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Fangmass

Fangmass Barbe im Kanton Solothurn

Die Barbe wird im Fischereirecht im Kanton Solothurn nicht mit einem Fangmass geführt. Für diese Art nennt der Bund kein Fangmindestmass — die Zahl kommt allein aus dem Kantonsrecht.

AngabeWert
FischartBarbe (Barbus barbus)
KantonSolothurn (SO)
Fangmass Kantonim Kantonsrecht nicht geführt
Untergrenze Bundkeine Vorgabe für diese Art
Schonzeitim Kantonsrecht nicht geführt
Fundstellekeine kantonale Fundstelle

Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.

Als Mass gilt die Distanz von der Kopfspitze bis zum natürlich ausgebreiteten Schwanzende (§ 12 Abs. 1 FiVO).

Was du dazu wissen solltest

Abweichende Masse im Kanton Solothurn

In diesen Gewässern gilt für Barbe ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:

Gilt fürSchonzeitFangmassFundstelle
Birs — Grenzgewässer BL/SO (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach)01.05.–15.06.35 cmArt. 3 Übereinkunft Birs BL/SO (BGS 625.732)

Birs — Grenzgewässer BL/SO (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach):Zusätzlich generelles Fischereiverbot in der Birs vom 15.10. bis Ende Februar (Art. 2).

An der Kantonsgrenze

Die Barbe trägt im Kanton Solothurn kein kantonales Fangmass — jenseits der Grenze schon. Basel-Stadt verlangt an der Birs 35 cm. Basel-Landschaft verlangt an der Birs 35 cm. Jura verlangt an der Birs 35 cm. Ebenso Aargau (30 cm). Wer dem Wasser folgt, wechselt damit die Regel. Bern führt für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wie gross muss die Barbe im Kanton Solothurn sein?

Der Kanton Solothurn legt kein eigenes Mass fest. Für diese Art nennt der Bund kein Fangmindestmass — die Zahl kommt allein aus dem Kantonsrecht.

Wie wird ein Fisch richtig gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.

Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?

Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.

Gilt das Mass im ganzen Kanton Solothurn?

Nein. Abweichende Masse gelten in: Birs — Grenzgewässer BL/SO (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach). Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.

Weiter prüfen

Wann die Barbe geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Barbe im Kanton Solothurn. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Barbe zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

Barbe-Fangmass in anderen Kantonen

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