Fangmass
Fangmass Äsche im Kanton Uri
Die Äsche wird im Fischereirecht im Kanton Uri nicht mit einem Fangmass geführt. Der Bund gibt für diese Art 28 cm vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Äsche (Thymallus thymallus) |
| Kanton | Uri (UR) |
| Fangmass Kanton | im Kantonsrecht nicht geführt |
| Untergrenze Bund | 28 cm |
| Schonzeit | ganzjährig geschont |
| Fundstelle | FiR UR, Artikel 3 Absatz 2 FiR UR |
Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
So wird gemessen
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.
Gemessen wird von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse (Artikel 4 Absatz 1 Fischereireglement; gleichlautend Artikel 19 Absatz 1 AB VWS und Artikel 5 Vereinbarung UR/GL Fätschbach).
Was du dazu wissen solltest
Uneingeschränktes ganzjähriges Fangverbot im ganzen Kanton, auch im Urnersee. Ein Fangmindestmass ist im Fischereireglement nicht festgelegt.
Abweichende Masse im Kanton Uri
In diesen Gewässern gilt für Äsche ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Urnersee / Vierwaldstättersee | 15.02.–30.04. | 30 cm | Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe f und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe g AB VWS |
Urnersee / Vierwaldstättersee:Die Konkordats-Ausführungsbestimmungen sehen nur eine befristete Schonzeit vor. Uri geht mit Artikel 3 Absatz 2 FiR bewusst darüber hinaus und verbietet den Fang ganzjährig; strengere kantonale Regeln sind nach Artikel 6 AB VWS zulässig und gehen vor. Massgebend für Urner Anglerinnen und Angler ist deshalb das ganzjährige Fangverbot (so auch das Merkblatt Angelfischerei, Stand 01.12.2025).
An der Kantonsgrenze
Die Äsche trägt im Kanton Uri kein kantonales Fangmass — jenseits der Grenze schon. Obwalden verlangt am Vierwaldstättersee 38 cm. Luzern verlangt am Vierwaldstättersee und an der Reuss 35 cm. Schwyz verlangt am Vierwaldstättersee 32 cm. Ebenso Nidwalden (30 cm) und Zug (30 cm). Wer dem Wasser folgt, wechselt damit die Regel. Aargau führt für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Fischereireglement (40.3215)
- Fundstelle
- Artikel 3 Absatz 2 FiR UR
- Fassung
- Vom 20. Oktober 2009, in Kraft seit 1. Januar 2010 (Stand 1. Dezember 2024)
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wie gross muss die Äsche im Kanton Uri sein?
Der Kanton Uri legt kein eigenes Mass fest. Der Bund gibt für diese Art 28 cm vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.
Wie wird ein Fisch richtig gemessen?
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.
Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?
Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.
Gilt das Mass im ganzen Kanton Uri?
Nein. Abweichende Masse gelten in: Urnersee / Vierwaldstättersee. Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.
Weiter prüfen
Wann die Äsche geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Äsche im Kanton Uri. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Äsche zeigt die Hakengrössen-Tabelle.
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