziff. 6.
Aare Interlaken und Schifffahrtskanal Interlaken — Fangfenster:Zwei zusätzliche Fangfenster: im Fangzeitraum 16.03.–31.08. ist die Entnahme nur von Forellen mit 30–37 cm sowie ab 45 cm erlaubt; im Fangzeitraum 01.09.–30.09. nur von Forellen mit 30–45 cm. Grundwert nach Ziff. 8: Fangmindestmass 30 cm, Schonzeit 01.10.–15.03. Das Feld «max» bleibt leer, weil das Fangfenster aus zwei getrennten Längenbereichen besteht.
Urbach und Reichenbach — Fangfenster:Zusätzliches Fangfenster: Im Fangzeitraum 01.09.–30.09. dürfen nur Forellen von 22–45 cm entnommen werden. Ausserhalb dieses Zeitraums gelten das Fangmindestmass von 22 cm und die Schonzeit 01.10.–15.03. nach Ziff. 1. In beiden Gewässern ist die Fischerei zudem nur am Montag, Mittwoch und Samstag sowie am 16. März gestattet (Art. 24 Abs. 7 FiDV).
Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Engehaldestauwehr) — Fangfenster:Zusätzliches Fangfenster: Im Fangzeitraum 16.03.–30.09. ist die Entnahme nur von Forellen mit 34–40 cm sowie ab 50 cm erlaubt. Grundwert nach Ziff. 9: Fangmindestmass 34 cm, Schonzeit 01.10.–15.03. Das Feld «max» bleibt leer, weil das Fangfenster aus zwei getrennten Längenbereichen besteht.
Birs — Fangfenster:Zusätzliches Fangfenster: Im Fangzeitraum 16.03.–30.09. ist die Entnahme nur von Forellen mit 25–32 cm sowie ab 40 cm erlaubt. Grundwert nach Ziff. 6a: Fangmindestmass 25 cm, Schonzeit 01.10.–15.03. Das Feld «max» bleibt leer, weil das Fangfenster aus zwei getrennten Längenbereichen besteht.
Weitere Vorschriften im Kanton Bern
- Gewässerkategorien (Art. 1 und 2 FiV): Patentgewässer sind die stehenden Gewässer Brienzersee, Thunersee und Bielersee; die Bergseen Arnensee, Engstlensee, Gelmersee, Mattenalpsee mit Chammlibach, Oeschinensee und Räterichsbodensee; die Stauseen Wohlensee, Niederriedsee, Stau von Aarberg, Stau von Bannwil und Stau von Wynau; der Zihlkanal; die Fliessgewässer mit gemischtem Fischbestand (Aare ab Brienzersee bis zur Kantonsgrenze Murgenthal ohne Häftli, Alte Aare, Saane ab Kantonsgrenze FR/BE, Schifffahrtskanal Interlaken, Zihl bei Nidau) sowie 24 namentlich aufgezählte Fliessgewässer mit vorwiegendem Edelfischbestand (u. a. Aare oberhalb Brienzersee, Birs, Emme, Kander, Lütschinen, Saane, Schüss, Sense, Simme, Zulg). Übrige Gewässer und Zuflüsse sind keine Patentgewässer (Art. 4 FiV). — Fangzahlbeschränkungen (Art. 14 FiDV, Fassung seit 01.01.2026): pro Tag höchstens insgesamt 6 Forellen und Saiblinge (davon höchstens 3 Forellen aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee), 5 Hechte, 25 Felchen (davon höchstens 20 aus dem Bielersee und höchstens 15 aus dem Thunersee), 100 Flussbarsche (Egli) und 5 Zander; pro Kalenderjahr insgesamt höchstens 150 Forellen und Saiblinge, davon höchstens 50 Bachforellen und höchstens 30 Forellen aus Brienzer-, Thuner- und Bielersee. Mit Sonderbewilligung zusätzlich höchstens 1 Äsche pro Tag und 5 Äschen pro Jahr. — Äschenfischerei (Art. 14a FiDV, neu seit 01.01.2026): Befischung und Entnahme von Äschen in Patentgewässern nur mit Sonderbewilligung, die Jahrespatentinhabenden vorbehalten ist, vom 1. Oktober bis 31. Dezember gilt und nur in sieben aufgezählten Gewässerabschnitten (Aare Brienzersee–Nadelwehr Interlaken, Schifffahrtskanal Interlaken, Aare Stauwehr Thun–Schützenfahrbrücke Münsingen, Aare Auguetbrücke Muri–Stauwehr Engehalde, Aare Tiefenaubrücke–Strassenbrücke Hagneck inkl. Aarestauseen, Saane ab Kantonsgrenze BE/FR bei Bösingen bis zur Mündung, Alte Aare). In allen übrigen Patentgewässern sind Äschenfischerei und Entnahme verboten. Erlaubt ist ein einziger Köder mit einfachem Haken; in der Aare von der Tiefenaubrücke bis zur Fähre Zehendermätteli nur Fliegenfischerei. Nach dem Behändigen einer Äsche ist die Äschenfischerei am betreffenden Tag einzustellen; nach fünf Äschen erlischt die Sonderbewilligung. — Weiterfischverbot nach dem Behändigen von sechs Edelfischen in Bergseen (Art. 21 Abs. 4 FiDV) und in Fliessgewässern mit vorwiegendem Edelfischbestand (Art. 24 Abs. 4 FiDV).
- Widerhakenin sämtlichen Gewässern grundsätzlich verboten (Art. 5 Abs. 2 Bst. a FiDV). Ausnahmen für Berufsfischerinnen/Berufsfischer und Inhabende eines Sachkundenachweises in den stehenden Gewässern nach Art. 1 FiV (Art. 5 Abs. 4 FiDV), in Brienzer-, Thuner- und Bielersee (Art. 20 Abs. 2), in Bergseen ausser dem Mattenalpsee (Art. 21 Abs. 2), in Stauseen und im Zihlkanal (Art. 22 Abs. 2) sowie in entsprechenden Pacht- und Privatgewässern (Art. 24a). In Fliessgewässern mit gemischtem Bestand (Art. 23 Abs. 2) und mit vorwiegendem Edelfischbestand (Art. 24 Abs. 3) bleibt der Widerhaken verboten. — Nachtfischverbot (Art. 13 FiV): Die Angelfischerei ist während der Sommerzeit von 24.00 bis 05.00 Uhr und während der Winterzeit von 20.00 bis 06.00 Uhr untersagt. Keine tageszeitliche Beschränkung gilt in den Aarestauseen zwischen Bielersee und der Kantonsgrenze bei Murgenthal (Art. 22 Abs. 3 FiDV) sowie in der Aare von der Ausmündung aus dem Bielersee bis zur Kantonsgrenze bei Murgenthal (Art. 23 Abs. 5 FiDV). — Ganzjährig befischbar (Art. 23 Abs. 4 FiDV): Aare von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Kantonsgrenze in Murgenthal (ohne Häftli), Alte Aare, Saane von der Kantonsgrenze FR/BE bis zur Einmündung in die Aare, Schifffahrtskanal Interlaken und Zihl (bei Nidau). — Wochentagsbeschränkung (Art. 24 Abs. 7 FiDV): In der Aare oberhalb des Osteingangs der Aareschlucht, in der Emme oberhalb der Ilfismündung, im Fildrich, in der Kiene mit Gorneren- und Spiggenbach, in der Kirel, im Lombach, im Narrenbach, im Reichenbach, im Schwarzwasser, in der Kleinen Simme, in der Sorne, in der Suld, im Urbach und in der Zulg ist die Fischerei lediglich am Montag, Mittwoch und Samstag sowie am 16. März gestattet.
- Catch-and-Release / TierschutzAls überlebensfähig beurteilte Fische und Krebse, die während der Schonzeit gefangen werden, geschützt sind oder das Fangmindestmass nicht erreichen, sind unverzüglich und sorgfältig zurückzuversetzen; lässt sich der Fisch nicht ohne Verletzung lösen, ist das Vorfach direkt vor dem Maul abzuschneiden (Art. 4 FiDV). Angelandete Fische, die behändigt werden dürfen, sind sofort und vor dem Lösen des Hakens fachgerecht zu betäuben und zu töten; das Auswechseln behändigter Fische ist untersagt (Art. 4a FiDV). Daraus folgt die Regel, die das Fischereiinspektorat so zusammenfasst: Fische, die das Fangmindestmass erreichen und ausserhalb der Schonzeit gefangen werden, dürfen nicht zurückversetzt werden. Kurzfristiges Hältern ist nur Fischerinnen und Fischern mit Sachkundenachweis erlaubt, und nur wenn die Tiere dabei nicht leiden und das Wasser regelmässig gewechselt wird (Art. 4a Abs. 2 FiDV). Verboten ist ferner, einen Fisch absichtlich an einem anderen Körperteil als dem Maul zu fangen (Art. 5 Abs. 1 Bst. e FiDV), sowie das unbeaufsichtigte Zurücklassen von Angel- und Köderfischgeräten (Art. 5 Abs. 2 Bst. b FiDV).
- KöderfischeDas Fischen mit lebenden Köderfischen ist verboten (Art. 18 Abs. 4 FiDV). Pro Tag dürfen höchstens 30 Groppen, 50 Elritzen und 100 andere Köderfische behändigt werden (Art. 18 Abs. 1). Nicht konservierte Köderfische dürfen nur in dem Patentgewässer verwendet und zurückversetzt werden, in dem sie gefangen wurden (Art. 17 Abs. 2). In Regalgewässern ist das Anfüttern zum Zwecke des Fangens verboten (Art. 13 Abs. 1 Bst. a FiDV).
- SchongebieteAnhang 2 FiDV listet die Fischereiverbotszonen (u. a. Aare- und Lütschineneinmündung im Brienzersee, Aare-/Schifffahrtskanal-, Weissenau-, Spiez-, Gwattlischenmoos- und Kandermündung im Thunersee, Twannbach im Bielersee, zahlreiche Abschnitte im Lauf der Aare, Schüss, Gürbe, Kander und Simme). Ganzjährig verboten ist das Fischen in Fischaufstiegshilfen sowie während der Ankunft oder Abfahrt eines Kursschiffs von einer Landestelle aus (Art. 9 Abs. 1 FiDV). — Grenzgewässer (Art. 11 FiDV, Art. 3 FiV): In Kraft ist nur noch Anhang 4.3 (Grischbach, Grenzgewässer BE/VD: Patentinhabende beider Kantone dürfen von beiden Ufern aus fischen und unterstehen den Ausübungsvorschriften des patentausstellenden Kantons). Die Anhänge 4.1 (Vereinbarung BE/FR über Sense und Saane), 4.2 (Vereinbarung BE/SO über die Aare) und 4.4 (Vereinbarung BE/NE über den Zihlkanal) wurden per 01.01.2026 aufgehoben. — Der Doubs berührt das Kantonsgebiet Bern nicht; einen bernischen Doubs-Anteil gibt es nicht.
- TrockenheitsmanagementDas Fischereiinspektorat führt eine laufend aktualisierte Seite zur Hitze- und Trockenheitslage und bittet in kritischen Situationen (hohe Wassertemperaturen, wenig Abfluss) darum, das Fischen auf Salmoniden zu unterlassen und nicht in betroffenen Fliessgewässern zu waten; als sensible Patentgewässer nennt es Aare (Thun–Wohlensee), Emme, Gürbe, Ilfis, Schwarzwasser, Sense, Unterlauf der Saane und Zulg (https://www.weu.be.ch/de/start/themen/jagd-fischerei/fischerei/fischen-kanton-bern/trockenheitsmanagment-fischerei.html). Verbindliche Einschränkungen ergehen als Allgemeinverfügung nach Art. 2 und Art. 9 Abs. 2 FiDV.
- BundesrechtFür Arten, die Anhang 1 FiDV nicht aufführt, gilt die Baseline der VBGF (SR 923.01); insbesondere dürfen nach Art. 2a VBGF Fische mit Gefährdungsstatus 0, 1 oder 2 nach Anhang 1 VBGF, für die weder eine Schonzeit noch ein Fangmindestmass besteht, nicht gefangen werden.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Anhang 1 zu Artikel 3 Absatz 1 und 2 der Direktionsverordnung über die Fischerei — Fangmindestmasse und Schonzeiten (BSG 923.111.1-A1)
- Fundstelle
- Anhang 1 Bst. c Ziff. 4 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV
- Fassung
- Stand 01.01.2026 (PDF mit den Anhängen 1–6 der FiDV, Version 3323 der bernischen Erlasssammlung BELEX)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Bachforelle im Kanton Bern?
Vom 01.10. bis zum 15.03. Rechtsgrundlage ist Anhang 1 FiDV, Anhang 1 Bst. c Ziff. 4 FiDV i. V. m. Art. 3 Abs. 1 FiDV. In der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie gross muss die Bachforelle sein, damit man sie mitnehmen darf?
Das Fangmindestmass beträgt 24 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Bern?
Nein. im Kanton Bern gelten für Bachforelle in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Engstligen, Fildrich, Grischbach, Kiene mit Gorneren- und Spiggenbach, Kirel, Narrenbach, Reichenbach, Saane (Grenze VS/BE–Grenze BE/VD), Kleine Simme, Sorne, Suld, Urbach sowie alle staatlichen Pachtgewässer und privaten Fischgewässer des Oberlandes und des Berner Juras, Emme (oberhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil) und Ilfis, Emme (unterhalb der Heidbühlbrücke bei Eggiwil), Alte Aare und Schüss, Birs (auf dem Gebiet des Kantons Bern), Aare (von der Ausmündung aus dem Bielersee bis zur Kantonsgrenze in Murgenthal einschliesslich Aarestauseen) und Zihl (bei Nidau), Gürbe, Aare (von der Ausmündung aus dem Brienzersee bis zur Einmündung in den Thunersee einschliesslich Schifffahrtskanal Interlaken sowie unterhalb des Stauwehrs des Wohlensees bis zur Einmündung in den Bielersee), Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Stauwehr des Wohlensees), Brienzersee, Thunersee und Bielersee, Aare (vom Stauwehr Räterichsboden bis zur Einmündung in den Brienzersee), Kander, Lombach, Lütschinen — Fangfenster, Schüss (von der Wasserrückgabe des Kraftwerks der Bielersee Kraftwerke AG in Bözingen bis zur Einmündung in den Bielersee) — Fangfenster, Aare Interlaken und Schifffahrtskanal Interlaken — Fangfenster, Urbach und Reichenbach — Fangfenster, Aare (von der Ausmündung aus dem Thunersee bis zum Engehaldestauwehr) — Fangfenster, Birs — Fangfenster. Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Bachforelle gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Bachforelle im Kanton Bern steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Bern erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Bachforelle — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Bern lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Bachforelle wieder frei wird.
Bachforelle in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Bachforelle Schonzeit".
- Bachforelle Schonzeit Zürich
- Bachforelle Schonzeit Luzern
- Bachforelle Schonzeit Uri
- Bachforelle Schonzeit Schwyz
- Bachforelle Schonzeit Obwalden
- Bachforelle Schonzeit Nidwalden
- Bachforelle Schonzeit Glarus
- Bachforelle Schonzeit Zug
- Bachforelle Schonzeit Solothurn
- Bachforelle Schonzeit Basel-Stadt
- Bachforelle Schonzeit Basel-Landschaft
- Bachforelle Schonzeit Schaffhausen
- Bachforelle Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Bachforelle Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Bachforelle Schonzeit St. Gallen
- Bachforelle Schonzeit Graubünden
- Bachforelle Schonzeit Aargau
- Bachforelle Schonzeit Thurgau
- Bachforelle Schonzeit Freiburg
- Bachforelle Schonzeit Waadt
- Bachforelle Schonzeit Wallis
- Bachforelle Schonzeit Neuenburg
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- Bachforelle Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Bern
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