Schonzeit
Schonzeit Seeforelle im Kanton St. Gallen
Die Schonzeit für die Seeforelle im Kanton St. Gallen läuft vom 01.10. bis zum 28.02. In diesem Zeitraum darf der Fisch nicht entnommen werden. Das Fangmindestmass beträgt 60 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
In einzelnen Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Regeln — siehe die Tabelle unten.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
- Schonzeit
- mindestens 16 Wochen in fliessenden Gewässern und in Stauhaltungen, 12 Wochen in stehenden Gewässern
- Fangmindestmass
- 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern
VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2
Kanton St. Gallen — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- 01.10.–28.02.
- Fangmass
- 60 cm
Art. 5 und Art. 6 FV SG i.V.m. Anhang 1 und Anhang 2 FV SG
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Seeforelle (Salmo trutta lacustris) |
| Kanton | St. Gallen (SG) |
| Schonzeit | 01.10.–28.02. |
| Fangmass | 60 cm |
| Fundstelle | FV SG, Art. 5 und Art. 6 FV SG i.V.m. Anhang 1 und Anhang 2 FV SG |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Was du dazu wissen solltest
Anhang 1 FV nennt als Ende «28. bzw. 29. Februar». Das Fangmass von 60 cm wurde durch den III. Nachtrag vom 24. Februar 2026 (nGS 2026-009) festgesetzt und gilt seit dem 1. April 2026.
Abweichende Regeln im Kanton St. Gallen
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für St. Gallen. In den folgenden Gewässern gilt für Seeforelle etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Alpenrhein (st.gallischer Rhein) | 01.10.–31.01. | 60 cm | Anhang 1 («Schonzeiten im Alpenrhein») und Anhang 2 FV SG; Fischereibestimmungen Alpenrhein des ANJF |
| Bodensee-Obersee (st.gallischer Teil) | 01.11.–10.01. | 60 cm | Art. 27 Abs. 1 lit. c V UVEK Bodensee-Obersee (SR 923.31) für die Schonzeit; Fischereibestimmungen Bodensee-Obersee des ANJF (Dezember 2025), Ziff. IV.1 lit. d, sowie Anhang 2 FV SG für das Fangmass von 60 cm |
| Zürichsee und Obersee | 01.10.–25.12. | 40 cm | § 4 Abs. 1 lit. a und § 5 Abs. 1 lit. a AB Zürichsee/Obersee («Forellen») |
| Walensee | 01.10.–25.12. | 40 cm | § 5 lit. a und § 6 Abs. 1 lit. a AB Walensee («Forellen») |
| Linthkanal | 01.10.–31.01. | 32 cm | § 8 Abs. 1 lit. a und § 9 Abs. 1 lit. a AB Linthkanal («Forelle») |
Alpenrhein (st.gallischer Rhein):Zusätzliche Schonzeit für Bach- und Seeforellen ab 60 cm vom 15. Juli bis 30. September (Fussnote 2 zu Anhang 1 FV). Das amtliche Merkblatt Alpenrhein 2026 nennt abweichend 15. Juli bis 31. Januar für Forellen ab 50 cm (siehe luecken).
Bodensee-Obersee (st.gallischer Teil):Die Verordnung des UVEK (SR 923.31, Stand 1. Januar 2024) nennt für «Forellen» ein Fangmindestmass von 50 cm. Der Kanton St.Gallen wendet — gestützt auf Art. 5 Abs. 3 SR 923.31 und Anhang 2 FV — für seinen Seeteil 60 cm an; so auch das amtliche Merkblatt vom Dezember 2025. Die Schonzeiten am Bodensee beginnen und enden am angegebenen Tag jeweils um 12.00 Uhr (Art. 27 Abs. 2 SR 923.31).
Zürichsee und Obersee:Sammelbegriff «Forellen». Zum Schutz der Seeforelle ist die Fischerei vom 16. November bis 31. Januar im Radius von 100 m um 13 bezeichnete Zuflüsse verboten (Anhang V AB).
Walensee:Sammelbegriff «Forellen».
Weitere Vorschriften im Kanton St. Gallen
- St.Gallen kennt fünf nebeneinander bestehende Regime, die sich in Schonzeiten und Fangmassen deutlich unterscheiden. (1) BASIS: Die kantonale Fischereiverordnung (Art. 5 und 6 FV i.V.m. Anhang 1 «Generelle Schonzeiten» und Anhang 2 «Fangmasse») gilt für die Pachtgewässer (Bäche, Flüsse, Weiher) und subsidiär für alle Gewässer ohne Sonderregime. (2) ALPENRHEIN: Anhang 1 und 2 FV führen für den Alpenrhein eine eigene Spalte; ergänzend gelten die amtlichen «Fischereibestimmungen für den st.gallischen Rhein» des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF). (3) BODENSEE-OBERSEE: Es gilt das internationale Regime der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF), umgesetzt durch die Verordnung des UVEK (SR 923.31), ergänzt durch die kantonale Verordnung sGS 854.312 und die jährlichen Fischereibestimmungen des ANJF. (4) ZÜRICHSEE/OBERSEE, WALENSEE UND LINTHKANAL: Konkordat der Kantone ZH, SZ, GL und SG (sGS 854.351) mit je eigenen Ausführungsbestimmungen der Fischereikommission (sGS 854.351.1 Walensee, 854.351.2 Linthkanal, 854.351.3 Zürichsee/Obersee).
- WEITERE KERNPUNKTEPatentgewässer sind Bodensee, Walensee, Zürichsee und Obersee sowie Linthkanal und Rhein (Art. 24 Abs. 1 FV); alle übrigen Gewässer sind Pachtgewässer. Fangzahl: sechs Edelfische (Äschen, Felchen, Forellen, Saiblinge) je Angelfischerin oder Angelfischer und Tag (Art. 12 FV); abweichende Tagesfanglimiten gelten am Zürichsee/Obersee (§ 14 AB), am Walensee (§ 19 AB), am Linthkanal (§ 11 AB, zusätzlich Jahreslimite von 100 Edelfischen) und am Bodensee (30 Barsche, 5 Saiblinge). Nachtfangverbot (Art. 13 FV): während der Sommerzeit von 23.00 bis 04.00 Uhr, in der übrigen Zeit von 19.00 bis 06.00 Uhr; am Zürichsee/Obersee und am Walensee gelten stattdessen Fangzeiten von 04.00 bis 23.00 Uhr (Sommerzeit) bzw. 05.00 bis 22.00 Uhr (Winterzeit), am Linthkanal 04.00 bis 23.00 Uhr bzw. 06.00 bis 20.00 Uhr, am Bodensee eine Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang (Aal- und Welsfang vom Ufer bis 01.00 Uhr). Widerhaken sind grundsätzlich verboten (Art. 10 Abs. 1 FV); wer über einen Sachkundenachweis verfügt, darf sie in Seen und Stauhaltungen für die Hegenen- und Schleppangelfischerei verwenden (Art. 10 Abs. 2 FV, § 15 AB Walensee, § 12 AB Zürichsee/Obersee); im Linthkanal sind Widerhaken ausnahmslos verboten (§ 6 AB Linthkanal). Ruten: eine in fliessenden, zwei in stehenden Gewässern; höchstens drei einfache Haken oder zwei Mehrfachhaken je Rute, Mehrfachhaken in fliessenden Gewässern nur im Alpenrhein (Art. 8 FV). Während der Forellenschonzeit sind in fliessenden Gewässern Löffel, Spinner sowie künstliche und natürliche Köderfische und das Setzen auf Grund verboten (Art. 9 FV). Lebende Köderfische sind verboten; geschonte und standortfremde Arten dürfen nicht als Köderfische verwendet werden (Art. 11 FV). Am Bodensee ist «Catch and Release» ausdrücklich untersagt und alle gefangenen Fische sind unverzüglich zu töten; die Hälterung lebender Fische ist am Zürichsee/Obersee verboten (§ 15 Abs. 2 AB). Watverbot: im Rhein auf der st.gallisch-graubündnerischen Grenzstrecke zwischen Grenzstein Nr. 2 (km 24.3) und dem Ende des rechtsseitigen Rheinwuhrs (km 33.6) (Art. 14 FV); im Linthkanal vom 1. November bis 30. April (§ 13 AB Linthkanal). Schongebiete: Zürichsee/Obersee — Fischereiverbot im Radius von 100 m um 13 Bachmündungen vom 16. November bis 31. Januar (Anhang V AB); Walensee — Seez- und Linthmündung vom 1. September bis 25. Dezember (Anhang AB Walensee); Bodensee — Goldach, Steinach, Luxburger Bucht und Güttingen vom 1. November bis 31. Januar (Art. 17ter V Bodensee SG), Hafen Rorschach vom 1. April bis 30. September, Freibad Seegarten Goldach vom 1. Mai bis 15. September; Linthkanal — drei ganzjährige Schongebiete nach Anhang AB Linthkanal. Das ANJF kann für einzelne Gewässer die Schonzeiten ändern, zusätzliche Schonzeiten einführen, das Fangmass ändern und Fangfenster festlegen (Art. 5 Abs. 2 und Art. 6 Abs. 3 FV) — die aktuellen Merkblätter des Amtes sind daher zusätzlich zum Verordnungstext zu beachten. In Pachtgewässern legt der Pachtvertrag zusätzliche Auflagen fest (Art. 22 Abs. 3 FiG); die Fischereivereine können strengere Vereinsvorschriften erlassen.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Fischereiverordnung (sGS 854.11)
- Fundstelle
- Art. 5 und Art. 6 FV SG i.V.m. Anhang 1 und Anhang 2 FV SG
- Fassung
- vom 2. Dezember 2008 (Stand 1. April 2026); Grunderlass nGS 44–32, in Vollzug ab 1. Januar 2009; Anhang 1 und Anhang 2 zuletzt geändert durch III. Nachtrag vom 24. Februar 2026, nGS 2026-009, in Vollzug ab 1. April 2026
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Seeforelle im Kanton St. Gallen?
Vom 01.10. bis zum 28.02. Rechtsgrundlage ist FV SG, Art. 5 und Art. 6 FV SG i.V.m. Anhang 1 und Anhang 2 FV SG. In der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie gross muss die Seeforelle sein, damit man sie mitnehmen darf?
Das Fangmindestmass beträgt 60 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.
Gilt die Regel im ganzen Kanton St. Gallen?
Nein. im Kanton St. Gallen gelten für Seeforelle in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Alpenrhein (st.gallischer Rhein), Bodensee-Obersee (st.gallischer Teil), Zürichsee und Obersee, Walensee, Linthkanal. Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Seeforelle gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Seeforelle im Kanton St. Gallen steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton St. Gallen erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Seeforelle — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton St. Gallen lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Seeforelle wieder frei wird.
Seeforelle in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Seeforelle Schonzeit".
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- Seeforelle Schonzeit Bern
- Seeforelle Schonzeit Luzern
- Seeforelle Schonzeit Uri
- Seeforelle Schonzeit Schwyz
- Seeforelle Schonzeit Obwalden
- Seeforelle Schonzeit Nidwalden
- Seeforelle Schonzeit Glarus
- Seeforelle Schonzeit Zug
- Seeforelle Schonzeit Solothurn
- Seeforelle Schonzeit Basel-Stadt
- Seeforelle Schonzeit Basel-Landschaft
- Seeforelle Schonzeit Schaffhausen
- Seeforelle Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Seeforelle Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Seeforelle Schonzeit Graubünden
- Seeforelle Schonzeit Aargau
- Seeforelle Schonzeit Thurgau
- Seeforelle Schonzeit Freiburg
- Seeforelle Schonzeit Waadt
- Seeforelle Schonzeit Wallis
- Seeforelle Schonzeit Neuenburg
- Seeforelle Schonzeit Genf
- Seeforelle Schonzeit Jura
- Seeforelle Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton St. Gallen
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