Fangmass
Fangmass Bachforelle im Kanton Luzern
Das Fangmindestmass für die Bachforelle beträgt im Kanton Luzern 22 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Fischart | Bachforelle (Salmo trutta fario) |
| Kanton | Luzern (LU) |
| Fangmass Kanton | 22 cm |
| Untergrenze Bund | 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern |
| Schonzeit | 01.10.–31.01. |
| Fundstelle | FiV LU, § 12 Abs. 1a Ziff. 1 und § 13 Abs. 1a Ziff. 2 FiV |
Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.
So wird gemessen
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse gemessen (§ 13 Abs. 3 FiV LU). Gleichlautend für den Vierwaldstättersee § 19 Abs. 1 AB Vierwaldstättersee und für den Hallwilersee § 16 Abs. 1 Übereinkunft Hallwilersee.
Was du dazu wissen solltest
Basiswert für Fliessgewässer und Stauhaltungen (u. a. Reuss, Kleine Emme, Wigger, Suhre ausserhalb der Patentstrecken). Die FiV spricht generisch von 'Forellen' und unterscheidet nur nach Gewässertyp, nicht nach Art.
Abweichende Masse im Kanton Luzern
In diesen Gewässern gilt für Bachforelle ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:
| Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|
| Stehende Gewässer (u. a. Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee) | 01.10.–25.12. | 35 cm | § 12 Abs. 1a Ziff. 2 und § 13 Abs. 1a Ziff. 1 FiV |
| Vierwaldstättersee (ganzer See) | 01.10.–25.12. | 35 cm | § 18 Abs. 1a und § 19 Abs. 1a AB Vierwaldstättersee |
| Patentstrecke Kleine Emme | 01.10.–31.01. | 25 cm | Merkblatt Kleine Emme (Weisung lawa) i. V. m. § 13 Abs. 4 FiV |
| Patentstrecke Untere Reuss | 01.10.–31.01. | 27 cm | Merkblatt Untere Reuss (Weisung lawa) i. V. m. § 13 Abs. 4 FiV |
| Hallwilersee | 16.09.–25.12. | 50 cm | § 15 Abs. 1b und § 16 Abs. 1b Übereinkunft Hallwilersee |
| Zugersee | 01.10.–25.12. | 40 cm | § 7 Abs. 1a und § 8 Abs. 1a AB Zugersee |
Stehende Gewässer (u. a. Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee):Vom Kanton für den Sempachersee amtlich so publiziert (lawa, Fischereiausübung Sempachersee).
Patentstrecke Kleine Emme:Höchstens 5 Forellen pro Tag und Person.
Patentstrecke Untere Reuss:Höchstens 5 Forellen pro Tag und Person.
Hallwilersee:Die Übereinkunft bezeichnet die Art als 'Atlantische Forelle'. Höchstens 1 Forelle pro Tag und Person (§ 16 Abs. 2b).
An der Kantonsgrenze
Die Bachforelle muss im Kanton Luzern 22 Zentimeter messen. Über die gemeinsamen Gewässer Vierwaldstättersee, Zugersee, Ilfis und Reuss grenzt der Kanton an 4 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. Nidwalden 35 cm, Schwyz 28 cm, Bern 24 cm und Zug 24 cm — 2 bis 13 Zentimeter mehr, am selben Wasser. Unverändert bleibt es gegenüber Uri und Aargau. Obwalden führt für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.
Quelle & Stand
- Rechtsgrundlage 1
- Fischereiverordnung (FiV) (SRL Nr. 721)
- Fundstelle
- § 12 Abs. 1a Ziff. 1 und § 13 Abs. 1a Ziff. 2 FiV
- Fassung
- vom 21. November 1997 (Stand 1. Januar 2021), in Kraft seit 1. Januar 1998
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
- Rechtsgrundlage 2
- Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
- Fassung
- Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
- Quelle abgerufen am
- 15. August 2026 · amtlicher Volltext
Häufige Fragen
Wie gross muss die Bachforelle im Kanton Luzern sein?
Mindestens 22 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.
Wie wird ein Fisch richtig gemessen?
Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.
Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?
Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.
Gilt das Mass im ganzen Kanton Luzern?
Nein. Abweichende Masse gelten in: Stehende Gewässer (u. a. Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee), Vierwaldstättersee (ganzer See), Patentstrecke Kleine Emme, Patentstrecke Untere Reuss, Hallwilersee, Zugersee. Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.
Weiter prüfen
Wann die Bachforelle geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Bachforelle im Kanton Luzern. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Bachforelle zeigt die Hakengrössen-Tabelle.
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