Fangmass
Fangmass Äsche im Kanton Zürich
Das Fangmindestmass für die Äsche beträgt im Kanton Zürich 35 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 28 cm vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Äsche (Thymallus thymallus) |
| Kanton | Zürich (ZH) |
| Fangmass Kanton | 35 cm |
| Untergrenze Bund | 28 cm |
| Schonzeit | ganzjährig geschont |
| Fundstelle | Verfügung Äschenfangverbot 2026–2029, Verfügung ALN vom 31. März 2026 (Ziff. I), gestützt auf Art. 5 Abs. 2 BGF, Art. 1 Abs. 3 VBGF und § 43 FiG ZH; daneben § 26 und § 27 FiR ZH |
Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
So wird gemessen
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.
§ 21 und § 27 FiR ZH: Fangmindestmasse werden «von der Kopf- bis zur Schwanzspitze» gemessen, bei Krebsen «vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende». Für Zürichsee und Obersee: § 5 AB Zürichsee/Obersee — «von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse».
Was du dazu wissen solltest
- WICHTIGFür alle Zürcher Gewässer — die zürcherisch-zugerische Grenzstrecke der Sihl eingeschlossen — gilt ein befristetes Äschenfangverbot. Es läuft seit 1. Oktober 2018 in wechselndem Umfang und lückenlos vom 1. Oktober 2023 bis 30. September 2026 (Verfügung 2023) sowie vom 1. Oktober 2026 bis 30. September 2029 (Verfügung vom 31. März 2026). Ausgenommen sind nur Fänge zu Bestandeskontrollen, Untersuchungszwecken und zur Laichgewinnung im Auftrag der Fischerei- und Jagdverwaltung. Die reguläre Schonzeit von § 26 FiR ZH (1. Februar bis 30. April) und das Fangmindestmass von 35 cm nach § 27 FiR ZH bleiben zwar im Erlass stehen, laufen aber während des Moratoriums leer. Das kantonale Fangmindestmass von 35 cm liegt deutlich über der Bundes-Baseline von 28 cm (Art. 2 VBGF).
Abweichende Masse im Kanton Zürich
In diesen Gewässern gilt für Äsche ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Pachtgewässer, Revierkategorien F und G sowie Rhein — reguläre Regelung nach Ablauf des Fangverbots | 01.02.–30.04. | 35 cm | § 26 und § 27 FiR ZH |
| Zürichsee und Obersee | ganzjährig geschont | 32 cm | § 4 und § 5 AB Zürichsee/Obersee |
| Greifensee, Pfäffikersee, Pacht- und Privatseen (§§ 15–21 FiR ZH) | nur Bundesvorgabe | nur Bundesvorgabe | Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 VBGF |
| Pachtgewässer, Revierkategorie B | 01.02.–30.04. | nicht abschliessend geklärt | § 26 FiR ZH (Schonzeit); § 27 FiR ZH ohne Eintrag in der Spalte B-Reviere |
Pachtgewässer, Revierkategorien F und G sowie Rhein — reguläre Regelung nach Ablauf des Fangverbots:Gilt erst wieder, wenn das befristete Fangverbot ausläuft (frühestens 1. Oktober 2029) und nicht erneut verlängert wird.
Zürichsee und Obersee:§ 4 AB: «Äsche — ganzjährig geschützt» (Neuerung der Änderung vom 16. Juni 2025, in Kraft seit 1.1.2026). Das in § 5 AB weiterhin genannte Fangmindestmass von 32 cm läuft damit praktisch leer.
Greifensee, Pfäffikersee, Pacht- und Privatseen (§§ 15–21 FiR ZH):Die Äsche fehlt im Katalog von § 21 FiR ZH für diese Gewässer. Bundes-Baseline: Schonzeit mindestens 10 Wochen, Fangmindestmass 28 cm.
Pachtgewässer, Revierkategorie B:Das Feld «Äsche / B-Reviere» ist in § 27 FiR ZH leer, eine Legende fehlt. Subsidiär greift wohl das Bundesmass von 28 cm — kantonal nicht belegt.
An der Kantonsgrenze
Die Äsche muss im Kanton Zürich 35 Zentimeter messen. Über die gemeinsamen Gewässer Sihl, Lorze, Rhein und Zürichsee grenzt der Kanton an 4 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. Zug 30 cm, Schaffhausen 30 cm, Schwyz 32 cm und Graubünden 32 cm — 3 bis 5 Zentimeter weniger, am selben Wasser. Unverändert bleibt es gegenüber Basel-Stadt, St. Gallen und Thurgau. Basel-Landschaft und Aargau führen für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Verfügung: Befristetes Äschenfangverbot für alle Zürcher Gewässer bis Ende September 2029 (—)
- Fundstelle
- Verfügung ALN vom 31. März 2026 (Ziff. I), gestützt auf Art. 5 Abs. 2 BGF, Art. 1 Abs. 3 VBGF und § 43 FiG ZH; daneben § 26 und § 27 FiR ZH
- Fassung
- Verfügung des Amts für Landschaft und Natur vom 31. März 2026, Fangverbot vom 1. Oktober 2026 bis 30. September 2029; nahtlose Fortsetzung der Verfügung vom 2023 (Fangverbot 1.10.2023–30.9.2026)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wie gross muss die Äsche im Kanton Zürich sein?
Mindestens 35 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie wird ein Fisch richtig gemessen?
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.
Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?
Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.
Gilt das Mass im ganzen Kanton Zürich?
Nein. Abweichende Masse gelten in: Pachtgewässer, Revierkategorien F und G sowie Rhein — reguläre Regelung nach Ablauf des Fangverbots, Zürichsee und Obersee, Greifensee, Pfäffikersee, Pacht- und Privatseen (§§ 15–21 FiR ZH), Pachtgewässer, Revierkategorie B. Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.
Weiter prüfen
Wann die Äsche geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Äsche im Kanton Zürich. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Äsche zeigt die Hakengrössen-Tabelle.
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