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Fangmass

Fangmass Barbe im Kanton Basel-Landschaft

Das Fangmindestmass für die Barbe beträgt im Kanton Basel-Landschaft 35 Zentimeter. Wer einen kürzeren Fisch fängt, setzt ihn unverzüglich und schonend zurück. Für diese Art nennt der Bund kein Fangmindestmass — die Zahl kommt allein aus dem Kantonsrecht.

AngabeWert
FischartBarbe (Barbus barbus)
KantonBasel-Landschaft (BL)
Fangmass Kanton35 cm
Untergrenze Bundkeine Vorgabe für diese Art
Schonzeit01.05.–15.06.
FundstelleFiV BL, § 8 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 FiV BL

Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.

Fischereigesetz und Fischereiverordnung des Kantons Basel-Landschaft enthalten keine eigene Messvorschrift. Es gilt daher Art. 2 Abs. 2 VBGF (SR 923.01): gemessen wird von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen.

Was du dazu wissen solltest

Gilt in allen Gewässern ausserhalb von § 8 Abs. 1 FiV BL. Der Erlass schreibt «beim Barben».

Abweichende Masse im Kanton Basel-Landschaft

In diesen Gewässern gilt für Barbe ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:

Gilt fürSchonzeitFangmassFundstelle
Rhein sowie Mündung der Ergolz bis zur Eisenbahnbrücke und Mündung der Birs bis zur Brücke der Hauptstrasse Birsfelden/Baselkeine Schonzeit35 cm§ 8 Abs. 1 Ziff. 3 FiV BL
Birs, soweit sie die Grenze zwischen BL und SO bildet (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach)01.05.–15.06.35 cmArt. 2–4 Übereinkunft Birs BL/SO

Rhein sowie Mündung der Ergolz bis zur Eisenbahnbrücke und Mündung der Birs bis zur Brücke der Hauptstrasse Birsfelden/Basel:§ 8 Abs. 1 Ziff. 3 FiV BL nennt für die Barbe ausdrücklich «keine Schonzeit».

An der Kantonsgrenze

Die Barbe muss im Kanton Basel-Landschaft 35 Zentimeter messen. Über das gemeinsame Gewässer Rhein grenzt der Kanton an 3 Nachbarn, die etwas anderes verlangen. Zürich, Schaffhausen und Aargau verlangen je 30 cm — 5 Zentimeter weniger, am selben Wasser. Unverändert bleibt es gegenüber Basel-Stadt, Thurgau und Jura. Bern, Solothurn, St. Gallen und Graubünden führen für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage 1
Verordnung zum Fischereigesetz (SGS 530.11)
Fundstelle
§ 8 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 FiV BL
Fassung
Vom 29. Juni 1999, in Kraft seit 1. August 1999 (Stand 1. April 2011; § 8 zuletzt geändert am 13. Januar 2009, in Kraft seit 1. Februar 2009). Der Erlass hat keine Anhänge.
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext
Rechtsgrundlage 2
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wie gross muss die Barbe im Kanton Basel-Landschaft sein?

Mindestens 35 Zentimeter. Untermassige Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.

Wie wird ein Fisch richtig gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.

Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?

Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.

Gilt das Mass im ganzen Kanton Basel-Landschaft?

Nein. Abweichende Masse gelten in: Rhein sowie Mündung der Ergolz bis zur Eisenbahnbrücke und Mündung der Birs bis zur Brücke der Hauptstrasse Birsfelden/Basel, Birs, soweit sie die Grenze zwischen BL und SO bildet (Grenzstein BL/SO beim Metallwerkabsturz bis Nepomukbrücke Dornach). Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.

Weiter prüfen

Wann die Barbe geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Barbe im Kanton Basel-Landschaft. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Barbe zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

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