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Fangmass

Fangmass Bachforelle im Kanton Uri

Das Fangmindestmass für die Bachforelle beträgt im Kanton Uri 22 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Der Bund gibt für diese Art 35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern vor (Art. 2 VBGF). Die Kantone dürfen dieses Mass erhöhen, aber nie unterschreiten.

AngabeWert
FischartBachforelle (Salmo trutta fario)
KantonUri (UR)
Fangmass Kanton22 cm
Untergrenze Bund35 cm in grösseren stehenden Gewässern unter 800 m Meereshöhe, 22 cm in den übrigen Gewässern
Schonzeit01.10.–14.04.
FundstelleFiR UR, Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c FiR UR

Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.

Gemessen wird von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse (Artikel 4 Absatz 1 Fischereireglement; gleichlautend Artikel 19 Absatz 1 AB VWS und Artikel 5 Vereinbarung UR/GL Fätschbach).

Was du dazu wissen solltest

Hauptangabe = übrige Fliessgewässer (Auffangregel, einschliesslich Oberalp- und Gotthardreuss). Fangzeit in Fliessgewässern 15.04.–30.09. (Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a FiR).

Abweichende Masse im Kanton Uri

In diesen Gewässern gilt für Bachforelle ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:

Gilt fürSchonzeitFangmassFundstelle
Reuss (Urnersee bis Göschenen), Dorfbach, Giessen, Stille Reuss, Walenbrunnen, Gangbach Schattdorf, Palanggenbach, Bockibach, Göscheneralpreuss01.10.–14.04.24 cmArtikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a FiR UR
Urnersee (Teil des Vierwaldstättersees)01.10.–25.12.35 cmArtikel 3 Absatz 1 Buchstabe c i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe f FiR UR; gleichlautend Artikel 18 Absatz 1 Buchstabe a und Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe a AB VWS
Bergseen und Stauseen (ohne Göscheneralpstausee)01.10.–31.05.24 cmArtikel 3 Absatz 1 Buchstabe d i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe g FiR UR
Göscheneralpstausee01.11.–31.05.24 cmArtikel 1 Absatz 1 Buchstabe c i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe g FiR UR
Staubecken des Fätschbachwerks (Urnerboden, Grenzgewässer UR/GL)01.10.–30.04.25 cmArtikel 3 Absatz 1 Buchstabe b i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b FiR UR; Artikel 4 und 5 Vereinbarung UR/GL Fätschbach

Reuss (Urnersee bis Göschenen), Dorfbach, Giessen, Stille Reuss, Walenbrunnen, Gangbach Schattdorf, Palanggenbach, Bockibach, Göscheneralpreuss:Namentlich aufgezählte Fliessgewässer mit erhöhtem Fangmindestmass.

Urnersee (Teil des Vierwaldstättersees):Fangzeit ganzjährig (Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe e FiR).

Bergseen und Stauseen (ohne Göscheneralpstausee):Fangzeit 01.06.–30.09. (Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe b FiR).

Göscheneralpstausee:Das Reglement nennt für den Göscheneralpstausee keine eigene Schonzeit, sondern eine Fangzeit vom 01.06.–31.10.; ausserhalb dieser Fangzeit ist das Fischen verboten. Das Fangmindestmass 24 cm ist im Merkblatt Angelfischerei Göscheneralpstausee (Stand 01.01.2025) amtlich bestätigt.

Staubecken des Fätschbachwerks (Urnerboden, Grenzgewässer UR/GL):Die Vereinbarung UR/GL erlaubt die Fischerei vom 01.05.–30.09.; das Urner Reglement nennt für dieses Gewässer die Schonzeit 01.10.–30.04. Tagesfangbeschränkung 6 Fische (Artikel 6 Vereinbarung).

An der Kantonsgrenze

Die Bachforelle muss im Kanton Uri 22 Zentimeter messen. Über die gemeinsamen Gewässer Vierwaldstättersee und Reuss grenzt der Kanton an 3 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. Nidwalden 35 cm, Schwyz 28 cm und Zug 24 cm — 2 bis 13 Zentimeter mehr, am selben Wasser. Unverändert bleibt es gegenüber Luzern und Aargau. Obwalden führt für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage 1
Fischereireglement (40.3215)
Fundstelle
Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a i. V. m. Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c FiR UR
Fassung
Vom 20. Oktober 2009, in Kraft seit 1. Januar 2010 (Stand 1. Dezember 2024)
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wie gross muss die Bachforelle im Kanton Uri sein?

Mindestens 22 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.

Wie wird ein Fisch richtig gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.

Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?

Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.

Gilt das Mass im ganzen Kanton Uri?

Nein. Abweichende Masse gelten in: Reuss (Urnersee bis Göschenen), Dorfbach, Giessen, Stille Reuss, Walenbrunnen, Gangbach Schattdorf, Palanggenbach, Bockibach, Göscheneralpreuss, Urnersee (Teil des Vierwaldstättersees), Bergseen und Stauseen (ohne Göscheneralpstausee), Göscheneralpstausee, Staubecken des Fätschbachwerks (Urnerboden, Grenzgewässer UR/GL). Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.

Weiter prüfen

Wann die Bachforelle geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Bachforelle im Kanton Uri. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Bachforelle zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

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