Schonzeit
Schonzeit Bachforelle im Kanton Solothurn
Die Schonzeit für die Bachforelle im Kanton Solothurn läuft vom 01.10. bis zum 15.03. In diesem Zeitraum darf der Fisch nicht entnommen werden. Das Fangmindestmass beträgt 38 Zentimeter, gemessen von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.
Stand 07. September
Erlaubt — bitte prüfen
In einzelnen Gewässern dieses Kantons gelten abweichende Regeln — siehe die Tabelle unten.
Bund und Kanton — beide Ebenen
Bundesrecht — die Untergrenze für die ganze Schweiz
- Schonzeit
- mindestens 16 Wochen in fliessenden Gewässern und in Stauhaltungen, 12 Wochen in stehenden Gewässern
- Fangmindestmass
- 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern
VBGF, SR 923.01 · Art. 1 und 2
Kanton Solothurn — das gilt vor Ort
- Schonzeit
- 01.10.–15.03.
- Fangmass
- 38 cm
§ 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Bachforelle (Salmo trutta fario) |
| Kanton | Solothurn (SO) |
| Schonzeit | 01.10.–15.03. |
| Fangmass | 38 cm |
| Fundstelle | FiVO SO, § 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO |
Werte nach Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
Was du dazu wissen solltest
Basiswert = Aare A1 bis A6 (die sechs Aare-Patentstrecken). Das Fangmindestmass ist in Solothurn gewässerweise unterschiedlich — siehe Varianten. Die Schonzeit 01.10.–15.03. gilt in allen Gewässern gleich. Fangzahl: 2 Stück pro Tag, in Patentgewässern höchstens 20 pro Jahr (§ 13 FiVO).
Abweichende Regeln im Kanton Solothurn
Die oben genannten Werte sind die Grundregel für Solothurn. In den folgenden Gewässern gilt für Bachforelle etwas anderes — bei Konkordats- und Grenzgewässern ist das die Regel, nicht die Ausnahme:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Chastelbach, Lüssel und Lützel | 01.10.–15.03. | 30 cm | § 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO |
| Dünnern | 01.10.–15.03. | 32–42 cm | § 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO |
| Emme und Emmekanal | 01.10.–15.03. | 35–45 cm | § 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO |
| Pachtgewässer und Gewässer mit privatem Fischereirecht | 01.10.–15.03. | 26 cm | § 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO |
| Aare — Grenzgewässer BE/SO (Niederholz unterhalb Büren a. A. bis Hagmatten bei Leuzigen sowie unterhalb EW Ober-Wynau bis Einmündung der Murg) | 01.10.–15.03. | 38 cm | Art. 3 Abs. 1 Vereinbarung Aare BE/SO (BGS 625.711) |
| Aare — Grenzgewässer AG/SO (Kantonsgrenze AG/BE abwärts bis Mündung Mittibach bei der Friedau in Murgenthal; übrige Grenzstrecke bis Flussmitte) | 01.10.–15.03. | 28 cm | Art. 3 Übereinkunft Aare AG/SO (BGS 625.721 / SAR 935.030) |
| Birs — Grenzgewässer BL/SO (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach, Flussmitte als Grenze) | 15.10.–28.02. | 26 cm | Art. 2 und Art. 3 Übereinkunft Birs BL/SO (BGS 625.732) |
Chastelbach, Lüssel und Lützel:In diesen Gewässern gilt vom 01.10. bis 15.03. ohnehin ein generelles Fischereiverbot (§ 10 Abs. 1 lit. a FiVO).
Dünnern:Entnahmefenster: Wortlaut «von 32 bis 42 cm und ab 55 cm». Erlaubt sind also Bachforellen von 32 bis 42 cm sowie zusätzlich alle ab 55 cm; dazwischen (42–55 cm) besteht ein Höchstmass-Schutz. Zusätzlich generelles Fischereiverbot 01.10.–15.03. (§ 10 Abs. 1 lit. a FiVO).
Emme und Emmekanal:Entnahmefenster «von 35 bis 45 cm». Zusätzlich generelles Fischereiverbot 01.10.–15.03. (§ 10 Abs. 1 lit. a FiVO).
Pachtgewässer und Gewässer mit privatem Fischereirecht:In Fliessgewässern, die als Pachtgewässer oder mit privatem Fischereirecht bewirtschaftet werden, gilt vom 01.10. bis 15.03. ein generelles Fischereiverbot (§ 10 Abs. 1 lit. a FiVO); in stehenden Pachtgewässern (z. B. Baslerweiher Seewen) greift dieses Verbot nach dem Wortlaut nicht.
Aare — Grenzgewässer BE/SO (Niederholz unterhalb Büren a. A. bis Hagmatten bei Leuzigen sowie unterhalb EW Ober-Wynau bis Einmündung der Murg):Per 01.01.2026 von 28 auf 38 cm angehoben und damit mit der Solothurner FiVO gleichgezogen. Fangzahl auf dieser Strecke: 6 Forellen pro Tag (Art. 4).
Aare — Grenzgewässer AG/SO (Kantonsgrenze AG/BE abwärts bis Mündung Mittibach bei der Friedau in Murgenthal; übrige Grenzstrecke bis Flussmitte):ACHTUNG WIDERSPRUCH: Die Übereinkunft AG/SO ist seit 2009 unverändert und führt weiterhin 28 cm, während die Solothurner FiVO für die Aare seit 01.03.2026 38 cm verlangt. Das AWJF bestätigt im Schreiben vom Februar 2026 ausdrücklich, dass auf der AG/SO-Strecke «noch die bisherigen Bestimmungen» gelten. Fangzahl dort: 6 Forellen pro Tag (Art. 4).
Birs — Grenzgewässer BL/SO (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach, Flussmitte als Grenze):Wortlaut der Übereinkunft: «Forellen 26 cm, 15.10. – Ende Februar»; in Schaltjahren endet die Schonzeit am 29.02. Zusätzlich besteht in der Birs ein generelles Fischereiverbot vom 15.10. bis Ende Februar (Art. 2). Fangzahl: 4 Forellen pro Tag (Art. 4).
Weitere Vorschriften im Kanton Solothurn
- Grosse Revision per 01.03.2026: Die Äsche ist im ganzen Kanton ganzjährig geschont, die Bachforellen-Fangmasse wurden gewässerweise stark angehoben (Aare 38 cm), Bachforellen/Saiblinge sind auf 2 Stück pro Tag und 20 pro Jahr begrenzt, die Tagesfangzahl für Egli ist aufgehoben, und der SaNa gilt neu auch für Tages- und Wochenpatente.
- SCHONGEBIETE (§ 10 FiVO)In Chastelbach, Dünnern, Emme, Emmekanal, Lüssel und Lützel sowie in allen Fliessgewässern, die als Pachtgewässer oder mit privatem Fischereirecht bewirtschaftet werden, gilt vom 01.10. bis 15.03. ein generelles Fischereiverbot. Ganzjährige Fischereiverbote bestehen in der Dünnern in Olten (Eisenbahnbrücke bis Badibrücke), in der Dünnern in Balsthal (Einmündung Augstbach bis Brücke Von Roll-Areal), in der Lüssel in Breitenbach (Badeanstalt bis Brücke Laufenstrasse), in der Lüssel in Beinwil (Kantonsgrenze bis Brücke Neuhüsli), in der Lützel in Kleinlützel (Areal Schloss- und Beschlägefabrik MSL) und in der Emme in Biberist (Wehr bis BLS-Eisenbahnbrücke). In Fischmigrationshilfen (Fischpässe, Umgehungsgerinne) ist das Fangen ganzjährig verboten.
- STAUHALTUNG FLUMENTHALVom 01.11. bis 30.04. ist die Fischerei in der Aare vom Schützenhaus Feldbrunnen bis zum Stauwehr des Kraftwerks Flumenthal nur vom Ufer aus erlaubt (§ 10 Abs. 3 FiVO). — FANGZAHLBESCHRÄNKUNGEN (§ 13 FiVO, alle Patent- und Pachtgewässer): Bachforellen und Saiblinge 2 pro Tag, Hechte 5 pro Tag, Felchen 20 pro Tag; in Patentgewässern höchstens 20 Bachforellen pro Jahr. Nach Erreichen der Tagesfangzahl von zwei Bachforellen ist Weiterangeln auf andere Arten nur in der Aare (A1–A6) erlaubt. Abweichend gelten auf der Aare-Grenzstrecke BE/SO Forellen 6 Stück und Felchen 25 Stück pro Tag (Art. 4 Vereinbarung BE/SO), auf der Aare-Grenzstrecke AG/SO Forellen 6, Äsche 2 und Hecht 5 pro Tag (Art. 4 Übereinkunft AG/SO) und in der Birs BL/SO Forellen 4 und Äsche 4 pro Tag (Art. 4 Übereinkunft BL/SO).
- GERÄTE (§§ 14–16 FiVO)höchstens zwei Angelgeräte mit je zwei Ködern, Mitangler nur ein Gerät mit einem Köder; Widerhaken sind in sämtlichen Gewässern verboten; Mehrfachhaken (z. B. Drillinge) sind in Pacht- und Patentgewässern verboten, die Aare A1–A6 ist davon ausgenommen. In der Aare A1 und vom Kraftwerk Wynau/Schwarzhäusern bis zum Kraftwerk Ruppoldingen darf die Hegene mit höchstens fünf Ködern verwendet werden (§ 15 Abs. 2 FiVO); im Stau Ruppoldingen vom Stauwehr bis zur militärischen Übersetzstelle Boningen gilt dasselbe, und wer einen Sachkundenachweis besitzt, darf dort für die Hegenenfischerei ausnahmsweise Widerhaken verwenden (Art. 6 Übereinkunft AG/SO).
- KÖDERalle natürlichen und künstlichen Köder erlaubt; lebende Köderfische verboten; als Köderfische nur nicht geschützte Fische aus dem befischten Gewässer sowie Salzwasserfischarten (§§ 17–18 FiVO).
- CATCH & RELEASEZum Fang erlaubte Fische, die behändigt werden, sind sofort und vor dem Lösen des Hakens zu töten; wer einen Sachkundenachweis besitzt, darf sie stattdessen kurzfristig tiergerecht hältern, bereits gehälterte Fische dürfen nicht zurückgesetzt werden (§ 20 Abs. 2 FiVO). Geschützte, geschonte oder untermassige Fische sind mit nasser Hand zu lösen und schonend zurückzusetzen; sitzt der Haken zu tief, ist er abzuschneiden (§ 21 FiVO).
- KREBSEDer Fang von Krebsen und der gewerbsmässige Fang von Fischnährtieren ist nur mit Bewilligung der Fachstelle zulässig (§ 19 FiVO). — Ein generelles Nachtfischereiverbot besteht im Kanton Solothurn nicht; auf den Aare-Grenzstrecken zu BE und AG ist ausdrücklich festgehalten, dass keine tageszeitlichen Beschränkungen gelten (Art. 5 Vereinbarung BE/SO, Art. 5 Übereinkunft AG/SO). — Zuständige Fachstelle ist die Abteilung Jagd und Fischerei des Amtes für Wald, Jagd und Fischerei (AWJF), Barfüssergasse 14, 4509 Solothurn.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Fischereiverordnung (FiVO) (625.12)
- Fundstelle
- § 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO
- Fassung
- vom 25.08.2008, Stand 01.03.2026 (Beschluss vom 08.12.2025, GS 2025, 53)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Bachforelle im Kanton Solothurn?
Vom 01.10. bis zum 15.03. Rechtsgrundlage ist FiVO SO, § 12 Abs. 3bis (Tabelle) FiVO. In der Schonzeit gefangene Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie gross muss die Bachforelle sein, damit man sie mitnehmen darf?
Das Fangmindestmass beträgt 38 Zentimeter. Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. (Art. 2 Abs. 2 VBGF). Untermassige Fische sind unverzüglich zurückzusetzen.
Gilt die Regel im ganzen Kanton Solothurn?
Nein. im Kanton Solothurn gelten für Bachforelle in einzelnen Gewässern abweichende Regeln: Chastelbach, Lüssel und Lützel, Dünnern, Emme und Emmekanal, Pachtgewässer und Gewässer mit privatem Fischereirecht, Aare — Grenzgewässer BE/SO (Niederholz unterhalb Büren a. A. bis Hagmatten bei Leuzigen sowie unterhalb EW Ober-Wynau bis Einmündung der Murg), Aare — Grenzgewässer AG/SO (Kantonsgrenze AG/BE abwärts bis Mündung Mittibach bei der Friedau in Murgenthal; übrige Grenzstrecke bis Flussmitte), Birs — Grenzgewässer BL/SO (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach, Flussmitte als Grenze). Die Einzelheiten stehen auf dieser Seite unter „Abweichende Regeln".
Was gibt der Bund vor und was der Kanton?
Der Bund nennt in Art. 1 VBGF nur eine Mindestdauer in Wochen und in Art. 2 VBGF ein Fangmindestmass in Zentimetern. Beginn und Ende der Schonzeit legen die Kantone fest — sie dürfen die Schonzeit verlängern, auf weitere Arten ausdehnen und die Masse erhöhen, aber nie darunter gehen. Deshalb steht auf dieser Seite beides nebeneinander.
Weiter prüfen
Mit dem Checker „Darf ich fischen?" prüfst du für ein konkretes Datum, ob Bachforelle gerade entnommen werden darf — mit Fundstelle. Das Fangmass für Bachforelle im Kanton Solothurn steht auf einer eigenen Seite, und das Fischereipatent im Kanton Solothurn erklärt, welche Berechtigung du überhaupt brauchst.
Mehr zur Art: Bachforelle — Steckbrief, Köder und Technik. Alle Schonzeiten im Kanton Solothurn lassen sich als Kalender abonnieren — mit Erinnerung, sobald Bachforelle wieder frei wird.
Bachforelle in anderen Kantonen
Alle Kantone nebeneinander stehen in der Übersicht „Bachforelle Schonzeit".
- Bachforelle Schonzeit Zürich
- Bachforelle Schonzeit Bern
- Bachforelle Schonzeit Luzern
- Bachforelle Schonzeit Uri
- Bachforelle Schonzeit Schwyz
- Bachforelle Schonzeit Obwalden
- Bachforelle Schonzeit Nidwalden
- Bachforelle Schonzeit Glarus
- Bachforelle Schonzeit Zug
- Bachforelle Schonzeit Basel-Stadt
- Bachforelle Schonzeit Basel-Landschaft
- Bachforelle Schonzeit Schaffhausen
- Bachforelle Schonzeit Appenzell Ausserrhoden
- Bachforelle Schonzeit Appenzell Innerrhoden
- Bachforelle Schonzeit St. Gallen
- Bachforelle Schonzeit Graubünden
- Bachforelle Schonzeit Aargau
- Bachforelle Schonzeit Thurgau
- Bachforelle Schonzeit Freiburg
- Bachforelle Schonzeit Waadt
- Bachforelle Schonzeit Wallis
- Bachforelle Schonzeit Neuenburg
- Bachforelle Schonzeit Genf
- Bachforelle Schonzeit Jura
- Bachforelle Schonzeit Tessin
Andere Fischarten im Kanton Solothurn
- Seeforelle Schonzeit Solothurn
- Regenbogenforelle Schonzeit Solothurn
- Seesaibling Schonzeit Solothurn
- Bachsaibling Schonzeit Solothurn
- Felchen Schonzeit Solothurn
- Äsche Schonzeit Solothurn
- Lachs Schonzeit Solothurn
- Hecht Schonzeit Solothurn
- Egli Schonzeit Solothurn
- Zander Schonzeit Solothurn
- Trüsche Schonzeit Solothurn
- Wels Schonzeit Solothurn
- Aal Schonzeit Solothurn
- Karpfen Schonzeit Solothurn
- Schleie Schonzeit Solothurn
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- Brachsme Schonzeit Solothurn
- Barbe Schonzeit Solothurn
- Nase Schonzeit Solothurn
Alle Schonzeiten und Fangmasse im Kanton Solothurn im Überblick