Fluss · TI
Fischen im Ticino
Der namengebende Fluss des Kantons, deutsch Tessin — vom Gotthard durch die Leventina in den Lago Maggiore.
Karte © Mapbox © OpenStreetMap · Marker im Gewässer, keine Messstation · Tiefen/Seezeichen © OpenSeaMap-Mitwirkende (ODbL), auf Schweizer Seen nur stellenweise erfasst.
Wer hier Recht setzt
Für den Ticino gilt das Fischereirecht im Kanton Tessin, darüber die Vorgaben des Bundes nach BGF und VBGF.
Wer die Fangberechtigung ausgibt
- Tessin: Die Berechtigung ist die Tessiner Patente di pesca — für die Sportfischerei Typ D, dessen Kategorie 1 für alle Gewässer des Kantons gilt.
Geregelte Arten am Ticino
Diese Arten sind in mindestens einem Anliegerkanton mit Schonzeit geführt. Die Werte gelten hier — wo der Kanton für den Ticino eine eigene Regel führt, steht sie in der Tabelle und ersetzt den Kantonswert.
| Art | TI |
|---|---|
| Bachforelle | keine Schonzeit 30 cm eigene Regel für Ticino |
| Äsche | 01.12.–30.09. 40 cm eigene Regel für Ticino |
| Aal | ganzjährig geschont entfällt — ganzjährig geschont |
Obere Zeile Schonzeit, darunter das Fangmass. Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Ohne Gewähr.
Eigene Regeln für den Ticino
Diese Werte weichen von der Grundregel des Kantons ab und gehen ihr vor. Die Spalte «Gilt für» sagt, worauf sich die Regel bezieht — teils auf einen Seeteil, teils auf eine bestimmte Fangart.
| Art | Gilt für | Schonzeit | Fangmass | Fundstelle |
|---|---|---|---|---|
| Bachforelle | Fluss Ticino von Personico (Einmündung des Ausleitkanals der AET-Zentrale) bis zur Mündung und Fluss Moesa (Hauptlauf, Sektoren BD2, BD3, BN1, BN2) | keine Schonzeit | 30 cm | art. 22 cpv. 1 e cpv. 3 RALCSP |
| Äsche | Fluss Ticino von der Brücke bei Quartino bis zum Auslauf der OFIBLE-Zentrale in Biasca und Fluss Moesa vom Zusammenfluss mit dem Ticino bis zur Bündner Kantonsgrenze (Schutzzonen ausgenommen) | 01.12.–30.09. | 40 cm | art. 2 cpv. 2 RALCSP; art. 22 cpv. 1 e cpv. 10 RALCSP |
Bachforelle, Fluss Ticino von Personico (Einmündung des Ausleitkanals der AET-Zentrale) bis zur Mündung und Fluss Moesa (Hauptlauf, Sektoren BD2, BD3, BN1, BN2): In diesen Abschnitten beträgt der Tagesfang insgesamt höchstens 3 Exemplare zusammengezählt aus Forellen und Saiblingen.
Äsche, Fluss Ticino von der Brücke bei Quartino bis zum Auslauf der OFIBLE-Zentrale in Biasca und Fluss Moesa vom Zusammenfluss mit dem Ticino bis zur Bündner Kantonsgrenze (Schutzzonen ausgenommen): Art. 2 cpv. 2 RALCSP erlaubt die Fischerei auf Äschen allein vom 1. Oktober bis zum 30. November: Die angegebene Schonzeit (01.12.-30.09.) ist das Gegenstück zu diesem Fenster und steht so nicht in der Verordnung. Die Fischerei ist den Inhabern des Patents der Kategorie D3 vorbehalten, nur an den Tagen Mittwoch, Samstag und Sonntag zulässig und beschränkt auf den Ticino von der Brücke von Quartino bis zur Einmündung des Ausleitkanals der OFIBLE-Zentrale von Biasca (Zone Giustizia) sowie auf die Moesa von der Einmündung in den Ticino bis zur Grenze zum Kanton Graubünden, unter Ausschluss der Schutzzonen. Höchstens 2 Exemplare pro Tag und 10 für die ganze Fangzeit; mit dem Fang der zweiten Äsche muss die Fischerin oder der Fischer jede Fischereitätigkeit einstellen (art. 22 cpv. 10). In diesen Zonen und Zeiträumen ist allein das Oberflächenfischen mit höchstens drei Trockenfliegen erlaubt, Nassfliegen und Nymphen sind verboten, und im November ist das Betreten des Wassers untersagt (art. 3 cpv. 3). Jede im Oktober und November behaltene Äsche ist unverzüglich in die Fangstatistik einzutragen (art. 8 cpv. 2 lett. c).
Lage und Grösse
| Gewässertyp | Fliessgewässer |
| Kantone | Tessin |
| Höhe über Meer | rund 462 m |
| Länge | rund 71,31 km |
| Koordinaten | 46.42145, 8.8563 |
Der Bund unterhält am Ticino keine Messstation. Pegel, Abfluss und Wassertemperatur stehen deshalb nicht auf dieser Seite, und der Beiss-Index bleibt weg — er verrechnet genau diese Werte. Die nächste BAFU-Station misst ein anderes Gewässer; ihre Zahlen hierher zu übertragen hiesse, eine Genauigkeit zu behaupten, die es nicht gibt. Was hier steht, ist das geltende Fischereirecht, und das gilt unabhängig vom Messnetz.
Häufige Fragen
Welche Regeln gelten am Ticino?
Es gilt das Fischereirecht im Kanton Tessin, dazu die Vorgaben des Bundes nach BGF und VBGF. Beide Ebenen stehen auf der Kantonsseite mit Fundstelle.
Brauche ich am Ticino ein Patent?
In aller Regel ja — die Fangberechtigung ist kantonal. Welche Patentarten es gibt, was sie kosten und ob ein Freiangelrecht besteht, steht auf der Patentseite im Kanton Tessin.
Warum steht hier kein Beiss-Index?
Weil der Bund an diesem Gewässer nicht misst. Der Beiss-Index verrechnet Pegel und Wassertemperatur einer benannten BAFU-Station; ohne diese Station gäbe es nur eine geschätzte Zahl, und die wäre weniger wert als keine. Die nächstgelegene Station misst ein anderes Gewässer — ihre Werte hierher zu übertragen wäre fachlich falsch.
Woher stammen die Angaben auf dieser Seite?
Aus den Fischereierlassen der Anliegerkantone und den Vorgaben des Bundes nach BGF und VBGF, jeweils mit Fundstelle und Fassungsstand auf den verlinkten Kantonsseiten. Lage und Ausdehnung des Gewässers stammen aus OpenStreetMap.
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Ob du heute entnehmen darfst, klärt der Checker „Darf ich fischen?". Die Bundesvorgaben stehen unter Schonzeiten, die Berechtigung — inklusive Patentpreisen — unter Patent Tessin. Ob du hier ohne Patent fischen darfst, steht unter Freiangelrecht Tessin.