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Fangmass

Fangmass Bachsaibling im Kanton Nidwalden

Der Bachsaibling wird im Fischereirecht im Kanton Nidwalden nicht mit einem Fangmass geführt. Für diese Art nennt der Bund kein Fangmindestmass — die Zahl kommt allein aus dem Kantonsrecht.

AngabeWert
FischartBachsaibling (Salvelinus fontinalis)
KantonNidwalden (NW)
Fangmass Kantonim Kantonsrecht nicht geführt
Untergrenze Bundkeine Vorgabe für diese Art
Schonzeitim Kantonsrecht nicht geführt
Fundstellekeine kantonale Fundstelle

Kantonsrecht über der Untergrenze des Bundes. Die Vorschriften deines Gewässers können strenger sein. Ohne Gewähr.

So wird gemessen

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Diese Messregel steht in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz gleich — unabhängig davon, welcher Kanton das Mass festgelegt hat. Der Unterschied zur oft gewohnten Messung bis zur Flossengabel beträgt je nach Art rund einen Zentimeter und entscheidet im Grenzfall darüber, ob eine Entnahme zulässig ist.

Was du dazu wissen solltest

Im Vierwaldstättersee führen weder § 18 noch § 19 AB VWS den Bachsaibling auf.

Abweichende Masse im Kanton Nidwalden

In diesen Gewässern gilt für Bachsaibling ein anderes Mass als die kantonale Grundregel:

Gilt fürSchonzeitFangmassFundstelle
Pachtgewässer (Engelberger Aa, Bergseen, Stauhaltungen)im Kantonsrecht nicht geführt25 cm§ 12 Abs. 1 Ziff. 4 kFV (NG 842.11)

Pachtgewässer (Engelberger Aa, Bergseen, Stauhaltungen):§ 11 Abs. 1 kFV führt Schonzeiten abschliessend nur für Forellen, Äschen und Krebse auf; der Bachsaibling ist dort nicht genannt, obwohl § 12 Abs. 1 Ziff. 4 kFV ein Fangmindestmass für ihn festlegt.

An der Kantonsgrenze

Der Bachsaibling trägt im Kanton Nidwalden kein kantonales Fangmass — jenseits der Grenze schon. Uri verlangt am Vierwaldstättersee 24 cm. Wer dem Wasser folgt, wechselt damit die Regel. Luzern, Schwyz und Obwalden führen für diese Art kein eigenes Mass; dort zählen die Vorgabe des Bundes und die Regeln des Gewässers.

Quelle & Stand

Rechtsgrundlage
Verordnung vom 24. November 1993 zum Bundesgesetz über die Fischerei (SR 923.01)
Fassung
Vom 24. November 1993, Stand am 1. Januar 2021
Quelle abgerufen am
15. August 2026 · amtlicher Volltext

Häufige Fragen

Wie gross muss der Bachsaibling im Kanton Nidwalden sein?

Der Kanton Nidwalden legt kein eigenes Mass fest. Für diese Art nennt der Bund kein Fangmindestmass — die Zahl kommt allein aus dem Kantonsrecht.

Wie wird ein Fisch richtig gemessen?

Fische werden von der Kopfspitze bis zu den Spitzen der natürlich ausgebreiteten Schwanzflossen gemessen, Krebse vom Stirnschnabel bis zum Schwanzende. Das steht so in Art. 2 Abs. 2 VBGF und gilt in der ganzen Schweiz einheitlich. Gemessen wird also nicht bis zur Schwanzflossengabel, sondern bis zu den Spitzen — das macht je nach Art einen guten Zentimeter aus und entscheidet im Grenzfall.

Warum unterscheiden sich die Masse von Kanton zu Kanton?

Weil das Fischereirecht in der Schweiz zweistufig ist. Der Bund legt in Art. 2 VBGF nur eine Untergrenze fest. Die Kantone dürfen sie nach Art. 2 Abs. 4 VBGF erhöhen und auf weitere Arten ausdehnen — und sind dazu sogar verpflichtet, wenn es die nachhaltige Nutzung der Bestände verlangt. Deshalb ist derselbe Fisch im Nachbarkanton mitunter erst später entnehmbar.

Gilt das Mass im ganzen Kanton Nidwalden?

Nein. Abweichende Masse gelten in: Pachtgewässer (Engelberger Aa, Bergseen, Stauhaltungen). Gerade an Konkordats- und Grenzgewässern sowie in Bergseen weicht das Mass regelmässig ab.

Weiter prüfen

Wann der Bachsaibling geschont ist, steht auf der Seite Schonzeit Bachsaibling im Kanton Nidwalden. Ob du an einem bestimmten Tag entnehmen darfst, beantwortet der Checker „Darf ich fischen?". Die passende Hakengrösse für Bachsaibling zeigt die Hakengrössen-Tabelle.

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