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Reise · Ausland

Fischen in Norwegen: Regeln für Schweizer Angler

Meeresangeln ist in Norwegen für alle frei — ohne Lizenz, ohne Anmeldung. Sobald es ins Süsswasser oder um Lachs geht, ändert sich das grundlegend. Was gilt, und was du bei der Ausfuhr von gefangenem Fisch beachten musst.

Meeresangeln: frei, aber mit Auflagen

Erlaubt sind nur Handgeräte, kein Netz- oder Langleinenfischen; Mindestabstand 100 m zu Fischfarmen; ein Verkaufsverbot für Ausländer besteht ohnehin. Für einzelne Arten gelten ganzjährige Fangverbote (u. a. Dornhai, Aal, Lippfisch, Kabeljau im Oslofjord) sowie saisonale Schonzeiten — etwa für Kabeljau vom 1. Januar bis 30. April in 14 Laichgebieten zwischen Lindesnes und der schwedischen Grenze. Seit 1. Januar 2026 gelten zudem drei grosse Nullzonen im Oslofjord mit komplettem Fangverbot.

Quelle: Fiskeridirektoratet — Sea angling regulations

Süsswasser: Abgabe plus lokale Karte

Für Lachs, Meerforelle und Seesaibling in Flüssen und Bächen (auch Fjordfischerei mit stehenden Geräten) muss jede Person ab 18 Jahren die staatliche fiskeravgift bezahlen — online oder per Einzahlung an den Miljødirektoratet. Zusätzlich braucht es zwingend eine lokale Angelkarte vom Grundeigentümer oder Fischereiverein, unabhängig vom Alter. Fischen ohne bezahlte fiskeravgift kann ein Bussgeld von 3'000 NOK zur Folge haben. Die Lachsangel-Saison beginnt vielerorts erst ab 15. Juni; genaue Termine sind je Gewässer unterschiedlich.

Quellen: Miljødirektoratet, Environment Agency Norway

Ausfuhr von gefangenem Fisch

Seit 1. Januar 2026 gilt eine neue, tiefere Quote: Wer über einen registrierten Angelbetrieb („registrert turistfiskebedrift") fischt, darf zweimal pro Kalenderjahr je 15 kg Fisch oder Fischprodukte ausführen (ab 12 Jahren, mit Dokumentation des Betriebs). Ab 1. Januar 2027 sinkt die Quote weiter auf 10 kg. Für Süsswasserarten wie Lachs, Forelle oder Saibling gilt diese Regel nicht.

Quelle: Fiskeridirektoratet — Export quota

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Häufige Fragen

Braucht es in Norwegen eine Lizenz für Meeresangeln?

Nein — Meeresangeln vom Ufer oder Boot ist für jedermann ohne Lizenz erlaubt. Es gelten aber Auflagen: nur Handgeräte, Mindestabstand zu Fischfarmen, ganzjährige Fangverbote für einzelne Arten sowie saisonale Schonzeiten, etwa für Kabeljau.

Was kostet die staatliche Angelabgabe fürs Süsswasser?

Wer im Süsswasser auf Lachs, Meerforelle oder Seesaibling fischt, zahlt ab 18 Jahren die staatliche fiskeravgift von 338 NOK sowie zusätzlich eine lokale Angelkarte des Grundeigentümers. Unter 18-Jährige sind von der staatlichen Gebühr befreit.

Wie viel Fisch darf ich aus Norwegen ausführen?

Seit 1. Januar 2026 gilt: Wer über einen registrierten Angelbetrieb fischt, darf zweimal pro Kalenderjahr je 15 kg Fisch oder Fischprodukte ausführen. Ab 1. Januar 2027 sinkt die Quote auf 10 kg. Für Süsswasserarten wie Lachs oder Forelle gilt diese Regel nicht.

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