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Fangmass

Fangmass Bachforelle im Kanton Freiburg

Das Fangmindestmass für die Bachforelle beträgt im Kanton Freiburg 30 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.

AngabeWert
FischartBachforelle (Salmo trutta fario)
KantonFreiburg (FR)
Fangmass Kanton30 cm
Untergrenze Bund35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern
Schonzeiterster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März
FundstelleOPêche FR, art. 28 al. 1 OPêche (Truite unter «autres espèces autorisées»); art. 30 al. 2 OPêche

Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.

Die Länge wird von der Schnauzenspitze bis zum Ende der normal ausgebreiteten Schwanzflosse gemessen (art. 12 al. 6 OPêche; art. 4 al. 1 des Reglements des Konkordats von Murten; art. 4 al. 1 des Reglements des Konkordats von Neuenburg). Solange sich die fischende Person am Gewässer aufhält, ist es ihr verboten, die Fische so zu verstümmeln, dass ihr Mass und ihre Zahl nicht mehr feststellbar sind (art. 10 al. 3 OPêche; art. 29 al. 4 des Reglements des Konkordats von Murten). Wer fischt, muss ein geeichtes Messgerät auf sich tragen (art. 11 al. 1 let. d OPêche).

Was du dazu wissen solltest

Grundwert = GROSSE Freiburger Fliessgewässer (Saane 1 bis 3). Die Fangzeit der Forelle entspricht der allgemeinen Zeit der «übrigen zugelassenen Arten» (autres espèces autorisées): vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober (art. 28 al. 1); die hier erfasste Schonzeit ergibt sich daraus. Fangfenster in den grossen Fliessgewässern (art. 30 al. 2): von 30 bis 36 cm sowie über 60 cm; die Längen von 37 bis 60 cm sind geschont. Die Forelle zählt zu den vier Edelfischen, die der Fangbegrenzung unterstehen (art. 18 und 19). In der Saane 5 ist die Fischerei nur vom 1. Juni bis zum ersten Sonntag im Oktober zulässig (art. 34 al. 1); in der Saane 1 ist zwischen dem Wehr von La Maigrauge und der Brücke von La Motta das watende Fischen nur vom 1. Juni bis zum ersten Sonntag im Oktober zulässig (art. 34 al. 2).

Abweichende Masse im Kanton Freiburg

In diesen Gewässern gilt für Bachforelle ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:

Gilt fürSchonzeitFangmassFundstelle
Mittlere Freiburger Fliessgewässer (namentlich mittlere und untere Gérine, mittlere und untere Glâne, Jogne-Schlucht, Hongrin, Javro, Jogne, Neirigue, Saane 4 und 5, Warme Sense)erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März26 cmart. 28 al. 1, art. 30 al. 2 OPêche
Kleine Freiburger Fliessgewässer (namentlich obere Gérine, obere Glâne, Glâney, Sionge, Sonnaz, Tatrel, Trême, Dâ, Corjon, Mortivue)erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März24 cmart. 28 al. 1, art. 30 al. 2 OPêche
Broye-Kanal und Grand Canal (Bibera)erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März45 cmart. 35, art. 37 OPêche
Grenzgewässer zur Waadt (Broye und weitere; art. 25 OPêche)erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März24 cmart. 40, art. 42 OPêche
Grenzgewässer zu Bern — Saane 0 (unterhalb von Schiffenen bis zum Zusammenfluss mit der Sense; art. 26 OPêche)01.10.–15.03.24 cmart. 45, art. 47 OPêche
Grenzgewässer zu Bern — übrige Gewässer (Sense; art. 26 OPêche)01.10.–15.03.24 cmart. 45, art. 47 OPêche
Greyerzersee und Schiffenensee15.03.–31.05.45 cmart. 50, art. 52 OPêche
Schwarzsee und Lac de Montsalvenserster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März26 cmart. 56, art. 58 OPêche
Lac de Lussyerster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März24 cmart. 56, art. 58 OPêche
Lac de Lessoc (Lac de Montbovon)erster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März26 cmart. 62, art. 64 OPêche
Lac de Pérolleserster Sonntag im Oktober–erster Sonntag im März30 cmart. 62, art. 64 OPêche
Murtensee (Konkordat FR/VD)26.10.–17.01.45 cmart. 4 al. 1 R concordat Morat
Neuenburgersee (Konkordat FR/VD/NE; Freiburger Ufer, namentlich Estavayer-le-Lac, Portalban, Cheyres)26.10.–17.01.40 cmart. 4 al. 1 R concordat Neuchâtel

Mittlere Freiburger Fliessgewässer (namentlich mittlere und untere Gérine, mittlere und untere Glâne, Jogne-Schlucht, Hongrin, Javro, Jogne, Neirigue, Saane 4 und 5, Warme Sense):Fangfenster: von 26 bis 32 cm sowie über 45 cm; die Längen von 33 bis 45 cm sind geschont.

Kleine Freiburger Fliessgewässer (namentlich obere Gérine, obere Glâne, Glâney, Sionge, Sonnaz, Tatrel, Trême, Dâ, Corjon, Mortivue):Fangmindestmass: über 24 cm (keine obere Grenze).

Broye-Kanal und Grand Canal (Bibera):Fangzeit der Forelle: vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober. Fangmindestmass: über 45 cm.

Grenzgewässer zur Waadt (Broye und weitere; art. 25 OPêche):Die Forelle zählt zu den «übrigen zugelassenen Arten»; Fangzeit vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober. Fangmindestmass: über 24 cm. Es gilt das Recht des Kantons, der das Patent ausgestellt hat (art. 69 OPêche).

Grenzgewässer zu Bern — Saane 0 (unterhalb von Schiffenen bis zum Zusammenfluss mit der Sense; art. 26 OPêche):Fangzeit der Forelle: vom 16.03. bis 30.09. Fangmindestmass: über 24 cm. Es gilt das Recht des Kantons, der das Patent ausgestellt hat (art. 69).

Grenzgewässer zu Bern — übrige Gewässer (Sense; art. 26 OPêche):Fangzeit der Forelle: vom 16.03. bis 30.09. Fangmindestmass: über 24 cm.

Greyerzersee und Schiffenensee:Fangzeit der Forelle: vom 16.01. bis 14.03. sowie vom 01.06. bis zum ersten Sonntag im Oktober (art. 50 al. 1). Es bestehen somit ZWEI Schonzeiten: die hier erfasste im Frühling, vom 15.03. bis 31.05., und eine Herbst- und Winterschonzeit vom ersten Sonntag im Oktober bis 15.01. Ausnahme: Der Fang von Ködern mit der Schwimmschnur oder mit der Trockenfliege bleibt zwischen dem 15.03. und dem 31.05. möglich (art. 50 al. 2). Fangmindestmass: über 45 cm.

Schwarzsee und Lac de Montsalvens:Fangzeit der Forelle: vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober. Fangfenster: von 26 bis 32 cm sowie über 45 cm; die Längen von 33 bis 45 cm sind geschont.

Lac de Lussy:Fangzeit der Forelle: vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober. Fangmindestmass: über 24 cm. Die Fischerei ist nur vom Steg auf der Jura-Seite aus zulässig (art. 61 al. 1 let. c).

Lac de Lessoc (Lac de Montbovon):Fangzeit der Forelle: vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober. Fangfenster: von 26 bis 32 cm sowie über 45 cm; die Längen von 33 bis 45 cm sind geschont.

Lac de Pérolles:Fangzeit der Forelle: vom ersten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im Oktober. Fangfenster: von 30 bis 36 cm sowie über 60 cm; die Längen von 37 bis 60 cm sind geschont.

Murtensee (Konkordat FR/VD):Die Fangzeit wird Jahr für Jahr festgelegt: 2025 vom 12.01. bis 19.10., 2026 vom 18.01. bis 25.10., 2027 vom 17.01. bis 24.10. Die hier erfasste Schonzeit vom 26.10. bis 17.01. gilt für den Übergang von 2026 zu 2027 (nach dem Ende der Fangzeit am 25.10.2026 bis zu ihrer Eröffnung am 18.01.2027). Fangmindestmass 45 cm. Das Konkordat unterscheidet die Bachforelle nicht von der Seeforelle. Fangzahlen: 2 pro Tag, 20 pro Jahr (art. 31).

Neuenburgersee (Konkordat FR/VD/NE; Freiburger Ufer, namentlich Estavayer-le-Lac, Portalban, Cheyres):Fangzeit Jahr für Jahr festgelegt: 2025 vom 12.01. bis 19.10., 2026 vom 18.01. bis 25.10., 2027 vom 17.01. bis 24.10. Die Schonzeit vom 26.10. bis 17.01. gilt für den Übergang von 2026 zu 2027. Fangmindestmass 40 cm (tiefer als im Murtensee). Das Konkordat unterscheidet die Bachforelle nicht von der Seeforelle. Fangzahlen: 3 pro Tag, 30 pro Jahr (art. 31).

An der Kantonsgrenze

Die Bachforelle muss im Kanton Freiburg 30 Zentimeter messen. Über die gemeinsamen Gewässer Saane, Sense, Jogne und 6 weitere grenzt der Kanton an 4 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. Bern 24 cm, Waadt 24 cm, Wallis 24 cm und Neuenburg 25 cm — 5 bis 6 Zentimeter weniger, am selben Wasser.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage 1
Ordonnance sur l'exercice de la pêche à permis en 2025, 2026 et 2027 (OPêche) (RSF 923.12)
Fundstelle
art. 28 al. 1 OPêche (Truite unter «autres espèces autorisées»); art. 30 al. 2 OPêche
Fassung
du 01.10.2024, version entrée en vigueur le 01.01.2026 (Annexe 3 modifiée le 15.12.2025, ROF 2025_109); articles 8 à 23, 28 à 67 et Annexes 1–2 approuvés par le DETEC le 22.01.2025
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wie gross muss die Bachforelle im Kanton Freiburg sein?

Mindestens 30 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.

Wie wird ein Fisch richtig gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.

Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?

Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.

Gilt das Mass im ganzen Kanton Freiburg?

Nein. Abweichende Masse gelten in: Mittlere Freiburger Fliessgewässer (namentlich mittlere und untere Gérine, mittlere und untere Glâne, Jogne-Schlucht, Hongrin, Javro, Jogne, Neirigue, Saane 4 und 5, Warme Sense), Kleine Freiburger Fliessgewässer (namentlich obere Gérine, obere Glâne, Glâney, Sionge, Sonnaz, Tatrel, Trême, Dâ, Corjon, Mortivue), Broye-Kanal und Grand Canal (Bibera), Grenzgewässer zur Waadt (Broye und weitere; art. 25 OPêche), Grenzgewässer zu Bern — Saane 0 (unterhalb von Schiffenen bis zum Zusammenfluss mit der Sense; art. 26 OPêche), Grenzgewässer zu Bern — übrige Gewässer (Sense; art. 26 OPêche), Greyerzersee und Schiffenensee, Schwarzsee und Lac de Montsalvens, Lac de Lussy, Lac de Lessoc (Lac de Montbovon), Lac de Pérolles, Murtensee (Konkordat FR/VD), Neuenburgersee (Konkordat FR/VD/NE; Freiburger Ufer, namentlich Estavayer-le-Lac, Portalban, Cheyres). Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.

Weiter prüfen

Wann die Bachforelle geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Bachforelle im Kanton Freiburg. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Bachforelle zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

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