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Fangmass

Fangmass Äsche im Kanton Tessin

Das Fangmindestmass für die Äsche beträgt im Kanton Tessin 40 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 28 cm vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.

AngabeWert
FischartÄsche (Thymallus thymallus)
KantonTessin (TI)
Fangmass Kanton40 cm
Untergrenze Bund28 cm
Schonzeitganzjährig geschont
FundstelleRALCSP, art. 2 cpv. 2 RALCSP (periodo e zone); art. 22 cpv. 1 e cpv. 10 RALCSP (misura minima e quote)

Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.

Das RALCSP bestimmt nicht, wie die Länge eines Fisches gemessen wird: Die einzigen Messvorschriften der Verordnung betreffen den Garndurchmesser und die Maschenweite der Netze (all. 1 art. 4 und all. 2 art. 4 RALCSP). Es gilt daher die Bundesregel von Art. 2 Abs. 2 VBGF (SR 923.01): Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse. Art. 22 cpv. 2 RALCSP hält zudem fest, dass es während des Fischens verboten ist, Fische mitzuführen, die kürzer sind als das für das befischte Gewässer geltende Fangmindestmass, und dass solche Fische auch nicht als Köder verwendet werden dürfen.

Was du dazu wissen solltest

In den meisten kantonalen Gewässern darf die Äsche zu keiner Zeit gefischt werden: art. 2 cpv. 2 RALCSP öffnet die Fischerei nur auf zwei Flussabschnitten, vom 1. Oktober bis zum 30. November, allein für Inhaber des Patents D3 und nur an den Tagen Mittwoch, Samstag und Sonntag. Der in der Variante angegebene Zeitraum ist das Gegenstück zu diesem Fenster und steht so nicht in der Verordnung.

Abweichende Masse im Kanton Tessin

In diesen Gewässern gilt für Äsche ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:

Gilt fürSchonzeitFangmassFundstelle
Fluss Ticino von der Brücke bei Quartino bis zum Auslauf der OFIBLE-Zentrale in Biasca und Fluss Moesa vom Zusammenfluss mit dem Ticino bis zur Bündner Kantonsgrenze (Schutzzonen ausgenommen)01.12.–30.09.40 cmart. 2 cpv. 2 RALCSP; art. 22 cpv. 1 e cpv. 10 RALCSP
Lago Maggioreganzjährig geschontentfällt — ganzjährig geschontall. 1 art. 1 cpv. 1
Luganerseeim Kantonsrecht nicht geführtim Kantonsrecht nicht geführt
Tresaganzjährig geschontentfällt — ganzjährig geschontall. 3 art. 6 cpv. 1 RALCSP

Fluss Ticino von der Brücke bei Quartino bis zum Auslauf der OFIBLE-Zentrale in Biasca und Fluss Moesa vom Zusammenfluss mit dem Ticino bis zur Bündner Kantonsgrenze (Schutzzonen ausgenommen):Art. 2 cpv. 2 RALCSP erlaubt die Fischerei auf Äschen allein vom 1. Oktober bis zum 30. November: Die angegebene Schonzeit (01.12.-30.09.) ist das Gegenstück zu diesem Fenster und steht so nicht in der Verordnung. Die Fischerei ist den Inhabern des Patents der Kategorie D3 vorbehalten, nur an den Tagen Mittwoch, Samstag und Sonntag zulässig und beschränkt auf den Ticino von der Brücke von Quartino bis zur Einmündung des Ausleitkanals der OFIBLE-Zentrale von Biasca (Zone Giustizia) sowie auf die Moesa von der Einmündung in den Ticino bis zur Grenze zum Kanton Graubünden, unter Ausschluss der Schutzzonen. Höchstens 2 Exemplare pro Tag und 10 für die ganze Fangzeit; mit dem Fang der zweiten Äsche muss die Fischerin oder der Fischer jede Fischereitätigkeit einstellen (art. 22 cpv. 10). In diesen Zonen und Zeiträumen ist allein das Oberflächenfischen mit höchstens drei Trockenfliegen erlaubt, Nassfliegen und Nymphen sind verboten, und im November ist das Betreten des Wassers untersagt (art. 3 cpv. 3). Jede im Oktober und November behaltene Äsche ist unverzüglich in die Fangstatistik einzutragen (art. 8 cpv. 2 lett. c).

Lago Maggiore:Im Lago Maggiore ist die Äsche als «ganzjährig geschonte Art» aufgeführt: Der Fang ist das ganze Jahr über verboten, und die Tabelle nennt ein Fangmindestmass gar nicht erst.

Luganersee:Die Äsche fehlt in der Tabelle von all. 2 art. 1 cpv. 1 und ebenso in den Tabellen 3 und 4 von Anhang 2.

Tresa:Die Liste der Fangmindestmasse führt «ganzjährig geschonte Art»: Ein Fangmindestmass entfällt, weil die Art nicht behalten werden darf.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage 1
Regolamento di applicazione della legge cantonale sulla pesca e sulla protezione dei pesci e dei gamberi indigeni del 15 ottobre 1996 (923.110)
Fundstelle
art. 2 cpv. 2 RALCSP (periodo e zone); art. 22 cpv. 1 e cpv. 10 RALCSP (misura minima e quote)
Fassung
stato 6 febbraio 2026 (raccolta delle leggi aggiornata al BU 27/2026 del 07.08.2026)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wie gross muss die Äsche im Kanton Tessin sein?

Mindestens 40 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.

Wie wird ein Fisch richtig gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.

Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?

Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.

Gilt das Mass im ganzen Kanton Tessin?

Nein. Abweichende Masse gelten in: Fluss Ticino von der Brücke bei Quartino bis zum Auslauf der OFIBLE-Zentrale in Biasca und Fluss Moesa vom Zusammenfluss mit dem Ticino bis zur Bündner Kantonsgrenze (Schutzzonen ausgenommen), Lago Maggiore, Luganersee, Tresa. Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.

Weiter prüfen

Wann die Äsche geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Äsche im Kanton Tessin. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Äsche zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

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