See · FR · VD
Fischen im Murtensee
Über den Broyekanal mit dem Neuenburgersee verbunden, Ufer in Freiburg und Waadt.
Karte © Mapbox © OpenStreetMap · Marker auf der BAFU-Messstation · Tiefen/Seezeichen © OpenSeaMap-Mitwirkende (ODbL), auf Schweizer Seen nur stellenweise erfasst.
Beiss-Index Murtensee
Wie stehen die Bedingungen gerade? Der Index verrechnet den Luftdruck-Trend der letzten sechs Stunden, die Wassertemperatur auf 1 m Tiefe, die Mondphase, den Pegel-Trend sowie Wind und Bewölkung. Welche Faktoren eingeflossen sind, steht darunter. Der Bund misst an Seen keine Wassertemperatur — für Murtensee rechnet sie das Seemodell Alplakes der Eawag. Dazu kommen die Sprungschicht und ein Blick in die Tiefe: Im Sommer steht der Fisch nicht dort, wo das Wasser am wärmsten ist.
Messwerte werden geladen …
Wassertemperatur und Tiefenprofil dieses Sees: Alplakes (Eawag), Modell simstrat, Lizenz CC BY 4.0. Das Modell rechnet einmal täglich; die Werte sind eine Simulation, keine Messung an einer Boje.
Wer hier Recht setzt
Der Murtensee berührt 2 Kantone. Massgeblich ist jeweils das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du stehst — bei Konkordatsgewässern zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Das ist kein Detail: Am selben See können je nach Ufer andere Schonzeiten und Fangmasse gelten.
Wer die Fangberechtigung ausgibt
- Freiburg: Der Murtensee hat ein eigenes Konkordatspatent — das kantonale Freiburger Permis deckt ihn nicht ab.
- Waadt: Für den Murtensee gilt das Konkordatspatent — Permis C mit Schleppangel, Permis D ohne.
Ohne Patent fischen?
Der Murtensee trägt ein Freiangelrecht: Vom Ufer aus darf ohne Patent gefischt werden.
- Freiburg: ja, vom Ufer aus ohne Patent. Bedingungen und Fundstelle
- Waadt: ja, vom Ufer aus ohne Patent. Bedingungen und Fundstelle
Das Freiangelrecht nimmt die Patentpflicht ab — mehr nicht. Schonzeiten, Fangmasse, Schongebiete und die Regeln zu Köder und Haken gelten unverändert; welche das sind, steht auf der Freiangelrecht-Seite des Kantons mit Fundstelle.
Geregelte Arten am Murtensee
Diese Arten sind in mindestens einem Anliegerkanton mit Schonzeit geführt. Die Werte gelten für den jeweiligen Kanton.
| Art | FR | VD |
|---|---|---|
| Bachforelle | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März 30 cm | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März 24 cm |
| Seeforelle | 26.10.–17.01. 45 cm | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März 24 cm |
| Seesaibling | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass |
| Felchen | 15.10.–31.12. 30 cm | im Kantonsrecht nicht geführt im Kantonsrecht nicht geführt |
| Äsche | erster Sonntag im Oktober–31.05. 38 cm | ganzjährig geschont kein Fangmass |
| Hecht | 15.03.–14.04. 45 cm | 15.03.–15.04. kein Fangmass |
| Egli | 15.04.–31.05. kein Fangmass | 01.05.–31.05. kein Fangmass |
| Zander | 15.04.–31.05. kein Fangmass | 15.03.–15.04. kein Fangmass |
| Trüsche | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass | keine Schonzeit kein Fangmass |
| Wels | 15.05.–15.06. 50 cm | keine Schonzeit kein Fangmass |
| Aal | ganzjährig geschont kein Fangmass | ganzjährig geschont kein Fangmass |
| Karpfen | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass | keine Schonzeit 25 cm |
| Schleie | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass | keine Schonzeit kein Fangmass |
| Alet | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass | keine Schonzeit kein Fangmass |
| Rotauge | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass | keine Schonzeit kein Fangmass |
| Brachsme | erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März kein Fangmass | keine Schonzeit kein Fangmass |
| Barbe | 01.05.–31.07. kein Fangmass | 01.05.–31.07. kein Fangmass |
| Nase | ganzjährig geschont kein Fangmass | ganzjährig geschont kein Fangmass |
Obere Zeile Schonzeit, darunter das Fangmass. Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Ohne Gewähr.
Achtung bei 13 Arten: Die Anliegerkantone regeln Seeforelle, Felchen, Äsche, Hecht, Egli, Zander, Trüsche, Wels, Karpfen, Schleie, Alet, Rotauge, Brachsme unterschiedlich. Wer am Murtensee die Kantonsgrenze überquert, fischt unter anderen Vorschriften.
Messstation
| Station | Murten (2004) |
| Betreiber | Bundesamt für Umwelt BAFU, Hydrologie |
| Gemessen | Pegel |
| Höhe über Meer | rund 429 m |
| Koordinaten | 46.9339, 7.0777 |
Für dieses Gewässer misst der Bund keine Wassertemperatur — an Seen erfasst die BAFU nur den Pegel. Wir übertragen deshalb keine Temperatur von einem Zufluss: Ein See schichtet sich, ein Fluss nicht, und eine übernommene Zahl wäre schlicht falsch. Die Temperatur oben im Beiss-Index kommt aus dem Seemodell simstrat der Eawag und ist als Simulation ausgewiesen.
Häufige Fragen
Welche Regeln gelten am Murtensee?
Der Murtensee grenzt an 2 Kantone: Freiburg, Waadt. Massgeblich ist das Recht des Kantons, in dessen Hoheitsgebiet du fischst; bei Konkordatsgewässern gilt zusätzlich die interkantonale Vereinbarung. Die Werte stehen auf den verlinkten Kantonsseiten.
Darf ich am Murtensee ohne Patent fischen?
Ja, vom Ufer aus. Freiburg gewährt hier ein Freiangelrecht. Waadt gewährt hier ein Freiangelrecht. Es befreit von der Patentpflicht, sonst von nichts: Schonzeiten, Fangmasse, Schongebiete und die Vorgaben zu Rute, Köder und Haken gelten weiter. Sie stehen mit Fundstelle auf der Freiangelrecht-Seite des Kantons.
Brauche ich am Murtensee ein Patent?
Für alles, was über die Freiangelei hinausgeht, ja. Das Freiangelrecht deckt hier nur das Fischen vom Ufer mit einfachem Gerät ab; wer mehr Ruten führen, vom Boot fischen oder anderes Gerät einsetzen will, braucht eine Fangberechtigung. Welche Patentarten es gibt und was sie kosten, steht auf der Patentseite des jeweiligen Kantons.
Wie warm ist das Wasser im Murtensee?
Die Temperatur steht oben im Beiss-Index. Sie stammt nicht von der BAFU — der Bund misst an Seen nur den Pegel, seine 83 Temperaturstationen liegen an Flüssen. Gerechnet wird sie vom Seemodell simstrat der Eawag (Alplakes), einmal täglich, als Simulation und nicht als Messung an einer Boje. Es nennt neben der Oberfläche auch die Sprungschicht: Im Sommer steht der Fisch nicht dort, wo das Wasser am wärmsten ist.
Woher stammen die Messwerte?
Von der Messstation Murten der BAFU-Hydrologie (Stations-ID 2004), ergänzt um Luftdruck, Wind und Bewölkung von Open-Meteo. Beide Quellen sind auf jeder Seite genannt und verlinkt.
Weiter
Ob du heute entnehmen darfst, klärt der Checker „Darf ich fischen?". Die Bundesvorgaben stehen unter Schonzeiten, die Berechtigung — inklusive Patentpreisen — unter Patent Freiburg, Patent Waadt. Ob du hier ohne Patent fischen darfst, steht unter Freiangelrecht Freiburg, Freiangelrecht Waadt.
Fischarten im Murtensee
Diese Arten führen wir mit einem Porträt, das der Murtensee ausdrücklich nennt. Das ist eine Auswahl typischer Zielfische, keine vollständige Bestandsliste — welche Arten hier tatsächlich vorkommen und gefangen werden dürfen, richtet sich nach dem Erlass, der für dieses Gewässer gilt, und der Rechtstabelle oben.